Du hast kein Recht darauf zu verurteilen, auf welche Weise ich mich gerettet habe, nachdem du alles zerbrochen hast!

20. Juli 2011

Joris

Vor etwa einem Monat hast du uns verlassen.
Und ich glaube, erst jetzt begreife ich, was passiert ist.
Du bist weg.  
Weg..
Was soll ich jetzt tun?
Wir hatten längere Zeit keinen Kontakt mehr zu einander.
Aber ab und zu haben wir gechattet.
Ich begreife langsam, dass wir niemals mehr zu dieser Hütte fahren werden.
Das wir NIEMALS mehr miteinander reden werden und uns nie wieder in der Stadt begegnen werden.
Kannst du dir vorstellen, wie sehr mir das fehlen wird?
Ich habe dich so gern gehabt.
Ich werde diese eine Nacht niemals vergessen.
Diese Nacht in dieser Hütte. Als wir gesprochen haben über alles und jeden.
Gefeiert haben, ich weiß schon gar nicht mehr genau, was es war..
Und als wir dann die betrunkene Meute hinter uns gelassen haben und den Berg weiter hoch gelaufen sind. Und dann standen wir da irgendwo zwischen Bäumen und haben uns die Sterne angesehen.
Es war unglaublich, diese Freundschaft, die sich so sehr gefestigt hatte.
Ich vermisse dich so sehr Joris und dieses Versprechen uns bald wieder zu sehen und etwas gemeinsam zu unternehmen.. Ich werde es nie einlösen und das tut mir so verdammt Leid.
Ich hoffe so sehr, dass du mich sehen kannst und mir ein Zeichen schickst.
Irgendwie und irgendwo. Ganz egal, was es für eines ist!
Ich will spüren, dass du uns nicht wirklich verlassen hast.
Ich weiß nicht, wie ich es hier rüber bringen kann, wie sehr du mir fehlst.
Und wahrscheinlich wirst du das alles hier auch nie lesen.
Aber ich muss es loswerden.
Heute zum aller ersten Mal zerfrisst mich dein Tod innerlich.
Zum ersten Mal merke ich, wie sehr es wirklich weh tut.
Ich weiß echt nicht, wieso gerade du.
Du hast es nicht einmal geschafft volljährig zu werden.
Und nun sitzen so viele Menschen auf der Welt allein an irgendwelchen Orten und denken an dich.
Können dich nicht vergessen, können nicht verstehen und werden es wahrscheinlich nie.
Ich werde dich niemals vergessen,mein Kleiner.
Du warst ein super Mensch, du hast soviel gekonnt.
Dein Lachen, dein Lächeln und deine ganze Art.
Ich werde nie vergessen, wie wir uns kennenlernten.
Als du betrunken warst und auch noch längere Haare hattest.
Oh Gott, habe ich dich gehasst, als du diese abgeschnitten hast.. :'')
Du hast mich festgehalten an diesem Abend und du hast doch so verdammt viel Kraft gehabt!
Du konntest diese nie wirklich einschätzen, wenn wir uns umarmt haben..
Ich hab fast keine Luft mehr bekommen.. :'')
Ich weiß ganz genau, wie wir "gekämpft"haben und ich schließlich auf dem nassen Boden gelandet bin.
Mein Pulli voller Wodka und Red Bull.
Und dann wolltest du mir doch auf helfen und ich blöde Kuh gib dir einmal ordentlich eine.
Jaja. Und danach die besten Freunde auf Erden.
Man, haben wir viel Quatsch gemacht.
Wir haben uns plötzlich so gut verstanden, es war unglaublich!

Es zu beschreiben ist so schwierig, weil es weitaus witziger war, als es geschah.
Und trotzdem will ich es festhalten.
Wenn auch nicht perfekt, aber so etwas habe ich noch nie erlebt.
Du kamst so verdammt schnell in mein Leben und gingst auch genauso schnell wieder.
Es ist unfähr, ich denke an dich!
Immer,immer,immer.

Und auch wenn es seltsam klingt, so werde ich diesen einen Kuss, auch wenn er doch recht unbedeutend für unsere weitere Freundschaft war, niemals vergessen.
Ein Gefühl ist etwas, das man sich auf ewig merken kann. Und das tue ich.
Unsere wundervolle Freundschaft als Erinnerung ist das Einzige, was mir bleibt.. 
 
[15 Juni 2011]