Du hast kein Recht darauf zu verurteilen, auf welche Weise ich mich gerettet habe, nachdem du alles zerbrochen hast!

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23. Oktober 2018

Das Monster der Vergangenheit - Ich will dich nicht zurück!

Ich denke in letzter Zeit immer häufiger daran,
Mich selbst zu verletzen.

Die Streitereien sind seit ca. 3 Monaten, wenn sie zwischen uns stehen...
So heftig, wie tausend Messer, die durch mich hindurch schießen.

Und jedes Mal, wenn es dann so heftig wird, kommen die Bilder aus der Vergangenheit.

Verbrennen, schneiden... Schlagen. Alles.

Und ich schüttle es ab und heule noch doller aus Angst,
Es wieder zu tun.

Ich habe schon sehr, sehr lange nichts mehr in die Richtung gemacht.
Ich reiß mir zwar fast täglich seit Anfang des Jahres wieder Hautfetzen von meinem Daumen... Etwas, womit ich 2013 erfolgreich aufgehört hatte.

Aber sonst hatte ich diese Gedanken immer im Griff.
Glaube aber, dass ich das nur kann, weil ich mich ihm gegenüber dann erklären müsste.
Oder weil... Er dann ein Bild von mir hätte, das ich nich ertragen könnte.
Aber so, wie es momentan ist, hat er das ziemlich wahrscheinlich sowieso schon.

Ich bin so selten hier. Ich schaff es auch irgendwie nicht, auf all die lieben Worte zu antworten, die ich hier bekomme.. Und das tut mir Leid.

Ich bin momentan einfach nur froh,
Dass ich das hier habe. Ich nutze es mittlerweile viel zu selten,
Um mich und mein Leben zumindest für einen Moment zu ordnen.

Aber wenn ich es dann tue, wie jetzt... Hilft es doch ein wenig.

Denn ich habe wirklich etwas Angst davor, was ich mir selbst zufügen könnte, wenn es nicht bald besser wird... Und das hier in Worte zu packen ist einerseits beängstigend und doch auch beruhigend.

Vom Stressgefühl heute ist mir vorhin so schlecht geworden.
Ich hätte im Strahl vor mich her kotzen können.

Ich hasse dieses hilflose Gefühl. Gemischt mit Wut, Trauer und das Wissen, dass man missverstanden wird und nicht dagegen tun kann.
Weil es auch nicht hilft, mich zu erklären.

Ich mag es nicht, so ein verdammt emotionaler Mensch zu sein.
Ich kann mir auch nicht mehr einreden, dass es eigentlich auch eine gute Seite hat.

Ich will wieder stumpf sein.
2010 - als alles anfing. Da nochmal hin und die Bremse ziehen.

Schneller sein, als der Schmerz.

Ich muss dringend an mir arbeiten.
Und ich darf mir nicht verbieten lassen,
Es okay zu finden, wenn es nicht sofort funktioniert.

Ich muss mich um mich kümmern. Ich muss mich um mich kümmern. Ich muss mich um mich kümmern. Ich muss mich um mich kümmern. Ich muss mich um mich kümmern. Ich muss mich um mich kümmern. Ich muss...


9. März 2018

Ritual

Alles geht den Bach runter.

Ich will doch gar nicht.

Aber meine Gedanken schmerzen.

Ich will wieder weglaufen.

Mehr denn je.

Ich halte nicht das mit dir oder uns nicht aus, sonder mich.

Ich halte ganz einfach wie so oft mich selbst..

Einfach.

Nicht.

Aus.

Ich wiederhole meine Innere Beschissenheit. Ich wiederhole jeden meiner abgefuckten, unaushaltbaren Fehler.

Sitze draußen und...

Fühle wieder mal nichts.

Dabei habe ich kein Recht dazu.

Kein Recht, mich so zu fühlen.

Wer sich nicht helfen lassen will...

Wer nicht will, der hat schon.

Danke, Liebes.

Dafür, dass du erneut dein Leben versaust.

21. November 2017

Zum vierten Mal steige ich so spät noch ins Auto. Weil du mich nicht verstehst und genervt bist, dass ich weine. Wegen dir übrigens,aber das ist ja egal.

Scheiße nur,dass ich nirgends hin kann.
Morgen ist ein wichtiges Gespräch auf der Arbeit, aber klar.. Ich verhalt mich,wie im Kindergarten. Ich würde so nie mit dir umgehen... Ich wünschte,ich könnte es einfach....

Wohin mit mir, wenn ich nicht mit will?

11.11.17

"Ich verliebe mich immer wieder neu in dich..."

Offizielle 6 Monate wenige Tage später.

Ich hab Texte geschrieben und sie wieder gelöscht. Ich kriege nichts schriftliches auf die Reihe, was wirklich ausdrückt, wie es mir geht.

Er macht mich glücklich, so sehr. Und gleichzeitig bin ich so wahnsinnig traurig darüber, wie es manchmal ist. Ich bin zu empfindlich, glaube ich. Und er vielleicht nicht empfindlich genug.

Aber er fehlt mir. Ich hoffe, heute abend läuft wieder besser.
Streit ist anstrengend. Und die Beziehung  ist nur so stabil, wie die Menschen, die sie führen.


Ich sollte wieder öfter schreiben.
Ich merke, wie mir die Worte fehlen. Und wie sehr ich mich selbst dafür verurteile, dass keine guten, echten Sätze aus mir kommen.
Ich fühle den Text nicht. Und ich will nichts posten, was ich nicht fühle. Ich wünschte, es würde zurück kommen.

Es ist so viel passiert und in mir gging soviel vor. Und das alles kann ich hier nicht niederschreiben, weil es nicht ausreichen würde zu schreiben, dass ich mehrmals in Stücke gerissen wurde von meinen eigenen Gedanken. Ich muss fühlen, wie es geschieht.
Muss jeden Stich spüren; jeden Schmerz auffangen und halten, um ihn dann in einen Satz zu legen, damit er Vergangenheit werden kann hier auf meinem Blog.

Und eigentlich will ich nur sagen..

FUCKFUCKFUCKFUCKFUCKFUCKFUCKFUCKFUCK

Und während ich das tippe, bin ich wieder mal mit mir selbst nicht einig. Denn mir ist nicht nach Fuck. Mir ist nach rausrennen und die ganze Welt anzünden. Keines meiner Worte passt mir.
Als wären es Schuhe; Kleidung, die mir zu klein geworden ist. Ich weiß nur nicht, ob das etwas Gutes ist. Ich weiß gar nichts. Ich will doch einfach nur einen verdammten klaren Gedanken.
Eine Einigkeit mit mir selbst. Ich widerspreche mir andauernd. Ich will Worte für meine Gefühle. Sonst kann ich mich mir selbst nicht mitteilen und finde keine Ruhe.
Mir fehlen die Worte.

Ich vermisse es so...   

23. August 2017

Aufgrund einem emotional schwer wiegendem Vorfall Anfang August bin ich psychisch derzeit so labil, das ich keine Ahnung habe, ob ich gefühlsmäßig eine Fernbeziehung so auf die Reihe kriege, dass einer von uns weder verletzt noch fair behandelt werden kann.

In fast genau einem Monat bist du weg.

Aber was rede ich da... Ich kriege meinen Kopf nicht unter Kontrolle, weil ich seit 10.45 Uhr keinen Kontakt zu dir hatte.

So ein kranker Scheiß.

Meine Verfassung und meine Sicherheit, was uns angeht, ist am weg brechen. Obwohl ich an uns glaube. Wer versteht das schon. Gestern während der Nachtbereitschaft ist es mir bewusst geworden. Wenn ich nur was dagegen zu tun wüsste. Denn auch wenn du weißt, dass ich mit dir reden muss und ich weiß, dass es die einzige Möglichkeit ist, mich besser zu fühlen...

Ist es eben nichtalles möglich.
Also werde ich mich nun anderthalb Wochen mit mir selbst durchschlagen und hoffen, dass ich nichts tue oder denke, was ich bereue..

Haha. Zu spät..


22. Juli 2017

Die Folge davon,dass du nach andert halb Stunden zurück kommst und ich unter der blöden Decke verheult verschwinde, weil ich gleichzeitig will, dass du einfach nur da bist...

Ist, dass du nach 2 Minuten Anwesenheit wieder gehst.
Und ich deine Sachen packe, zwischendrin keine Luft bekomme und dir sofort, nachdem du gehst schreibe in der Hoffnung, du siehst die Dringlichkeit.

Aber du kehrst nicht um. Du antwortest, aber du kommst nicht zurück.
Und ich schlafe ein, obwohl alles so so weh tut.

Und wache auf, andert halb Stunden später und du...

Bist immer noch nicht hier.

Hier geht mit  jeder weiteren Sekunde mehr und mehr kaputt.

Aber du bist von irgendwo anders der Meinung, dass uns nichts trennen kann.

Da wo du bist, vielleicht...
Hier,in meinem verheulten Bett ... frierend bei vollster Hitze und geschockt von der Situation... ist der Standpunkt gerade ein völlig anderer.

Und es tut verdammt weh, immer mehr. Und es ist erschreckend, dass du dazu fähig bist, so egoistisch zu sein.

Selbst Schuld oder nur falsch aufgefangen fallen gelassen?

Ich sitze gerade auf dem Badezimmerboden

Du bist nicht da. Für mich.

Und nie habe ich das verlangt.

Aber es tut weh. Das ich gehe und im Park sitze und du... gehst zu einem Freund.

Du verstehst nicht. Oder willst nicht.

Aber dieses Wochenende habe ich mir anders vorgestellt.

Und wärst du hier, wenn schon nicht direkt von Anfang an mit gekomme, dann wäre es noch irgendwie okay.

Aber du - du bist nicht mal hier, wenn ich wieder komme. Nicht einmal das.

Und vielleicht ist es deshalb okay, zu heulen und zu krampfen... Zu hyperventilieren und zu zittern und im sitzen um zu fallen.

Ich glaube,
wenn du nicht hier bist - für mich...

Wirst du es in Zukunft wahrscheinlich auch nicht sein.

Und da ich dich nie so eingeschätzt habe, hoffe ich, ich liege falsch.

Aber dennoch ist die Tatsache folgende:

Ich sitze hier und halte mich davon ab, komplett auf den Zug der Selbstzerstörung auf zu springen, während du... Bei deinem Freund sitzt und zockst.

........

23. Mai 2017

Mach doch alles kaputt.

Los, zerstör erneut alles, was um dich herum aufgebaut ist.

Du erträgst es nicht,wenn es schön ist.

Du erträgst es nicht,wenn man gut zu dir ist.

Dein Kopf hält es nicht aus.

Und ja, du hast recht.

Du schaffst das nicht.

Denn wie soll das laufen, wenn man sich länger nicht sieht?

Wenn du es für dich vertiefen willst,
dich mehr darauf einlasssen willst und das Gespräch so verläuft?

DU musst gleich im Jugendamt über ein Mädchen berichten..
Mit Stimmungsschwankungen,selbstverletzendem Verhalten, Entscheidungsschwierigkeiten und überspitztem Ton.
Erwachsene musst du spielen, es ist dein Job.

Wenn nur jeder wüsste, dass du gestern gerade noch so an einer Panikattake vorüber bist, lachen, weinen und schreien gleichzeitig musstest und der Gedanke an rote Linien zumindest gedämpft vorhanden war...

Wie traurig.

Wie traurig mit anzusehen, was aus dir geworden ist.

Was du aus dir hast machen lassen.

11. Februar 2017

Jedes Ende bedeutet Neuanfang?

Als ich dich anschrieb,
dachte ich mir Nichts dabei.
Ich tat es einfach.

Du hast einige Tage später geantwortet und deine Schreibweise hat mich sehr abgeschreckt.
Kein Komma, wenige Punkt, keine Groß - und Kleinschreibung.
Du hast teilweise melanchonisch, traurig geschrieben.

Mir war klar, dass da noch was ist.

Ich habe trotzdem mit dir geschrieben,
solange, bis du mich angerufen hast.
Einfach so, aus dem Nichts hast du mich angerufen.
Und später sogar per Videoanruf.

Ich habe dich gesehen, 
ich bin dir sofort verfallen und...

Mir war klar, dass da noch was ist.

Wir haben stundenlang geredet,
haben uns letztendlich getroffen und wir haben die Zeit vergessen.
So sehr, wie es mir noch nie passiert war.
Es war bereits nach 3 Uhr morgens,
als wir uns das erste Mal küssten.

Und mir war klar, dass da noch etwas ist.

Du warst über Nacht da,
du kamst am darauf folgenden Tag nochmal und du hast soviel geredet und ich wollte nicht glauben, 
denn...

Mir war klar, dass da noch etwas ist.

Die Tage vergingen,
du wolltest eine Beziehung und ich habe klar gemacht,
dass ich nur etwas Ernstes, etwas Wirkliches, etwas Echtes will.
Du hast mir zugestimmt,
du hast zu mir stehen wollen,
du warst so fröhlich und du warst dir sicher und doch...

War mir klar, dass da noch etwas ist.

Die Tage,
die Wochen vergingen und es war schön, 
es war viel, teilweise zuviel und teilweise so angenehm, 
dass ich sprachlos, atemlos wurde.

Eines Nachts war ich sauer.
Ich habe gemotzt und gemotzt und du umarmtest mich.
Du hast es ausgesprochen.
Ich
liebe
dich.
 Und ich habe noch mehr gemotzt und mich aufgeregt und es schließlich erwidert.
Es war wie im Film.

Und doch war mir klar, dass da noch etwas ist.

Ich fing an, zu glauben.
Ich ließ mich fallen - viel zu schnell.
Doch es fühlte sich richtig an,
ich wollte es,
ich wollte 
dich.

Und du wolltest mich,
oder die Person,
für die du mich gehalten hast?

Denn mir war klar, dass da noch etwas ist.



Und so kam der Tag, an dem es eskalierte.
Du hast mich verletzt und danach ignoriert.
Meine Gefühle, mein Verständnis, meine Welt.
Alles ging zu Bruch.
Ich habe mich an alles geklammert,
an jedes Wort, an jedes Gefühl.
Ich habe angerufen, geschrieben, mich selbst verletzt, geweint.
Die Arbeit geschwänzt,
um zu dir zu fahren.
Und wir haben uns versöhnt.

Doch mir war klar, dass da noch etwas ist...

Tage vergingen,
das nächste Wochenende hast du mich erneut ignoriert.
Ich bin erneut gestorben,
habe mich verletzt,
habe keine Lust mehr bekommen und bin innerlich vollkommen auseinander gefallen.
Habe angerufen, habe gefleht, habe gegen Wände geschlagen und mein Handy durch die Gegend geworfen.

Mir war klar, dass da noch etwas ist..

Am Montag nach dem Wochenende hast du auf meine Nachricht reagiert,
ich durfte nach der Arbeit zu dir und wir versöhnten uns erneut.
Du wolltest und ich wollte und du hast mit mir die ganze Woche durchgeplant und ich habe Hoffnung geschöpft aus deinen Worten.

Dann waren wir im Kino.
Am nächsten Tag bist du abends explodiert.
Du hast dich angegriffen gefühlt,
hast mich für irgendwas verantwortlich gemacht,
was nie gegen dich gerichtet war.

Und dir damit einen Grund gegeben mich fallen zu lassen.

Am Donnerstag bin ich nach der Arbeit zu dir.
Ich saß da, während du mir erzähltest, du seist verletzt.
Du hättest das so schon damals gehabt.
Bei deiner Ex.
Ich habe nichts verstanden.

Ich saß eine Stunde allein auf deinem Sofa.
Du hast deine Wohnung aufgeräumt,
warst drei Mal eine rauchen und sprachst nicht mit mir,
während ich erneut tausende Tränen vor mich her weinte.

Ich wollte gehen, es war dir egal.
Du hast deinen Schlüssel zurück bekommen.

Ich bin an dem Abend noch drei Mal zum Auto, zurück zu ihm und schließlich wieder zum Auto.
Auf dem Heimweg habe ich wie in Trance wahrgenommen, wie sich Autos nähern und wieder verschwinden.

Ich wollte nie nie nie wieder in solche Situationen.

Am Freitag wolltest du kommen.
Dachte ich,
aber du warst nicht da.
Du hast dich in dein Auto gesetzt,
wolltest mich nicht sehen.
Hast gesagt, dass deine Aggressionen so stark sind,
wie vor 6 Jahren.

Ich war abgeschrieben.

Und mir war klar, dass da noch etwas ist...

Ich hatte Angst um dich.
Du in dieser Verfassung im Auto auf dem Weg ins Nirgendwo.

Als du meine Nummer auf deinem Handy sperrtest, mich in Whatsapp und Facebook gelöscht hast,
bin ich ausgetickt.
Innerlich.

Mir war schlecht.
Mir war kotzübel.
Ich hatte in den letzten drei Wochen beinahe Nichts gegessen.
Zuviel geraucht.
Ich bin gestorben.

Kaum auf den Beinen haltend bin ich erneut zu dir gefahren,
obwohl mein Gefühl mir sagte,
ich darf nicht.
Ich soll nicht.
Das ist falsch falsch falsch falsch falsch falsch.

Aber ich wollte kämpfen.
Um dich.

Und verdammt..

Wie du da sitzt. Am zocken.
Online mit deinen Zockerfreunden.
Du siehst mich, ich stehe auf der Terrasse, deine Türe öffnest du mir nicht.
 Dein Lachen schwindet. Deine Augen füllen sich mit Hass.
Du siehst weg. 
Zockst weiter.
Lässt mich eine Stunde lang in der Kälte sitzen.
Lachst zwischendrin wieder mit den anderen, sprichst mit ihnen.
Ich lasse dich kalt.

Währenddessen rauche ich eine nach der anderen.
Verfluche mich selbst.
Denke mir, dass ich doch mehr wert bin.
Dass das doch nicht richtig ist. 
Dass es nicht fair ist,
dass ich Nichts getan habe, was das rechtfertigt.
 Gehen oder klopfen und die Wut in mir zulassen?

Ich entscheide mich für das Zweite.

Denn ich weiß, dass da noch etwas ist.

Du öffnest die Tür.
Ich sage, 
dass ich behandelt werde wie Scheiße. 
Dass er so tut, als hätte ich ihn hintergangen.
Was der Scheiß soll.

Er fragt, was ich an einem Nein nicht verstehe.
Dass ich es immer noch nicht verstanden habe.

Und dann geschieht es ganz schnell. 
Weißt du was; sagt er.
Geht zu seiner Hose.
Holt seinen Schlüsselbund.
Macht meine Schlüssel ab.
Ich betrete mit einem Fuß die Wohnung.
Es geht schon lange nicht mehr um mich; sage ich.
Ich bin nicht eine von deinen Exfreundinnen, die dir sonst was angetan haben; sage ich.
Du kommst nicht in meine Wohnung; sagt er. 
Schiebt mich wieder zur Terrasse raus.
Ich wehre mich.
Was soll das; frage ich ihn.
Bin wütend.
Traurig.
Zerbrochen.

Er geht wieder zum Schlüsselbund.
Ich folge ihm, versuche meine Hand auf seine zu legen, während er versucht, meine Schlüssel von seinen zu lösen.

Du sollst aus meiner Wohnung raus; sagt er.
Er packt mich. 
Mit beiden Händen.
An den Armen.
Er schleift mich.
Aus der Haustüre.
Ich halte mich an der Türe fest.
Spüre seinen Arm um meinen Hals.
Nicht grob, aber es reicht.
Es reicht aus.
Ich bekomme Atemschwierigkeiten,
nicht weil der Griff zu fest ist,
sondern weil er mich packt.

Plötzlich werde ich gestoßen.
Beinahe falle ich ins Gebüsch.
Ich knie mich hin, starre auf den Boden.
Atmen, atmen. Was zur Hölle?
Er geht rein, kommt wieder, stopft mir meine Schlüssel in die Hand, die versucht, sich an der Tasche festzukrallen.
Da hast du deine Schlüssel; sagt er.
Und tschüss.

Er schließ die Eingangstür.
Seine Haustür.
Und ich höre,
wie er die Rollläden auf der anderen Seite herunter lässt.

Ich weiß nicht, wie lange ich da saß.
Mir ging vieles durch den Kopf.
Es war irgendwie... erleichternd?
EIn Schockzustand?

Denn ich wusste ja, dass da etwas ist.

Es war mittlerweile Mitternacht, 
als ich im Auto saß und auf dem Weg nach Hause war.
Ich bin direkt schlafen gegangen.
Am nächsten Tag schrieb ich ihm, dass ich bestimmte Dinge verstehe.
Ihn nicht unter Druck setzen wollte.
Ihn in Ruhe lasse.

Gestern, genau eine Woche nach dem Vorfall habe ich ihn im Chat gefragt,
ob es endgültig ist.
Ja.
Es tue ihm Leid, dass er mich rausgeworfen habe.
Er konnte nicht anders.
Er mag mich immer noch,
aber er sieht keine Zukunft mit mir.

Er.
Mit mir.

Er.
Mit mir.

Er.
Mit mir.

Ich wollte mich ums verrecken NICHT auf ihn einlassen.
Aber irgendwann konnte ich nicht mehr widerstehen.
Ich wollte nicht mehr suchen.
Ich dachte, ich wäre endlich angekommen.
Endlich wäre es soweit.
7 Jahre meines Lebens hat mir (A) gestohlen und ich dachte, (M) wäre endlich meine Zukunft.

Er will keine Zukunft, weil wir gestritten haben. Weil es sich so hochgeschaukelt hat, schmeißt er mich aus seinem Leben.

Tatsache ist, damit geht es mir nicht super.
Mit allem, was passiert ist.
Aber ich habe gemerkt,
dass ich wieder fähig bin,
zu lieben.

Er ist nicht richig für mich gewesen.
Er wollte bereit sein, aber er war es nicht und wird es vielleicht niemals wirklich sein.

Aber ich bin bereit.
Für echte Liebe,
für Gemeinsamkeiten,
für etwas Ehrliches, Wahres, Intensives.
Nur mit jemand anderem, dem ich es wert bin. 

Denn ich weiß, dass da etwas ist.... 

1. Februar 2017

Ich dachte, es geht mir besser...

Und jetzt sitze ich vor diesem Gift und weiß nicht weiter...

72 Stunden.

Morgen wäre perfekt.

So perfekt...

21. Januar 2017

Wir haben das Jahr 2017...

... und ich habe mich das erste Mal nach Jahren wieder selbst verletzt.

Ein Geständnis und ein Vorwurf an mich selbst.
Meine psychische Situation und die darauf folgenden Konsequenzen...

20. Januar 2017

Wie schnell sich alles ändert?

Nun.
Seit Sonntagabend gehts mir blöd.
Ne.
Sonntagabend gings mir blöd. Das hat sich gesteigert.
Montagabend hab ich mich verlassen gefühlt.
Dienstagabend hab ich mich “egal“ gefühlt und wütend.
Mittwoch wurde ich beinahe den ganzen Tag ignoriert und habe geheult.
Habe mich verarscht und im falschen Film gefühlt.
Donnerstag bekam ich nicht ein einziges Wort und habe gerade noch so
einen Heulkrampf und eine Panikattacke auf der Arbeit verhindern können.
Und heute... Ja,heute bin ich bluten.
Denn... besser konnte man mit nicht zeigen, dass die Worte nur Lügen waren.
Ich wertlos bin. Für ihn.
Witzig.
Wieso genau hab ich (A) nochmal verlassen? Und wozu nochmal habe ich mich zwei einhalb Jahre zurück gekämpft?

Super, Süße. Ich bin stolz auf dich.
Du Wrack.

9. Oktober 2016

Wie verabschiedet man sich?

Sagt man liebe Worte? Nimmt man jemanden in den Arm?
Wünscht man allen Anderen alles Gute und kehrt ihnen den Rücken zu?

Meine Abschiede waren nie welche.
Ich habe mich einfach umgedreht. Ich habe die Menschen einfach stehen lassen, ohne Worte.
Wozu auch Worte? Sie bringen nichts. Sie sagen ja doch nichts aus.

Menschen haben mir soviel versprochen. Von so vielen Dingen haben sie mir erzählt, die nie eingetroffen haben. Immer und immer wieder.

Ich liebe Worte, ich benutze sie in allen Variationen und ich benutze sie gerne.
Sie richten soviel an, soviel Schönes und soviel Leid und ich...

Habe damals immer an die Schönheit geglaubt, bis ich eines Tages jemanden mit Worten um Etwas bitten musste, der weder existierte, noch darauf hätte antworten können.
Und er hat es nicht.

Ich will schon gar nicht mehr aufzählen, was in meinem Kopf passiert.
Und ich will nicht mehr zählen, wie oft ich allein da stand.
Freitagabend hat in mir etwas zerstört, von dem ich nicht einmal mehr wusste, dass es existiert.

Wenn ich dieses Fenster jetzt groß auf dem TV offen lasse und das Licht meine Wohnung durchleuchtet und irgendwann übernächste Woche irgendjemand auf die Idee kommen könnte, das Etwas geschehen ist... Werden diese Worte auch nichts ändern.

Ich habe einen Grad der Emotionslosigkeit erreicht, den ich kaum im Stande bin wieder rückgängig zu machen. Ich bin kurz davor, mir Etwas anzutun. Und ich bin feige.

Ich habe mal gehört, Unkraut vergeht nicht. Eventuell bin ich dieses Mal besser, als Unkraut.

Musik versetzt mich in eine andere Welt. Tabletten und Alkohol auch.

Wir werden sehen, was passiert.

Keine Selbstmordankündigung, Aufmerksamkeit will ich nicht. Nur ein Versuch. Ein Versuch. Ein Versuch....

8. Oktober 2016

SAM

... oder wenn die eigene Mutter so betrunken ist, dass sie versucht, ihre Tochter an einen 36 Jährigen Mann zu „verkaufen“.

Sei stark

Wenn du schwanger bist..

Nur ein Kuss, bitte nur ein Kuss!

Ich will nicht aufdringlich sein,aber in meinem Alter..

Ich verliebe mich..

Traumfrau...

Deine Mutter wird die Oma unserer Kinder..

In meinem Land habe ich viel zu bieten

Ich bin ein ehrlicher Mann!

Alter spielt keine Rolle...

Nein, ich will keine Kinder

Nein,das ist zu früh..

Ich kenne dich doch gar nicht?

Mit mir ist das Alles nicht so einfach..

Ich weiß nicht, ob das was wird.

Nein, ich will dich nicht küssen!

Nein, ich will dich nicht küssen!

Nein, ich will dich nicht küssen! 


Guten morgen...

Ich bin lange gelaufen,durch die dunkelsten Stellen, die ich im Umkreis der Wohnung meiner Mutter kenne. Und ich habe (R) angerufen,weil ich dachte,ich überlebe das Alles nicht mehr.
Um 4.15 Uhr war ich zu Hause, habe zu heiß geduscht und fühlte mich immer noch widerwertig. Mir ist so schlecht.

Wieso nehmen sich alle das, was sie wollen? Mach ich ihnen alles so leicht?
Beim Gedanken an meine Mutter habe ich mich bereits zwei... Nein, drei Mal übergeben.
Wie kann man so sein? Wieso?
Einzelheiten halte ich nicht durch..

6. Oktober 2016

-

Irgendetwas stimmt nicht / wird schlimmer.

Irgendetwas passiert / geht nicht wieder weg.

24. September 2016

Gib mir zurück, was du genommen hast.

26. Juli 2016

Wenn man nicht schlafen kann, fabrizieren Gehirne interessante Dinge. Oder Dinge, die einen irre werden lassen. So oder so, sonderlich fördernd für den Schlaf sind sie nicht.

 Ich sitze am See auf einer Steinmauer und schaue in den Himmel. Merke, wie jemand auf mich zugeht und an der Steinmauer Halt macht. Du.

Du lehnst dich mit dem Rücken an die Mauer und starrst zu Boden.
Ich spüre deine Anwesenheit so deutlich, obwohl ich nicht hinsehen kann.
Nicht sehen kann. Nichts sehen kann.

"Weißt du...", beginnst du. Und mein Herz bleibt stehen. Für einen kurzen Augenblick hört es auf zu schlagen. Einfach so.

Ich atme durch und schaue zu dir.

"...ich denke an dich. Ich denke immer an dich. An dein Lachen, dein Sein, deine Art. So Vieles... ist einfach kaputt gegangen. Ich habe mich gewehrt - gegen das Leben ohne dich. Nur deshalb konnte ich nicht - wollte ich nicht aufhören, mich zu melden. Du warst der Sinn. MEIN Sinn. Du bist gegangen und nahmst die Wärme mit. Die Farben, das Glück. Ich habe viel getan, dir viel angetan. Du fehlst. Du fehlst so sehr, dass es immer noch weh tut."

Ich sehe rüber zum See. Am See vorbei schaue ich gerade aus und atme.

"Es ist verrückt, aber es stimmt. Wir haben 2016 und ich kann nicht vergessen. Weißt du noch, als ich dir die Lieder vorgespielt habe? Die Lieder, die alles aussagen konnten, wozu ich nicht in der Lage war. Weißt du noch? Weißt du noch, wie ich auf die Knie ging. Damals im Hausflur und wie bitterlich ich weinte? Weil ich dich nicht gehen lassen konnte. Ich konnte nicht loslassen. Ich kann es bis heute nicht."

Du schaust zu mir. Dein Blick durchdringt mich, bohrt sich in mich und verharrt unangenehm schmerzhaft an mir.

"Ich will eigentlich nur sagen, dass es mir Leid tut. Du warst etwas Besonderes. Immer. Du musst mir glauben. Mir glauben, dass es mir Ernst war. Ich hatte Angst - vor mir - vor dir - vor uns. Es tut mir wirklich Leid."

Ich schließe die Augen und verweile einen Moment in dieser Situation. Als ich meine Augen öffne, kneife ich beide leicht zusammen und schaue schräg zu dir. Ich treffe deinen Blick und er schmerzt noch mehr - jetzt, wo er mich direkt ins Herz trifft.

"Ich glaube dir nicht", antworte ich und schaue zu Boden.

"Wieso?", fragst du mich und ich habe das Gefühl von Tausend Messern an der Kehle.

Ich drehe meinen Blick wieder Richtung See, mustere das Wasser und schaue schließlich zurück zu dir.

"Du bist nicht echt", sage ich bestimmt.

Deine Augen füllen sich mit Tränen. Als sie beginnen, dein Gesicht herunter zu laufen, ätzen sie deine Haut, wie Säure. So lange, bis ich nur noch einen Schädel vor mir erblicken kann.
Nur deine Leere blickt mich an. Es ist beängstigend und verwirrend zugleich.

Ich sehe dich immernoch an, versucht, meinen Blick abzuwenden, doch ich kann mich nicht bewegen. Es wird bitterkalt.

Irgendwann löse ich mich von diesem Anblick und schaue zu Boden.
In dem Moment bewegst auch du dich. Von mir weg. Du gehst und ich sehe dir noch nach, als du hinter den Bäumen verschwindest.

Und während ich so da sitze und noch deine Anwesenheit spüre, frage ich mich..

Welches Mädchen sitzt am anderen Ufer? Wer ist sie, zu der du nun gehst? Und was wird sie tun, wenn du ihr genau das Gleiche sagst? Und wie viele Weitere wirst du noch an diesem See besuchen? Wie viele von uns gibt es tatsächlich...

30. Juni 2016

Ich weiß nicht, was ich getan habe oder warum ich es getan habe oder warum ich nicht weiß, was ich getan habe.

Ich höre nichts mehr, meine Ohren sind taub.
Mir ist schlecht.

Ich kriege eine Luft, alles dreht sich und ich weiß nicht, was ich getan habe, ich weiß nicht....

12. Juni 2016

Fettes Autsch!

Morgen muss ich wieder arbeiten. Nach zwei Wochen Urlaub direkt 9 Tage am Stück. Dann einen Tag frei und wieder 9 Tage am Stück. Bis vor wenigen Tagen hat mich das noch gestört - Müdigkeit wird sich breit machen und kaum Zeit für irgendetwas anderes.

Seit der Nacht von Samstag auf Sonntag hat sich das geändert. (A) und (R) sind sich im Club begegnet. Keine coole Aktion. Die Erklärung gegenüber den Türstehern hat eventuell etwas bewirkt, jedoch blieb das Ergebnis.

Ärger - Wut - Trauer - Hass - kein Verständnis.

Es war erniedrigend, da zu stehen, zugeben zu müssen, damals mit diesem Menschen eine Beziehung gehabt zu haben. Es war, als wurde ich vor den Augen aller psychisch erneut vergewaltigt worden.

Du warst auch mit (A) zusammen? Hahaha, eine Freundin.. Hahaha... auch... Hahah  - Fresse man. Dich hat keiner gefragt, Fresse. Eeehh..

Als (M) sich ebenfalls aufregte, weil raus kam, dass eine gute Freundin von ihm mit (A) nun zusamme ist, sich über (A) auskotzt, sich scheiße behandelt fühlt und gar keine offene Beziehung will, so wie (A) es aber angibt... Wäre ich am liebsten weggerannt. Einfach weg. Es tut mir Leid für sie, es tut mir Leid für (M), denn auch wenn er (A) vorher schon kacke fand, ist nunmal wieder durch meine bloße Anwesenheit alles aus dem Ruder gelaufen. Es nervt, dass (R) sich nicht beherrschen konnte oder auch doch, aber keiner hat es gesehen. Oder doch? Keine Ahnung. Es nervt, dass (A) wieder so austickt, so einen Elefanten macht daraus, die Vergangenheit auf alles und jeden so extrem projeziert, obwohl doch wirklich keiner Stress wollte. Gib (A) eine Möglichkeit, dich erneut in die Hölle zu schicken und er tut es.

Die Bahnfahrt danach war ätzend, (R) war kurz den Tränen nah. Erst stieg er am anderen Ende ein, kam dann zu uns und konnte zu heraus pressen, dass es doch nicht wahr sein kann, dass wir beide so etwas bei (A) nach all den Jahren immer noch zulassen. Irgendwann war ich weg. Gedanklich, körperlich, ich war nicht mehr da. Ich weiß nur noch, dass ich beinahe anfing zu heulen, lauthals geschrien habe, (R) soll bitte den Mund halten und irgendwann merke ich, wie ich mit meinen Fingern gegen die Scheibe stupse, im Rhythmus und dazu irgendetwas summe.

Um 4 war ich daheim, um halb 6 habe ich versucht zu schlafen, um 10 ging es einfach nicht mehr.
Mittags hab ich wieder gepennt. Jetzt renne ich rum, wie in Trance und meine Befürchtung, (A) würde nun wieder anfangen, mich überall anzuschreiben, dumm anzumachen, mich zu provozieren und wieder Kontakt suchen hat sich vor einer Stunde bestätigt. Ich kenne ihn. Diese Seite von ihm - nur allzu gut. Ich will nicht, dass es wieder los geht. Seit 2008 gibt es kein Jahr, wirklich kein einziges verdammtes Jahr, in dem ich nichts von ihm höre, sehe, lese. Kein einziges Jahr, in dem er mich mal komplett alle 365 Tage in Ruhe lassen kann.

Was ist das nur für ein schlechter Film. Was passiert hier nur, wieso zum Teufel verläuft mein Leben auf diese Art, ich kann es nicht verstehen. Es ist nicht mal mehr dieses Loch, in das ich sonst immer gefallen bin. Es ist mittlerweile einfach nur Folter. Eingesperrt im Leben. Und die Stiche und Schmerzen kommen nur aus einer Richtung.

Arbeiten, morgen arbeiten. Nicht mehr denken, keine Zeit mehr für nichts, das wird erst mal helfen.
Erst mal.

8. Juni 2016

Wenn man vom Teufel spricht...

(M) war der Erste, der bei mir eintraf.
Wir haben über Beziehungen, Bullshit und wichtige Dinge gesprochen.
Ich kam nicht daran vorbei ihn zu erwähnen,
was anfangs noch ging und mir später doch einen kleinen Stich versetzte.
In letzter Zeit spukt er wieder in meinem Kopf herum, aber es ist auszuhalten.
Als (R) dazu kam, sprachen wir hauptsächlich über ihn.
Über seine Krankmeldung für den restlichen Monat und kurz war da auch ein sentimentaler Moment wegen seinem Kater, von dem er sich letzten Freitag verabschieden musste.

Als wir uns auf den Weg in den Club machten, hatte ich bereits 4 Bier intus - was für mich sehr ungewöhnlich ist. Der Abend sollte dazu dienen, endlich wieder raus zu kommen.
Ich hatte dieses Gefühl - was ich immer hatte, wenn klar war, dass ich ihm begegnen würde.
Allerdings ging ich davon aus, ihn an Ort und Stelle anzutreffen, mich damit abzufinden, weiterhin zu üben, in seiner Gegenwart zu sein und klar zu denken.

Aber es kommt ja eh immer anders, als man denkt...

Als wir im Bahnhofsladen waren, uns dämlich beim Zigarettenkauf angestellt hatten und ich danach noch dringend auf die Toilette musste, gingen wir endlich Richtung Innenstadt.

Die Straßen waren leergefegt, alles war in hell orangenes Laternenlicht getaucht. Auf einmal bekam ich einen Schlag in meine komplette linke Körperhälfte. Es tat kurz weh, ich sah nach links und direkt in seine Augen. Es war eine Geistererscheinung. Er kam auf uns zu, wollte zum Bahnhof und starrte mich an. Sein Blick war konzentriert, starr und... wütend? Zörnig? Müde? Ich konnte es nicht abschätzen, es waren sicherlich nur 5 Sekunden, die mir vorkamen wie eine Ewigkeit. Als ich begriff, dass er es tatsächlich ist und ich ihn gerade anstarre, schaute ich schnell zu Boden und ab da...

Dunkle Wolken, ein Elefant auf meiner Brust. Atmen. Atmen. Atmenatmenatmen. Nicht so schnell, ruhig. Fuck. Atmenatmen. 

Mir wurde beinahe schwarz vor Augen, ich war wie leer gesaugt. Plötzlich stand (R) schon vor mir und umarmte mich. Fest, haltend. Ich spürte nur, wie ich immer stärker und schneller zu hyperventilieren begann. (R) sagte nichts, dafür war ich dankbar. Als es endlich besser wurde, schloss ich die Augen, öffnete sie wieder und realisierte, dass wir nicht weit gekommen waren. Das Zittern begann, die Kraftlosigkeit machte sich in mir breit und gleichzeitig hätte ich so gern auf geschrien, wäre außer mir. Ich stief ein leises okay... aus und (R) ließ mich los. Als wir weiter gingen, wollte (R) mich noch stützen, was ich allerdings nicht mehr zulassen konnte. An den Weg zum Club kann ich mich kaum erinnern, ich hatte mich zwar schnell gefangen, aber es war trotzdem so... gefühllos.
Ich lachte zwischendurch, ich sagte irgendetwas zu irgendeinem von den Beiden, aber mehr weiß ich nicht.
Im Club verschwand ich auf der Toilette, setzte mich auf den Klodecken und atmete. Weinte in mich hinein, schlug gegen Wände, nur schreien durfte ich nicht. Als ich die Augen wieder zu machte, kam es mir wieder vor, als würde ich Stunden in dieser Kabine verbringen. Schließlich stand ich auf, zupfte mein Oberteil zurecht, ging zum Spiegel, wusch mir die Hände, setzte ein Lächeln auf und der Abend wurde gut. Er wurde wirklich gut.
Eine beinahe Schlägerei, ein seltsamer Tagtraum mitten in der Nacht (war ja schon nach 1 Uhr) er würde mir auflauern und mich schlagen und (R) würde dazwischen gehen (was Blödsinn ist, nie würde er mich schlagen...) und viele witzige Gespräche.

Als ich um 5 Uhr zu Hause ankam, fand ich auf meinem Handy tatsächlich noch einen Verlauf. Einen von 2015, richtig psycho. Ich dachte, ich habe alles gelöscht. Beim durchlesen musste ich lachen.

Jämmerlich, hatte ganz vergessen, was ich mir alles in diesem Gespräch anhören musste. Wahnsinn.

Es war wirklich verrückt. Wie kann man einem Menschen komplett leer gegenüberstehen, ihn weder gut noch kacke finden, eigentlich wirklich damit abgefunden haben, dass es nie irgendetwas hätte werden sollen/dürfen/können und trotzdem eine Panikattacke bekommen? Wie ist das möglich?

Ich hoffe nur, das war keine Einladung für erneutes Stalking. Oh, bitte nicht.