Du hast kein Recht darauf zu verurteilen, auf welche Weise ich mich gerettet habe, nachdem du alles zerbrochen hast!

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29. August 2019

Einzelheiten - denn ausführlich würde ein Buch ergeben

Ich habe so viele Entwürfe gespeichert.
Ich weiß auch nicht, wieso ich die Texte nicht veröffentlichen wollte.
Oder konnte?

In letzter Zeit - immer, wenn ich die Leseliste durchgehe... Werde ich irgendwie...
Traurig?

Die Bloggerwelt hat sich so verändert. Und so viele stellen dies immer wieder fest und es ist so verdammt schade, aber irgendwie kann man nichts dagegen tun.
Blogs kommen und gehen; Menschen tauchen auf und verschwinden wieder.
Jeder lebt sein Leben irgendwo auf dieser Welt. Wir teilen nicht mehr so viel miteinander.
Und das, obwohl ich so oft den Eindruck habe, man würde es gerne wieder.
Wieder Kommentare austauschen, Gefühle miteinander teilen, sich verstanden fühlen.
Darum ging es hier doch? Verstanden oder zumindest  nicht verurteilt zu werden.

Ich denke so oft an die Menschen, mit denen reger Kontakt bestand. Und wenn man sich nur ein kleines Herzchen - ein kleines "Ich denk an dich, ich lese dich" hinterlassen hat.
Manchmal hat man unter Tränen einen Post verfasst und daraufhin kleine, aber dennoch so besondere Worte erhalten. Kleine "du bist nicht allein" Nachrichten.

Einige von euch sind seit längerem nicht mehr aktiv. Oder zumindest hier nicht mehr präsent. Teilweise ohne Vorwarnung. So wie auch ich immer wieder von der Bildfläche verschwinde.
Jeder von uns hat seine Gründe.
Ich hoffe nur so sehr, dass diese überwiegend positiv sind.

Ich verbinde mit Blogger ein Gefühl, welches man vielleich mit einer "verlorenen, innigen Freundschaft" gleichstellen könnte. Das Internet war immer mein Weg, alles niederzuschreiben und los zu lassen. Zu reflektieren und zu verarbeiten. Erst nur für mich und später geteilt mit anderen.

Die Zeit läuft und läuft. Wochen, Monate und Jahre vergehen. Und man wünscht sich, voran zu kommen. Und doch bleibt ein gewisser Teil immer stehen. Blickt zurück. Bewegt sich nicht. Fühlt sich vielleicht auch einfach zu wohl in diesem kleinen, tristen, geheimen Bereich seiner Selbst.

Ich weiß, dass es richtig so ist. Das bestimmte Kapitel im Leben geschlossen werden müssen.
Im realen Leben haben sich in den letzten Monaten und Jahren so viele Türen geschlossen und geöffnet.
So.Verdammt.Viele.Türen.

(J) kommt weiterhin mit der Beziehung zwischen seinem Bruder und mir nicht klar. Dabei sind wir gerade in einer Phase, die man wohl "Akzeptanz der Macken des jeweils anderen" nennen könnte. Sozusagen die Stufe, in der man die dunkelsten Seiten des jeweils anderen kennengelernt hat und sich bewusst dafür entschieden hat, auch diese anzunehmen. Die Person als Ganzes anzunehmen und zu lieben. Weit über das Verliebt sein hinaus. Ich hoffe, er und seine Mum kommt irgendwann...irgendwie...damit klar.

(R) hat eine Therapie hinter sich und bereits einen Rückfall nach dem anderen. Innerhalb eines Jahres. Und ich befürchte, dass es nicht besser wird... Ich würde es ihm wünschen.
Er fehlt mir als Freund, sehr. Aber ich muss mich mittlerweile fragen, ob mir auch da nicht eventuell etwas fehlt, was (R) definitiv nicht mehr ist oder vielleicht sogar... niemals war.

(N) und ich haben fast keinen Kontakt mehr. Und das, obwohl ich immer alles für sie getan hätte. Meine Liebste, die immer da war und mich immer verstanden hat. Seit ihr Leben sich radikal verändert hat und sie (scheinbar) nicht mehr sicher ist, ob sie diese Veränderung wirklich so aushält, bekomme ich nur kurze Nachrichten. Antworten erst viele Tage später oder gar nicht. Ich bin dir nicht böse, (N). Ich denke, ich kann verstehen, was bei dir passiert. Ich werde nur sehr traurig, wenn ich daran denke... Das nach 14 Jahren Freundschaft tatsächlich das erste Weihnachten oder der erste Geburtstag kommen könnte, an dem wir kein Päckchen vom jeweils anderen bekommen. Mit Bildchen und Kitsch und so viel Liebe in jedem einzelnen Buchstaben.

(A) ist gar nicht mehr präsent, zum Glück. Hin und wieder blitzen Dinge auf, die mal waren. Schnell abgeschüttelt und es passt wieder. Er hat zufällig Kontakt zu meinem Freund gehabt, als  sie sich auf der Straße trafen. Später irgendwann noch über Fb. Wie er eben ist, wollte er mitteilen, dass er uns beide blockiert hat. Oh man, wen interessierts? Naja. Ich bin froh über die Ruhe um ihn.

Meine Mum... Scheint Alkoholikerin zu sein. Und es erschreckt mich ein wenig, wie trocken ich das hier niedertippen kann. Ich bin mittlerweile fast drüber hinaus, mich zu fragen, wie sie das tun konnte, wenn man bedenkt, dass mein Erzeuger ein aggressiver Trinker war. Damit hat dies nämlich nichts zutun. Man entscheidet sich nicht dafür. Es passiert. Schleichend. Und ich weiß noch nicht, wie ich damit umgehen soll, nun offiziell aus einer Alkoholikerfamilie zu stammen. Aber Familie ist so eine Sache. Naja, was solls...

Ich merke erst jetzt, wie viele Gedanken ich eigentlich mit mir herumschleppe. Aber ich kann mir noch so oft vornehmen, öfter alles niederzuschreiben. Irgendwas ist einfach anders.

Ich hab euch gern. Jedes Wort habe ich immer gern gelesen und aufgenommen. Jedes Wort war und ist wichtig und ich werde Blogger so schnell auch nicht verlassen (können), dafür bin ich einfach schon viel zu lange hier. Ich möchte nur, dass ihr wisst... Das ich in Gedanken bei euch bin. Bei unserer kleinen Welt hier. Egal, wie lange wir nicht mehr von einander gehört oder gelesen haben. Ich wünsche jedem von euch nur das Beste, vom Herzen. Und ich möchte einfach versuchen zu glauben, dass die jenigen, die sich von Blogger verabschiedet haben... Einem bunten Leben entgegen blicken.  Bunten Gedanken, wundervollen Menschen in ihrem Umfeld. Glücklich, ausgeglichen, zufrieden, lächelnd. Ich wünsche es euch. 
Fühlt euch gedrückt.
<3

4. August 2017

Viele Infos - zum festhalten in kurz - denn ich werde nie vergessen...

.... wie ich (J), dem Bruder von (A) gegenüber stand und aus arroganten Worten und Blicken doch noch Verständnis und distanzierte Nähe wurde.
Es tut mir Leid, dass es so gelaufen ist. Und das es nie wieder so sein wird, wie es war.. ist okay. Wir kommen auch so zurecht.
Egal, ob wir uns jemals ehrlich in die Augen sehen können oder nicht. Ich weiß, du wünscht mir nichts böses. Und auch ich würde mir wünschen, du würdest glücklich werden mit dir und allem, was du machst und was dir bevorsteht. Danke für all die Jahre (J) und für den Versuch, den Kompromiss.

Anderer (J), du warst so kalt. Kälter als Eis, als ich vor dir stand und du mich beinahe nicht erkannt hast. Ich war damals der Überzeugung, du würdest mich wahnsinnig gut verstehen. Weil wir ähnlich waren und ich für dich da war. Aber da war immer eine grobe Distanz, auch wenn ich es nie zugeben wollte. Du hast irgendwann nicht mehr geantwortet und Monate - Jahre vergingen. Und ich hatte so verdammt Schiss, zu dir rüber zu laufen und irgendwo habe ich mich gefreut. Aber dein Blick.. Dein einfach regungslos vor mir stehen, was sich anfühlte, wie eine Ewigkeit und doch nur 1 min ging,bis du ohne ein Wort zum Lager gegangen bist,weil dich jemanf anderes ansprach... War eine scheiß Situation. Und vielleicht bin ich dir mit der Zeit egal geworden, aber es fühlt sich danach an, als wäre es an der Zeit, diese Freundschaft zu begraben und weiter zu gehen. Vielleicht sieht man sich wieder und eventuell sprichst du mich an, aber das hast du bisher kaum von dir aus gemacht, also..
Danke auch dir, denn ich mochte dich als Mensch. Und ich wünsche dir glückliche Momente, schöne Erlebnisse und... das du angenommen wirst. Und ganz vielleicht... treffen wir uns im nächsten Leben auf ein Bier. Es tut etwas weh,aber es ist okay. Veränderungen gehören dazu. Und es wird schon seine Gründe haben...

(A) und ich sind bald offizielle 3 Monate zusammen. Die Zeit momentan ist schwer, anstrengend. Vieles kommt zusammen. Ich hoffe, er bleibt. Und ich hoffe, ich finde wieder zu mir selbst. Denn dieses innere Ungleichgewicht macht mich wahnsinnig. Aber ich merke, ich habe von früheren Beziehungen dazu gelernt. Ich bin nicht perfekt. Aber das, was ansteht, schaffe ich auch. Wenn nötig, mit Gewalt. Gewalt meiner eigenen fucking Gedanken.

Und (R), eines morgens wurde ich wach und fühlte mich schlecht. Ich wollte mich entschuldigen und das habe ich getan. Ich habe dir gesagt, ich weiß nich genau warum. Du fandest das süß. Wer weiß, ob du insgeheim weißt, wofür. Ich hoffe es. Denn es war eine lange, unfähre Zeit. Und ich bin ein Arschloch - oft genug. Aber du hast das nicht verdient,auch wenn du oftmals drüber weg sehen konntest, weiü ich, dass es dir weh tat. Danke, dass es dich gab, all die Jahre. Der Kontakt ist selten, aber wichtig für mich. Ich hoffe,du bleibst noch ein Weilchen.

Meine Psychr ist ne harte Nuss. Aber das ist okay. Ich bin auf dem Weg. Das ist gut.

5. März 2017

Ich möchte einmal kurz Worte los werden.

Ein wenig festhalten.

Ich will, kann und werde (M) mit Sicherheit nicht zuviel Raum auf meinem Blog und vor allem in diesem Post lassen. Dennoch denke ich, dass wenige Tatsachen hier her gehören.

Er kam wie vereinbart - pünktlich. Ich glaube, das ist jetzt 2 (?) Wochen her.
Ich war matsch im Kopf - vorher und hinterher.

Währenddessen hielt ich eine Panikattacke zurück - so weit es eben ging. Ich glaube, meine Atemlosigkeit und mein Herzschlag hat man überall an mir sehen können - wie ein Beben. Und es war so eklig. So unglaublich.. eklig.

Er hat sowas wie Smalltalk versucht, es war wie ein Treffen mit einem Bekannten - allerdings nur für ihn. Außerdem lächelte er immer wieder - fast wie aus Mitleid. Dabei sagte ich, es geht mir gut. Gut.
Als er gegangen ist, habe ich gewartet, bis er ins Auto steigt und fährt. Und erst dann konnte ich auf meinen Balkon, habe geraucht, habe geweint, mich den ganzen Tag schlecht gefühlt und fühlte mich in die drei Wochen zurück versetzt, in denen er mich so sehr am Abgrund hat stehen lassen.

Aber am nächsten Tag war alles okay. Und am Tag darauf. Bis heute.

Ich denke immer noch, ich erinner mich nicht an irgendwelche Erlebnisse, aber ich denke immer noch. Gedanken denken sich teilweise von selbst, so ist das eben.
Aber es geht mir... gut.


Da ist nur die Tatsache, dass ich morgen 24 werde. Erneut ein Geburtstag. Erneut ein ganzes Lebensjahr rum. Und ich weiß noch genau, wie ich mich letztes Jahr aus Verzweiflung selbst eingeladen habe, mit einer Freundin und ihrem Kumpel feiern zu gehen, weil ich sonst nichts an meinem Geburtstag mit mir anzufangen wusste. Und ich weiß noch genau, wie ich dort getanzt habe und getrunken habe und es mir gut ging und ich mich aktiv gegen einen Ausraster entschied, als ich (A) an mir vorbei gehen sah und die Luft anhielt. Ich habe mich aktiv dafür entschieden, zu leben.

Und ich entscheide mich weiterhin aktiv dafür, nicht einfach nur zu existieren.

Ich will leben, ich bin glücklich und habe alles, was ich wollte.
Immernoch meine Arbeitsstelle - meinen Kater - meine Wohnung - Mich.

Und dieser Er , wo auch immer es ihn gibt und wann er sich zu erkennen gibt...
Ist Etwas, das kommt, wenn es kommt. Ich glaube, wenn man mit sich selbst nicht kann - kann es niemand anderes. Und keiner macht einen glücklich, wenn man es selbst nicht bereits ist.

Ich wünsche mir ab heute 0.00 Uhr ein besseres Ich - ein ruhigeres Ich - ein Ich, welches sich annimmt in traurigen und glücklichen Momenten. Ich wünsche mir nicht mehr einen Menschen, der mich nimmt wie ich bin. Ich wünsche mir, mich selbst in allen Lagen anzunehmen - mich nicht zu verurteilen und nicht mehr zu vergessen, dass es okay ist, menschlich zu fühlen. Kleine Tode zu sterben und wieder auf zu erstehen. 

Es ist okay, wenn ich mich oder das um mich herum hasse. Und es ist okay, wenn ich in nächster Sekunde die Welt umarmen könnte. Es ist okay, ich zu sein.

Es ist gut, ich zu sein. Ohne euch da draußen, die einen Grund haben, weswegen ich meinen Weg ohne euch weiter gehe. Nicht alles hat seine Gründe. Aber wenn ein Mensch aus freien Stücken geht - so wird dies seinen Sinn haben. Kommt nicht zurück. Bleibt, wo ihr seid. Ich weiß, dass es besser so ist. Für euch. Für mich. Für mein Inneres. Und die Menschen, die neu in mein Leben treten werden.
Irgendwann.

 

5. August 2012

Ein Wunsch..

Wenn mir alle möglichen Möglichkeiten offen stehen würden
und ich mir tatsächlich aussuchen dürfte,
wie ich anderen Menschen helfen könnte..
Dann würde ich am liebsten in Sekundenschnelle bei denjenigen sein,
die kurz davor sind ihr Leben zu verlassen.
Wenn ich dies spüren,fühlen, im Voraus ahnen könnte..
Würde ich dort auftauchen wollen und sie vom Gegenteil überzeugen wollen.
Auch wenn es wohl schlimm wäre, sich entscheiden zu müssen,
falls zwei Menschen zur selben Zeit das selbe Ziel anstreben würden..
Könnte ich, dürfte ich, wäre es auch nur möglich..
Ich würde sofort zusagen.