Du hast kein Recht darauf zu verurteilen, auf welche Weise ich mich gerettet habe, nachdem du alles zerbrochen hast!

14. November 2016

Das Jahr 2016

Es scheint, als würde seit Anfang August überall irgendetwas einstürzen.
Nicht, dass es vorher großartig stabil war - nein.
Aber so langsam brökelt es immer mehr, fällt in sich zusammen und nicht eine einzige Maßnahme hilft dagegen.

Hier auf Blogger, wie auch im privaten Leben hat ab August etwas begonnen, was mit jedem Tag extremer und extremer wird.

Und ich würde euch allen so gerne so viele liebe Worte hinterlassen, soviele Gedanken und soviel Kakao und Decke und Sternenhimmel und Ruhe.

Es gibt Phasen im Leben, da nimmt man bestimmte Vorkommnise und Geschehenisse intensiver wahr. Und wenn man selbst von etwas betroffen ist, scheint die Welt um einen herum plötzlich auch nur noch davon befallen zu sein.

Ich würde so gern etwas tun. Ich hab euch gern. Ihr seid nicht vergessen.

13. November 2016

Ich habe jemanden kennengelernt, der mich vollkommen umgehauen hat.
Seine Anwesenheit war die letzten Tage wirklich eine Art Droge, ich war plötzlich wie ausgetauscht.

Nach (A) habe ich tagelang geblutet. Ich bin tausend Tode gestorben und bin vollkommen stumpf geworden. Ich habe meine Mauer aufgebaut und damit ging es mir gut. Ich hatte kein Interesse daran, auch nur einen Moment lang meine Maske fallen zu lassen.

Als ich ihn kennenlernte, habe ich nach allem, was ich gehört habe, etwas Angst gehabt. Vor ihm, vor dem, was er in mir auslösen könnte und vor mir selbst.

Wir haben uns gerade mal eine Hand voll Male gesehen und ich bin vollkommen...
Verwirrt, durcheinander, anders.

Ich will ihn nicht einengen, ich will nicht in alte Muster verfallen und ich will eigentlich auch gar nicht so verflucht gefühlvoll sein. Aber irgendwie holt er wieder diese Seite aus mir hervor und ich habe ehrlich gesagt nicht die geringste Ahnung, ob ihm das bewusst ist.

Ob ohm bewusst ist, wie sehr ich mir dieses stumpfe, kalte Ich erarbeitet habe und wie extrem distanziert ich eigentlich sein kann. Und ob er damit - ob er mit mir umgehen kann oder sogar will.

Ich will nicht wieder erleben, wie ein geliebter Mensch zu seiner Ex rennt. Ich will nicht wieder ungenügend sein, nur irgendwie da und nicht wichtig. Ich will nicht mehr austauschbar sein und ich will auch nicht mehr im Dunkeln sitzen und auf mich einreden, dass alles okay ist.

Ich will, dass es endlich mal etwas Echtes in meinem Leben gibt. Etwas, das ich mir nicht ausdenke, nicht zusammen spinne. Jemanden wie ihn, jemanden wie (M). Und doch ertappe ich mich immer wieder in dieser Unsicherheit. Und ich weiß nicht, ob ich ihn halten kann. Oder mich.
Noch hab ich die Möglichkeit, zu gehen. Mich abzuwenden, wie sonst auch immer und alles wieder weg zu kippen, zu vergessen. Aber dafür müsste ich mich aktiv entscheiden und dazu fehlt mir der Mut. Oder vielleicht ist es auch einfach die Hoffnung. Aber Hoffnung ist ein Stück Scheiße und ich weiß nicht, wie viele Beweise und Nachweise ich bräuchte und ob ich jemals zufrieden wäre, jemals beruhigt wäre... Soweit beruhigt und sicher, dass es dieses Mal kein schlechter Witz ist, der weitere Jahre andauern wird.

Du fehlst hier, du fehlst mir. Aber ich kann dich nicht bitten, bei mir zu sein. Weil ich dann wieder denke, ich zwinge dich dazu. Und mich dann wieder selbst klein machen würde. Und ich will nicht wieder so klein sein. Ich will nie wieder in die Hölle zurück.
Und es tut mir Leid, dass ich mir auch nur im entferntesten solche Gedanken bei dir erlaube.

Ich bin selbst verantwortlich für all die Zerstörungen der letzten Jahre - denn ich hätte einfach stärker sein sollen und mich abwenden, bevor es zu spät wurde.

Fuck, es tut mir so Leid.