Du hast kein Recht darauf zu verurteilen, auf welche Weise ich mich gerettet habe, nachdem du alles zerbrochen hast!
❤

31. Dezember 2015

Wenn tatsächlich mal alles gut ist..

....kommt die Mutter daher.

Guter Laune, ausgeschlafen und schick gemacht steige ich in den Wagen und fahre ganze anderthalb Stunden früher zu meiner Mutter. Um Halb 3 bin ich eigentlich zum essen eingeladen, auch meine Schwester sollte um diese Zeit dazu kommen, sie hatte bei ihrem Freund übernachtet.

Eingeparkt steige ich aus dem Auto und bekomme beinahe einen Herzinfarkt, weil es knallt und donnert. Man bin ich froh, hier nicht mehr zu wohnen, hier ist immer alles so extrem.

Ich schließe auf und finde meine Mutter in der Küche vor, tanzend.
Erleichtert darüber, dass sie gute Laune haben muss, geselle ich mich in die Küche dazu. Sie wirkt etwas unbeholfen bei allem was sie tut, es kommt mir seltsam vor.

Eine rauchen? Sie steht vor mir und hebt ihre Hand auf. Sie raucht eigentich nicht. Also.. Eigentlich schon, aber es ist schlecht und deswegen.. Andere Geschichte.

Wir also raus auf den Balkon. Ich hatte zuvor online ein Tattoo gesehen, das mich geflasht hat.
Ein blaulila Rabe, hammer gestochen.. Ich also..

Schau mal, ist das nicht mega? Die Farben, schau dir die Farben an!
Sie sieht hin - fuchtelt mit den armen und brüllt..
Dieser Vogel.. Diese Vögel.. Die nehmen einfach deine Seele.. Und hier fliegen die überall, überall und schreien WACHT AUF WACHT AUF, egal ob man frei hat oder Feiertag ist und sie plustern sich so extrem auf, sie sind einfach...

Ich sehe sie an. Sie nimmt ihre Brille vom Kopf, versucht sie wieder aufzusetzen, es klappt nicht. Schmeißt sie auf den Tisch. Sieht mich an, verliert kurz das Gleichgewicht, nimmt wieder die Brille vom Tisch, versucht sie aufzusetzen, es klappt nicht, also schleudert sie diese wieder auf den Tisch.

Ich muss sagen, ich bin schon betrunken.. Ja, ich war einkaufen und dann habe ich mich betrunken.

Dasistnichtwahrdasistnichtwahrdasistnichtwahr

Warum? ist das Einzige, was ich heraus bekomme, ohne auf sie zu stürzen und..

Ja, ich habe so ständig solche Gedanken, die mich zu Tränen bringen und da dachte ich...
Sie schielt auf ihre Zigarette und dann zu mir.
Ich habe im Zimmer deiner Schwester alles nach Zigaretten durchsucht, sie hat einfach keine! Hat sie diese weggeworfen? Ich wollte eine rauchen und ich habe nirgends Zigaretten bei ihr gefunden!

Ich schweige. Ich sehe sie nur an und.. schweige. Schnipse meine Kippe weg, sehe, wie sie unbeholfen ihre vom Balkon wirft. Dann stehe ich auf, gehe zur Tür und öffne sie, sie geht an mir vorbei, knallt gegen die Tür und kann gerade noch so vom Weihnachtsbaum wegsteuern. Sie geht in die Küche und spricht mit sich oder mir.. Ich weiß es nicht. Denn..

WasistdasfüreinAbfuckwilldiemichverarschenwasisthierloswiesobesäuftdiesichichwillhierwegnichtweinennichtweinennicht....

Ich beruhige mich, atme durch und gehe in die Küche, sie macht laut das Radio an und versucht hilflos Sushi zuzubereiten. Welche Seite kommt nochmal nach unten? Ich sehe es mir an, verwirrt darüber, dass diese Frau mittlerweile mehrmals Sushi gemacht hatte und  entscheide, dass die glatte Seite nach oben muss. 
Ich geh kurz auf Toilette sage ich ihr schließlich, als mir bei ihrem Anblick schlecht wird.
Ich schließe mich ein, setze mich auf den Klodeckel und.. beruhige mich. Verstehe die Welt nicht mehr. Durchatmen - durchatmen. Ich spüle, so macht man das doch, um keinen Verdacht zu wecken.. und komme in die Küche zurück.. 
Oooohh man sagt sie und stampft wie ein trotziges Kind mit den Füßen Welche Seite kommt denn nun nach unten?? Die Raue.. sage ich, da klingelt ihr Handy. Meine Mutter hält mir ihr Handy vor die Nase, sie kann nicht lesen, was da steht. Meine Schwester - sie fragt, ob eine Freundin zum essen dazu kommen kann. Ich lese die sms meiner Mutter vor. Klar sagt sie. 

Kurzschlussreaktion? Ich ruf sie an, wollte ihr eh noch etwas sagen.. sage ich zu meiner Mutter.
Als ich die Küche verlasse, um in das Zimmer meiner Schwester zu gehen, kommt das Lied Hello von Adele im Radio und sie dreht noch lauter auf und tanzt durch die Küche.

Im Zimmer angekommen, konnte ich nur noch die Tür schließen, bevor ich zusammen sackte. 
ReichtnnichteinAlkoholikerinderFamilie?Wiesotutsiemirdasan?Hatsiesienichtmehralle?Wasläufthiernurschief?

Ich heule kurz, reiße mich zusammen. Rufe meine Schwester an und fange natürlich wieder an zu heulen.. Erzähle ihr von unserer Mutter, davon, dass ich damit gerade nicht klar komme, davon, dass sie ihr Zimmer erneut durchsucht hat. Beruhige mich währenddessen und vertröste sie und sage, sie muss nicht früher dazu kommen, das wird schon irgendwie laufen....

Danach gehe ich einige Male auf und ab, atme und klopfe gegen mein Gesicht. Gehe dann ins Bad, versucht mit kühlem Wasser das rote, traurige Etwas aus meinen Augen zu bekommen...

Als ich wieder in die Küche komme, setze ich mich auf den Stuhl. Verdammt.. Welche Seite muss denn nun nach unten? 
Das habe ich dir doch vorhin zwei Mal gesagt?
Ja ich weiß, aber ich habs wieder vergessen!

Wie benebelt zeige ich ihr die Seiten noch einmal, setze mich dann wieder. Der Anblick widert mich so sehr an, dass ich stumm eine Zigarette aus meiner Tasche ziehe und leise aus der Küche gehe. 

Ich weiß nicht, wie lange ich auf dem Balkon saß. Ich weiß nur, dass ich blass war irgendwann und traurig und wütend und  zerstreut. Das ich immer wieder tief einatmen musste, um nicht wieder zu weinen. Und als ich später im Wohnzimmer saß, weil ich einfach nicht in die Küche zurück konnte..
Ist mir bewusst geworden, dass nicht nur ein Teil meiner Familie ein eindeutiges Suchtproblem hat. 
Ich bin ein Kind aus einer reinen Suchtfamilie. Mein Erzeuger, mein Onkel, mein "Opa", meine Mutter.

Essen gab es unter fluchen und allem fallen lassen irgendwann um kurz nach 4. Und kurz vor halb 5 habe ich mich verabschiedet und bin gegangen. Es hat sich angefühlt, als wäre ich ausgebrochen.

Ich verstehe es einfach nicht. Überhaupt nicht. Und hätte ich nicht eine kleine Schwester, die noch mindestens verdammte 4 Jahre dort wohnen muss und wäre es für sie nicht eine derbe Belastung, würde ich den Kontakt zu dieser Frau auf immer und ewig abbrechen.

Sounverantwortlichsoegoistischsokindischsozerstörerisch.
Duhättestesbesserwissenmüssen.
DufühlstdichundwirstdichewigschuldigfühlenwegendiesemKerldendudamalsgeheiratethast.AberselbstbistdukeinStückbesser.
Duwiderstmichan.Undfragmichgefälligstnichtobichsauerbin.Dasistnichtmalansatzweisedaswasichdirgegenüberfühle.

Zwischenzeitlich hatte ich (R) geschrieben, einfach, weil ich musste. Seine Antwort auf meine neue Erkenntnis war: Naja, also ich lasse meine Mutter einfach machen. Oder ich setze mich dazu, füll sie ab und bring sie dann ins Bett.

Unsere Generation ist schlimmer als verkorkst...
Frohes fucking neues Jahr. 

29. Dezember 2015

Es tat so gut..

Ich hab das gestern so gebraucht, das kann man kaum in Worte fassen.

Zuerst war ich kurz davor, Blödsinn anzustellen.
Nicht mit mir, sondern so einen Kindergartenmist übers Internet, wie ich es damals immer wieder getan habe. Und ich glaube, irgendetwas wollte mich davon abhalten..

Es ging ewig, bis es klappte eine neue Mail adresse zu erstellen.. Und auch ewig, bis Fb den neuen Acc annehmen wollte.. Und ich war so in rage, in solch einem Tunnelblick gefangen..

Und dann.. ganz plötzlich.. wirkte irgendwas. Wahrscheinlich die Beruhigungsmittel aber am meisten der Verstand, der sich plötzlich meldete.. Ich trank mein zweites Bier aus, setzte mich auf und..

Ich heulte. Alles raus, laut und jämmerlich und.. Es fiel alles ab.
Und dann löschte ich all diesen Mist und.. Es war okay.

Das gestern war vollkommen okay. Ich hatte mich wieder im Griff.

Und heute morgen, genau jetzt geht es mir gut. Ja wirklich, es geht mir gut.

All die Tatsachen, die gestern einschlugen, wie Bomben auf meinen Schädel - sie sind okay.

Ich hab den Absturz, den kleinen, den feinen.. So gebraucht.

Das neue Jahr kann kommen, denke ich. Schritt für Schritt löse ich mich von allem.

Und das geht bei mir eben nur in Extremen, aber das ist okay.

Ich bin stärker geworden, sonst wäre es gestern anders gelaufen. 


28. Dezember 2015

Naaaa, wo warst du so lange? Willkommen, willkommen!

Habe in diesem Post wenig Niveau bewahrt - aber irgendwann ist halt auch gut, was? Entschuldigt bitte..
 

Verehrte Damen und Herren,

darf ich vorstellen..

MEIN ABFUCK!

Ich kündigte ihn ja bereits an, zum Glück habe ich mich noch an Weihnachten zusammen reißen können zwecks Arbeit und so.. Aber hey! Vor einer Stunde ging es los und es hält an und ich weiß nicht, ob ich es gut oder schlecht finde.

Ich trinke Bier, ich tanze durch die Wohnung, ich werfe mit Schimpfworten um mich und steche mit einer stumpfen Schere auf einen gewissen Karton mit einer gewissen Bedeutung ein.
Aber solangs nur Gegenstände sind..

Es ist wie eine.. Erleichterung.. Und gleichzeitig.. So labil und offen und.. darf bloß keiner sehen.

Wie ich hier sitze, mich entscheide nach nem guten Jahr wieder meinen Acc auf Fb zu aktivieren - einfach so.. Und dann.. stoße.. auf.. Na? GENAU.. Mister RIGHT!

Ich würde so gerne behaupten, ich wäre betrunken oder in Trance oder.. betäubt anderweitig.
Aber selbst wenn.. muhaha, wäre das etwa eine Argumentation?

Bullshit, was ich hier laber.

Aber er hat mir persönlich ja nichts getan, da darf ich doch mit ihm reden! - wer erinnert sich?

Ich lache lauthals auf und Tränen strömen über mein Gesicht, dann nehme ich einen Schluck aus der Flasche und stelle gut gelaunt meine Wohnung auf den Kopf.

Du kleine verdammte Hure.. Reden nennst du das, ja? Er hat dir nichts getan, da kann man ja reden.. Er hatte nen J, da ist es doch klar, dass man mit raucht, was? Und wenn man Hunger hat, lutscht man Schwänze, denn man muss den Mund ja irgendwie voll kriegen, was? Du dreckiges Miststück. Du, ausgerechnet. Ich bin sowas von fertig mit dir.

Anders Artig, ja? Eher Ab Artig, findest du nicht? Netter Name, kleiner Wichser. Verzeih, ich habe keinen Anstand mehr übrig für dich. 

Für euch alle, die da mit mischen.

Fickt euch.

Fickt euch.

 Es geht mir gut.

Es geht mit gut.

Es geht mir so verdammt gut. 

1. Dezember 2015

Ich weiß, ihr macht euch nur Gedanken und meint es gut..

... aber ich muss etwas klar stellen.
Ich beantworte Kommentare deswegen länger nicht, weil ich kaum Zeit habe und wenn ich welche habe, schaffe ich meist nur 1-2 nacheinander, weil ich müde bin oder einfach meine freie Zeit genieße.

Außerdem: Es geht mir gut. Ja, ich mag mein Leben genau so, wie es ist. Nein, mir fehlt momentan nichts, weshalb ich sagen könnte, mein Leben ist nicht "vollkommen".
Ich glaube, das kommt irgendwie in letzter Zeit falsch rüber..
Klar freue ich mich über Aufmunterungen und Ideen und Ratschläge, WENN es mir schlecht geht. Aber ihr müsst mir glauben, ich sitze teilweise ziemlich verwirrt vor langen, langen Kommentaren, in denen man mir sowas sagt wie "Ich hoffe, es geht dir bald besser", oder "irgendwann wirst du sehen, dass das Leben schön ist..".. Seltsamerweise auch so Dinge, wie "Könnte es sein, dass es dir so und so geht, weil dir das und das fehlt.." ..

Und ich denke mir nur so.. Hä? 
Ich lese euch gerne, ich antworte euch gerne, ich bin gerührt und berührt von euren Worten, in guten und in schlechten Zeiten.. Aber ehrlich, das Einzige, was momentan meine Sorge ist, ist mein Auto, welches ich sicher durch den Winter bringen muss, bis ich mir ein neues leisten kann! 

Seid also bitte nicht verwirrt, wenn ich nicht ganz darauf eingehe, wenn ihr mir geschrieben habt, weshalb ich evtl gerade die Lebenslust verloren haben könnte etc... Ich mein das auch nicht böse! Ich wollte das nur allgemein festhalten. :)

20. November 2015

Ich könnte..

...schön davon erzählen, wie gut alles läuft.
Arbeit - Selbstversorgung - tatsächlich gabs auch mal wieder einen langen, langen Abend, den ich zum freundschaftlichen Absturz nutzen konnte und es war wundervoll.

ABER..

Es ist wieder da. Es kommt phasenweise und ich weiß nicht, was es ist.
Ich gehe nicht zum Arzt und ich möchte keinen Stempel.

Ich möchte nur schlafen, die Pillen aus dem Schrank ganz hinten ausgraben und einwerfen und einfach mal ne Woche Auszeit haben. Nicht, weil mir die Außenwelt nicht passt - momentan will ich mich nicht beklagen.

Es ist mein Kopf, es sind die Bilder, es sind die eingebildeten Berührungen, die Gedanken, diese Stimme, die nur Mist erzählt und auch wenn ich bisher fest dagegen stehen konnte, bin ich doch so unendlich froh, wenn ich morgen wieder arbeiten gehe und Sonntag ebenfalls den kompletten Tag in der Einrichtung bin. Und im Dezember dann, wenn ich länger als zwei Tage ab Stück frei hab, erlaube ich es mir, alles raus zu lassen. Aber erst dann, erst dann, erst dann..

Die Kommentare häufen sich mittlerweile - über 20 und... Ich lese sie, ich freue mich, ich bin nur einfach.. auf einem anderen Level gerade. Ich funktioniere von Uhrzeit bis Uhrzeit, versuche die Augen und Gedanken nicht von der Straße abzuwenden, wenn ich nachts auf dem Weg nach Hause bin... aber DANN zählt nur noch die Zigarette, das berieseln des TV und mein Bett.

Es mag klingen, als würde mich irgendetwas überfordern. Aber dem ist tatsächlich nicht so.
Die Arbeit ist wunderbar, auch die Nachtdienste.. Und die Zeiten und die Aufgaben und alles..

Nur mein Hirn zeigt mir wieder mal -  
Du bist nicht "normal", Liebes. Du weißt, dass mit dir etwas nicht stimmt. Und ja, alles läuft gut. Deswegen bin ich wieder da - die Stimme der kranken Vernunft - und erinnere dich daran, dass es niemals genug sein wird, solange die Psyche einen erheblichen Knacks hat!

Jo, man kommt schon noch irgendwie durchs Leben, mh? Und tatsächlich ist bald 2016.. Ungewohnt.

5. November 2015

Ist das sone Phase oder was geht wieder ab?

Hast du heute Zeit?

-Nein.

Und du, hast du heute Zeit?

-Nein.

Was ist mit morgen?

-Nein, da besuche ich meine Oma.

Und du? Nächstes Wochenende?

-Nein, da besuche ich meine Oma..

Kannst du heute für ein paar Stunden?

-Ne, bin mit einer Freundin verabredet!

Und wie siehts mit morgen aus?

- Da bin ich auch schon mit einer Freundin verabredet..

Und was ist mir dir, kannst du die Woche mal?

-Nein, die Woche ist schon alles zugeplant. Nächste Woche?

Wann?

-Ich schreib nochmal..

Hast du die Tage Zeit, ich hab endlich mal wieder frei!

-Ne, ich fahr nach Berlin..

Wie siehts denn im Januar bei dir aus, kannst du da Urlaub nehmen?

-Nein, da zieh ich um.


Man darf mir ruhig auch ins Gesicht sagen, dass plötzlich alles und jeder nichts mehr mit mir zutun haben will. Ich erspare mir und euch die Anzahl der gefragten Menschen mal dezent...

Hahaha.
Haha.
Ha.
....

4. November 2015

Der Vergangenheit absichtlich die Türe öffnen - was genau habe ich eigentlich vor?

Entweder mein inneres Ich will mir wieder etwas antun oder es ist ganz einfach dumm.

Ich habe (M) angeschrieben und letztendlich hat sich bis jetzt noch nichts ergeben und angesichts aller Tatsachen, die letztes Jahr geschehen sind.. Weiß ich nicht, was ich eigentlich erwarte.
Schmerz? Eine Erleuchtung? Oder bin ich einfach nur verzweifelt und will mir selbst ins Gesicht schlagen?
Sicher ist, dass sie sehr auf Abstand geht, was auch okay ist.
Aber den kompletten Schuh zieh ich mir wegen dem Vorfall nicht an.

Ich war angepisst, habe mich im Stich gelassen gefühlt. Wollte es irgendwie klären und habe dann dafür bezahlt, indem ich in der Bahn Menschen beleidigt, Panikattacken und Heulkrämpfe unterdrückt habe und zu Hause in eine Art Trance verfallen bin.

Habe versucht vorher ein Gespräch zu führen, habe aber keine Antwort mehr bekommen.
Die Zeit hatte sie sich nicht genommen, meinen Rock anstandslos bei sich behalten und mir an den Kopf geknallt, ich wäre wie (T). Witzig, mich mit einer echten Bitch zu vergleichen, wie sie im Buche steht.

Vielleicht ist mein Leben momentan zu langweilig.. Oder einfach nicht kaputt genug, haha.

Das mit (T) hat sich auch mehr oder weniger geklärt. Er weiß nun, dass ich auf Nichts hinaus bin, auch nicht mit ihm. Ich kann nicht mehr tun, als meinen Standpunkt festhalten. Bin mir zwar nicht sicher, in wie weit es ankam und wie er sich verhält, wenn wir uns irgendwann wiedersehen..
Aber das ist meinem Kopf gerade sowieso zuviel.
Soll er doch - ich habs endlich ausgesprochen. Und mehr geht ihn in die Richtung auch nicht an.

Ach (M), ich weiß nicht, wieso ich dir schrieb. Zeitverschwendung? Es wird eh nicht mehr so, wie es war.. Das ist okay. Nichts neues. Aber tu doch nicht so, als müsste ich mich vor dir niederknien und um Verzeihung bitten... Das ist dann doch irgendwie.. lächerlich.

1. November 2015

Wie oft
wird man zerstört
Innerlich und Äußerlich
Im Leben
Das keines ist..

Wie viel
kann man einstecken
bevor man sich
auflöst
im Nichts..

Wie sehr
muss man selbst leiden
um anderen
das Gleiche anzutun..

Wie lange
bleibt das Grau
wenn die Farben 
wieder existieren..

Und wer bestätigt mir
die Farben seien kein Betrug..

Wie kann man so feige sein - so dumm - so armselig..

Ich wusste es.. Ich wusste es.

Und trotzdem.. Habe ich dem Treffen zugestimmt, es zugelassen.
Drei Tage vorher habe ich mich darauf gefreut.
Zwei Tage vorher wollte ich nicht mehr.
Einen Tag vorher habe ich mich wieder gefreut.
Am selben Tag hatte ich morgens noch überlegt, abzusagen.
Mittags wieder gefreut.. Und abends habe ich mir gedacht, dass ich das Alles nicht will.

Und dann war er hier und ich war.. froh? Und dann war ich.. angespannt..
Und danach wieder alles gut.
Und jetzt gerade.. Habe ich davon geredet, ich wäre zu müde.
Zu müde dafür, dass er hier übernachtet.
Obwohl ich eigentlich selbst davon ausging, habe ich ihn nach Hause geschickt.
Dabei könnte ich noch locker.. einige Stunden wach bleiben.

Er ist eine Mischung aus (A), wie er damals war.. Und (R), wie er es heute ist..
Und teilweise vielleicht sogar wie Er , aber dafür kann er nichts.
Dafür kann niemand etwas, außer mir und meinem Verstand.

Es tat mir Leid, weil ich sehr wohl gemerkt habe, dass er mich küssen wollte.
Zum Abschied, einfach, weil man das ja so macht..
Oder in meinem Fall eben nicht.

Ich wollte es versuchen, ich wollte wirklich, bis ich mitten drin steckte und merkte, dass ich das nur versuchen wollte, weil ich der Meinung war, dass ich das MUSS.

Ich habe mir.. mit dem sauber machen der Wohnung und dem überlegen um mein Wohlbefinden bezüglich Klamotten usw soviele verdammte Gedanken gemacht, obwohl das gar keinen Sinn ergibt.

Ich WILL mich ja wieder hübsch machen, mich freuen, lange wach bleiben, um bloß keine Sekunde mit einem Menschen zu verpassen - wie früher.
Aber shit, es geht einfach nicht.
Nicht bei ihm und auch sonst nicht.. Nicht ohne all diese Gedanken.
Ich glaube, ich muss ihm morgen über Whatsapp zumindest schon mal ehrlich schreiben, was geht und was nicht. Und verlangen darf ich von ihm schon mal gar nichts, wer bin ich denn..

Ich fühl mich so widerlich, wenn ich daran denke, wie ich da sitze, neben ihm..
Und bemerke.. STOPP, nein. Ist nicht. Ist einfach nicht.

Das habe ich seit der Trennung von ihm eigentlich jedes Mal.
All die Jahre.. all diese 5 verdammte Jahre.. Egal, ob diese Personen ihm ähnlich sahen..
Oder eben nicht. Mittendrin legt sich einfach ein Schalter um.
Mir ist kalt. Mir ist innerlich so bitter kalt. Und schlecht ist mir.
Ich wunder mich nun wirklich über gar nichts mehr..
Ich bin so falsch.
Ich muss das aufklären.

Wenn er es als eine Art Distanz sieht, dass ich weder auf das eine noch das andere eingehe, aber mich nicht darauf anspricht.. Dann will er es evtl nicht wahr haben.
Aber ich muss es wahr haben.
Und den Mund aufmachen.

Oder mich verkriechen.. morgen den ganzen Tag.. Und Handy aus.
Feige, falsch.. Armselig.

Es ist immer wieder so, als würde ich mir selbst in die Fresse schlagen, jedes Mal aufs Neue..
Ich merke es doch, ich weiß es vorher..
WAS ALSO IN GOTTES NAMEN KAPIERE ICH LETZTENDLICH DARAN NICHT?!

Ich habe im Moment keine Zeit und keinen Raum und keinen Kopf für irgendetwas anderes, außer meine Arbeit und mein Leben und das ist auch okay, ich beschwere mich nicht.
Ich sollte die armen Menschen in Ruhe lassen..

Irgendwann 2010 oder 2011 habe ich einen Post darüber verfasst, dass ich ein emotionaler Blutsauger bin. Dieses Verhalten kehrt zurück - dabei will ich das nicht.

Es ist zum kotzen, ich bin zum kotzen..
Ich bin nicht fair, ohne wirklich etwas zu tun bzw nicht zu tun und es passt mir nicht.
Das heute, das war nicht ich.
Ich weiß nicht, was da los war.

Und selbst jetzt denke ich mir, neben ihm liegen wäre schön, wäre nicht so einsam.
Aber fuck - dann muss ich zuhören, antworten, lachen, mich bewegen oder eben nicht und morgen früh weiß ich jetzt schon - hätte ich da keinen Bock mehr drauf. Und dann? Lächeln und hoffen, dass er sich so schnell wie möglich verpisst?
Lieber schläft er heute zu Hause und.. erspart sich selbst meine Wenigkeit..

Ich seh schon, ich werd wieder kaum schlafen können..
(T) es tut mir wirklich abartig Leid und ich wünschte wirklich, ich wäre nicht zur Hausparty gekommen.. Dir wäre einiges erspart geblieben. Es tut mir so verdammt Leid..
Aber bevor es noch schlimmer kommt, werde ich etwas unternehmen.
Liebe bemerke ich irgendwann einen Fehler und leide selbst, als das ich merke, was geschieht und mit Gefühlen spiele - so bin ich nicht.


27. Oktober 2015

Schicksal, Zufall, magische Kräfte..?

Ich sitze auf dem Balkon und denke nach.
Draußen ist es verdammt neblig.. Und genau so fühle ich mich ebenfalls.
Es war nicht unbedingt okay, aber es war jetzt auch nicht verwerflich..
Ich denke an (T), aber nicht an ihn direkt sondern an seine Art.
Und an die Ruhe neben ihm.
Ohne etwas von im perönlich zu wollen, aber ich habe das Bedürfnis, alle Nähe aus ihm auszusaugen.. Traurig ist das..

Und ich dachte daran, dass es blöd ist. Ziemlich blöd.
Als ich rein ging, bekam ich eine Nachricht von ihm.
Hab mich sehr erschrocken, denn das kam unmittelbar, nachdem ich zu Ende gedacht hatte.
Ich schrieb ihm, dass es gruselig ist, weil ich gerade an ihn dachte.

Und dann dachte ich im nächsten Moment an (R) und daran, dass ich am liebsten mit ihm ein Bier trinken würde, die Onkelz hören und einfach reden über Belangloses..

Und auf einmal meldet sich dieser (R) in genau diesem Augenblick.

Ich bin wie eine Wahnsinnige aufgesprungen, bin durch die Bude gerannt wie eine Irre und hab außer Fuck und Shit und Was ist das? Was passiert hier? nichts rausgekriegt.
Muss komisch ausgesehen haben..

Selbst mein Kater ist dadurch aufgedreht..

Was für ein Abend..

25. Oktober 2015

Von der Angst, sich selbst zu zerstören.. Bevor es die anderen tun.

Drei Sachen. Gedanken schweifen aus, als ich in der Bahn sitze.
Es ist nicht schön, sich die Wahrheit eingestehen zu müssen.

Er

Er will mich nicht mehr. Und ich will ihn nicht mehr. Und das soll auch so sein.
Was mir bei all dem Angst macht: Vielleicht bin ich tatsächlich an mehr Schuld, als ich je zugeben wollte. Was, wenn.. Ich wirklich zuviel wollte, zuviel verlangt habe. Zuviel selbstverständlich war.
Was, wenn nicht nur er mich, sondern auch ich ihn zerstört habe..
Vielleicht war ich einfach zuviel.
Es war immer klar, dass er der Dreckskerl war, der mich mit einem Trauma hat liegen lassen.
Dass er derjenige war, der mir mein Leben genommen hat, immer wieder aufs Neue.
Die Tatsache, dass ich möglicherweise einfach nicht.. Nicht zu ertragen bin, kam mir zwar in den Sinn, aber es war immer einfacher zu sehen, was er mir angetan hat.
Aber was, wenn ich ihm auch.. Etwas angetan habe. Was, wenn ich mit meinem sein einfach.. Menschen und vor allem ihn dazu getrieben habe, so zu mir zu sein, weil man mit mir anders einfach nicht kann? Ich rede nicht davon, dass ich es verdient habe.. Sondern davon, dass man wegen mir selbst gar nicht anders zu mir sein kann..

T  und die Liebe

Zum ersten Mal sah ich dich so (T). Vorher war mir nie aufgefallen, wie du eigentlich bist.
Klar, wir haben gestern zum ersten Mal eine Unterhaltung nach der anderen geführt.
Und ja, du hast mich fasziniert. Aber wieso - das weiß ich nicht. Ich habe irgendwann immer mehr und mehr in deiner Nähe sein wollen, einfach so. Und ich habe die Unterhaltung in deinem Zimmer extra ausgezögert, ich war wirklich interessiert an dem, was du mir über deine Sammlungen erzählt hast. Und ich wollte dich beeindrucken - wie traurig.. Irgendwie.
Als wir den Film angefangen haben und ich neben dir in deinem Bett gelegen habe und du anfingst, mich zu kitzeln.. War klar, dass hier irgendetwas passiert. Schon vorher - als dein Nachbar gegen 2 Uhr morgens auftauchte und sich mit dir unterhielt und ich daneben stand.. Musste ich mir erschrocken eingestehen, dass ich dich für mich allein haben wollte.
Wie lächerlich - ich wusste.. nein ich weiß nichts über dich. Vom kennen ganz zu schweigen..
Und doch.. wollte ich, dass er geht. Wollte bei dir sein, dir zuhören, einfach.. da sein.
Solche Momente gab es viele, in diesen wenigen Nacht- und Morgenstunden.
Und während wir so rumgeblödelt haben, habe ich immer wieder krankhaft inne gehalten.  
Was tue ich hier? Er will etwas von dir.. In wie weit ist das Ernst?
Ich habe dir Fragen gestellt, die wahrscheinlich.. dämlich waren.
Aber von mir ist nicht viel zu erwarten, wenn ich.. Mich hingezogen fühle.
Nicht viel, außer Angst.
Zwischen uns wird nichts laufen. Aus uns wird nichts. Weil es nicht passt, und doch..
Denke ich seit dem ich ins Auto gestiegen habe daran, wie du mich am Rücken streichelst und ich mir tausend Sachen vorstelle.. Aber nichts tue. Nur da liege und hoffe - flehe, dass es nie zu Ende geht.
Wie armselig kam ich mir vor, als ich.. nicht einschlafen konnte, nicht wollte.. Dabei war bereits 6 Uhr morgens und bald musste ich wieder los. Und als ich (P)s Schritte auf dem Flur hörte und davon wach wurde.. Wusste ich, es ist vorbei. Noch die eine Zigarette draußen auf der Terrasse, im grauen, trüben Licht.. Das Feuerzeug, das ich dir gab und es wieder aus deiner Hand nahm und es nicht verhindern konnte, an deinen Fingern entlang zu streichen - unauffällig. (P) hat wahrscheinlich nichts geahnt und ich weiß nicht, ob er irgendetwas davon mitbekommt.. Solange ich nicht angesprochen werde, ist es okay. Und dieser Moment, in dem (P) meinte, ob wir los sollen.. Und ich mich zwang schnell darauf mit einem Ja, wenn du bereit bist..? zu antworten, obwohl ich schreien wollte..
Hinaus in die Welt, so laut ich kann, dass es zu schnell geht.. Das ich zurück in dieses Zimmer will, zurück in deine Arme und einfach nur da liegen, aufgefangen werden.. Dieser Moment tat weh.
Dich zum Abschied zu umarmen, dich anzusehen und zu wissen - zu fühlen, dass wir es so simpel wie möglich gestalten, damit es nicht seltsam wirkt.. Und dann die Treppe herunter zu steigen, mich unauffällig umdrehen, während ich die Tür hinter mir schließe und einen Blick nach oben werfe, nur in der Hoffnung, einen Blick von dir aufzufangen, dich noch einmal anzusehen und alles in diesen Moment zu legen, was möglich ist..
Es ist vielleicht dramatisch, aber so sieht es in mir aus. Und auch wenn ich weder von Liebe noch von Beziehungsgedanken reden kann, kein sexuelles Interesse von meiner Seite besteht und auch sonst.. Ich mir absolut nichts in diese Richtung vorstellen kann..
Habe ich mich trotzdem irgendwie geborgen gefühlt. Was würde ich dafür tun, heute abend einfach neben dir zu liegen, nicht zu sprechen, an nichts zu denken.. Egal, ob du davon ausgingst, dass wir miteinander schlafen oder sonst was passiert..
Ich bin einfach abgrundtief gestört. Empfinde und kann nicht zuordnen. Und wenn doch, dann total unverständlich. Schreibe beinahe eine Liebeserklärung, obwohl es damit nichts zutun hat..
Und muss mir nun zum ersten Mal wirklich eingestehen..

Ich
...
bin
...
einsam.

Und das will ich nicht sehen und ich will es da nicht stehen haben, aber ich werde jetzt nichts löschen. Es bleibt, weil es so ist. Weil ich nicht mehr brauche, als eine Person, die da ist. Nichts verlangt, sich zu nichts verpflichtet und sich nicht in mich verliebt, während ich ekelhaft kalt zu ihr bin, weil ich es anders nicht mehr kann.
Ich könnte heulen bei der Erkenntnis, dass ich allein in der Küche sitze, während meine Lichterkette an der Wand warmes, dumpfes Licht in den Raum strahlt.. Und ich diesen Text hier tippe in dem Wissen, dass sich dadurch auch nichts ändert..

Freunde

Es kann nicht sein, dass alle gegen mich sind. Das ist unmöglich. So ist es einfach!
Und deshalb.. Mache ich etwas falsch. Ich bin eventuell schwer auszuhalten oder.. schwer gern zu haben. Oder..
Was mein genaues Problem ist, weiß ich nicht. Aber Fakt ist, dass sich letztendlich jedes auf irgendeine Weise abwendet. Auch wenn es nur darum geht, sich ein halbes Jahr und länger nicht zu melden. Ich war so oft traurig, dass man nicht an mich dachte, als man eine Gruppe organisierte. Oder dort feiern war oder dort gammeln war oder oder.. Und wenn ich mitgenommen wurde, dann eher aus dem Affekt heraus. Mich anschreiben und etwas ausmachen ist Fehlanzeige.
Ich habe immer deprimiert da gesessen und mich gefragt, was das für "Freunde" sind. Und dann habe ich mir immer wieder gedacht - egal. Ich nehme das zu persönlich, wahrscheinlich haben sie es nur vergessen. Oder es ging nicht. Und außerdem muss ich nicht überall dabei sein.
Aber irgendwann war ich nirgends mehr dabei. Und selbst das gestern.. Und heute.. Selbst (P) war es wohl zuviel mit mir. Obwohl ich eigentlich.. nichts getan habe. Aber ich bin nicht cool wie (F) oder einfallsreich wie (L) oderoder.. keine Freundin, die man ewig kennt.. Keine, mit der man groß was anfangen kann. Eher.. als Mitbringsel.. Oder.. Ersatz.
Wir sehen uns.. Freitag dann oder? - Ja.. äh.. wir schreiben nochmal.
Freitag stand eigentlich fest, seit nun fast einer Woche.. Aber zwei Tage hintereinander etwas mit mir zutun zu haben scheinen selbst ihn zu überfordern.

Aber wisst ihr.. Ich würde es mit mir auch nicht lange aushalten. Nicht, seit ich (A) damals in die Arme gefallen bin und liegen blieb und das aus mir wurde, was ich heute bin..

20. Oktober 2015

You said I'm kind of difficult..

Aus dem Nichts blitzen Bilder auf.

Das Bett. 

Ich lege meine Hände schützend über mein Gesicht.

Das Gesicht.

Tränen fließen.

Mein Hals. Seine Hand. Mein Hals. Seine Hand. Mein Hals. Seine Hand.

Ich setze mich auf. Sehe mich um. Sehe an mir herunter. Mein Blick wandert zu meinem Bett.
Gefühl. Ekelhaftes Gefühl. Mir wird schlecht. SO verdammt schlecht.

Ich liege da und er über mir.. Oder neben mir? Oder sogar in.. Fuck.

Seit über einem Jahr bin ich ihn los und trotz allem ist er immer noch da.
Immer noch irgendwo hier.

Ja ich weiß, dass nichts für immer ist.
Das alles irgendwann einmal zu Ende geht.
Und das ist meistens auch gut so..
Aber bitte verurteilt mich nicht, wenn es bei mir nicht nach Plan läuft.
Es ist nicht so, als würde ich es das alles wollen.
Ich kriege es nur ganz einfach nicht.. los.

5. Oktober 2015

Tiefgründige Alltagsvorgehen und seine Auswirkungen..

Nachdem ich mich vorhin einige Male umentschieden habe,
ob und wenn, was ich essen soll..

Stellte ich fest, dass das Katzenklo mal wieder gesäubert werden müsste..
Also ran und Schaufel in die Hand.. Und beim durchrieseln des Streus kam mir ein Gedanke..

Ich habe mich urplötzlich in einer Erwachsenenwelt wiedergefunden.
Ich bin einfach so reingerutscht, ohne es konkret an einem Punkt fest machen zu können.
Ich habe in dieser Erwachsenenwelt einfache Erwachsenenprobleme, fühle mich deswegen blöd und mache mir Sorgen und Gedanken um Dinge, um die ich mir als Kind zwar teils auch Sorgen machte.. Aber eben in der Kinderwelt.

Ich bin zu schnell "Erwachsen geworden", was vielen Kindern so geht und ging, wenn man sich die Familien ansieht.

Aber das.. DAS ist eine ganz andere Welt. Und irgendwie würde ich am liebsten unter meiner Decke verschwinden und warten, bis es vorbei ist..


Außerdem war heute eh doof.
Ich meine.. Wer zum Teufel stellt sich an einem Montag den Wecker um 6:00, um pünktlich bei der Werkstatt zu sein, geht danach einkaufen und hat alles vor 11 Uhr erledigt?
AN EINEM FREIEN TAG VERDAMMT! Kein normaler Montag - nein.. Mein freier Tag.
Der schon wieder rum ist..

Ich habe bald wieder drei Tage am Stück frei, dann setze ich mich hoffentlich an die Kommis.

Ach, was ist das bloß alles hier..
mhh..

20. September 2015

Ich will euch antworten, wirklich - unbedingt! Es ist wohl sowas wie eine.. Phase? Die nun seit Ende Juli anhält.. Ich schaffe es einfach nicht. Noch nicht. Momentan muss ich sehen, was die Situation von gestern mit mir machen wird. Aber ich bin optimistisch..

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Ich hab schon seit einiger Zeit an einigen Wochenenden hintereinander deinen Ex gesehen..

Ich werde auf einmal so müde..

Also (A)..

Was ist das? Mir wird warm.. mir wird kalt.. nichts anmerken lassen.

Und naja, er war eben im Club xXx und in der Bar xXx.
Stand da einfach mit (D) und hat einen geraucht. Und naja, dann stand ich eben auch dabei.

Wo sind die Menschen hin? Soll ich heim? Ich muss hier raus. ICH MUSS HIER RAUS.

Ich meine, er hat mir persönlich ja nichts getan.. Also.. da darf ich doch mit ihm reden..?

Sieh nach unten, ist der Boden etwa verschwunden? Moment.. atme.. atme.. Verschwinde hier. Das darf keiner sehen!

Ich muss mal kurz.. Ich muss mal kurz an die frische Luft..


Draußen angekommen schwanke ich auf die Bank, die hintere, je weiter weg, desto besser.
Ich setze mich, ziehe mir meinen Cardigan drüber und..
Und nichts.
Außer Tränen. Tränen, die hochsteigen. Tränen, die ich herunterschlucke.
Tränen, denen ich verbiete, sich zu zeigen.
Dann die Atmung. Kontrolle. Kontrolle. Kontrolle.
Atmenatmenatmenatmen..

Ich zünde mir eine Zigarette an. Und dann.. starre ich nur noch vor mich hin.
Da darf ich doch mit ihm reden.
Es lag so viel Rechtfertigung in ihrem Ton.
Und soviel Schmerz in meiner Brust.

Erst war da (J), die sich ihm, als wir frisch zusammen waren an den Hals geworfen hatte, in dem Moment, in dem ich mich zu jemand anders umdrehte. Danach kam (V), vor der er den Kommentar hat fallen lassen "Wenn du mich allein mit ihr lässt, bist du selbst Schuld.." ..
Und dann war da die Kontaktaufnahme und vor allem nicht mal ein Ansatz von Ablehnung von (T), die plötzlich auf Fb dicke war mit ihm, obwohl sie wusste um meine Qualen mit ihm, wusste, dass wir frisch getrennt waren.
Und nun ist da (S), welche für Gras alles tun würde.

Nein, Frauenfreundschaften liegen mir garantiert nicht. Beziehungen liegen mir ebenfalls nicht.
Mir steht das alles einfach bis zum Hals.

Als wir das letzte Mal frisch zusammen kamen, trafen wir uns mit (S).. Und sie hat mich angeschrien, mitten in der Stadt vor all den Leuten, vor ihm.
Wie ich nur so blöd sein kann, wieso ich mich auf ihn einlasse, ob ich vergessen habe, was war..
Und jetzt.. Darf sie ja mit ihm reden, denn da war persönlich nichts?
Es ist ja nicht so, als würde es mich jucken, mit wem er wo ist und was er tut.
Und es ist auch nicht so, als würde ich ihr verbieten wollen, dabei zu stehen.
Zumal ich weiß, wie weit sie für Gras gehen würde.
Aber das sie damit auch gegen mich geht?

Vor den Ferien hatte er die Info bekommen, ich würde nach Frankfurt ziehen und einen Nachmieter suchen. So draist, wie nur er sein kann, wollte er meine Wohnung. Er sagte mir nicht, wer ihm das erzählt hat. Aber letztendlich passt nun alles zusammen.
Sie interessierte sich nie für das, was ich je sagte zu ihr. Und sie mischt sich gerne ein.
Und hops, ein paar Dinge vertauscht und ihn vollgelabert..

Ich bin nicht mal überrascht.
Aber.. durcheinander?

Ich weiß, wieso ich mich damals für dieses bestimmte Tattoo entschieden habe.
Damit ich mich selbst daran erinnere, wie falsch Menschen um mich herum waren und es heute noch sein können. Ich bereue es kein bisschen, immer mehr bestätigt es mich.

Ich bin schnell aus der Situation geflüchtet, weil ich nicht sofort auf Angriff gehen wollte.
Ich wollte erst nachdenken und nicht im Affekt handeln.

Aber es steht fest - ein Mensch mehr, dem ich nun aus dem Weg gehen werde, sollte ich sie irgendwann einmal wieder sehen..
Ich hab es so satt.

Und die Schlussfolgerung, dass er scheinbar tatsächlich hier runter nach xXx gezogen ist..
Hilft mir bei meiner Paranoia nun wirklich nicht weiter..         

16. September 2015

Organspendeausweis

Habe vorhin meinen Briefkasten geleert, da sprang mir ein AOK Heftchen entgegen.
In meiner Wohnung beim genauen Hinsehen..
Ein Organspendeausweis.

Ich habe mir alle 4 Seiten zu diesem Thema durchgelesen.
Aus irgendeinem Grund hat mich das etwas melancholisch gemacht.
Zumal darauf bestanden wird, dass dieser Ausweis immer mit geführt werden soll.
"..am besten gleich in den Geldbeutel.."
Als würde mein Leben bereits heute.. enden?

Ich weiß nicht.

Habt ihr sowas? Und wenn ja - habt ihr zugestimmt? Organe und Gewebe?

Ich habe einen Kumpel gefragt.
"Ich möchte im Ganzen im Boden verrotten", war seine Antwort.
Aber hat das überhaupt noch eine Bedeutung,
ob man unter der Erde mit oder ohne Niere, Leber, Lunge.. liegt?

Außerdem dachte ich sowieso an verbrennen.. Asche und so.
Da macht das doch.. sowieso keinen Unterschied?

Allerdings hätte ich Bedenken dabei, mein Herz herzugeben (was für eine Ironie)..

Habt ihr euch auch schon Gedanken gemacht? Oder euch sogar schon entschieden?

15. September 2015

Schlimmer geht immer - aber deswegen die Kleinigkeiten nicht ernst nehmen?...

Ich würde so gerne schreiben - so gerne Worte finden.

Es ist einiges geschehen, was ich im Normalfall festhalten wollen würde.
Das Problem ist, dass ich dazu keine Zeit finde.
Heute und morgen habe ich frei, man könnte meinen, die Zeit würde ausreichen,
um niederzuschreiben, was so alles gewesen ist.

Gestern bin ich in der Einrichtung, in der ich ja nun angefangen habe, 
in eine Situation mit einem 13. jährigen Mädchen geraten,
die ich mir eigentlich vor meinen zwei freien Tagen hätte sparen können.

Ich kann auch nicht näher darauf eingehen, weil ich es anscheinend immer noch nicht ganz annehmen kann. Unter anderem, weil ich mich frage, wie es so weit kommen konnte und ob ich eventuell irgendetwas im richtigen Moment hätte anders machen können.

Ich gebe mir selbst keine Schuld, ich mache mir auch keine Sorgen und erst recht bin ich absolut in keinster Weise der Meinung, dass es gerechtfertigt war, was sie gestern abgezogen hat.
Und ich bin froh, dass ich ruhig bleiben konnte, mich abgrenzen und vor allem auf keine Provokation bewusst eingegangen bin.

Trotzdem geht es mir damit nicht so besonders. 
Ich verbiete meinem Gehirn seit gestern Abend, - seit ich endlich um 21:36 Uhr zu Hause ankam-
darüber nachzudenken. Lenke mich ab und mache mir bewusst, dass ich jetzt frei habe und abschalten muss. 
Und mal abgesehen davon, dass mir sicherlich in nächster Zeit noch "schlimmeres", "anstrengenderes" bevorsteht, war es trotzdem ein Schlag ins Gesicht.

Mir kam eine Idee heute morgen und ich werde versuchen,
dies am Donnerstag, wenn ich wieder im Dienst bin, anzusprechen. Wenn ich es mir denn merken kann. Aufschreiben will ich es mir nicht, da sträubt sich seltsamer Weise alles..

Um auf den Punkt zu kommen:
Es ist schade. Es ist sogar verdammt schade. Und ich wünschte, ich hätte irgendein Wundermittel,
um die Beziehung zu ihr zu stärken, um den Umgang mit ihr zu vereinfachen oder zumindest eineArt Harmonie zwischen uns zu schaffen. 
Ich muss mir Zeit geben. Und ich muss vor allem den Mädels Zeit geben. Und erzwingen geht schon mal gar nicht.
Gestern im Auto dachte ich mir: Ich war in keiner Einrichtung so sicher, wie hier..
Das ich es schaffe. Das es klappen wird, früher oder später.. Das mir bewusst ist, dass es Zeit braucht, ich es aber zu 100% hinbekommen werde, die Authorität - die Sicherheit - die Routine - die Beziehung zu den Mädels aufzubauen, zu vertiefen und durchzusetzen.
Und das war ein gutes Gefühl.
Und wahrscheinlich auch der Grund, weshalb ich nicht an mir zweifel.
Es hat mich nur emotional so weit getroffen, - das gestern mit ihr - , dass ich einfach mal liebsten Glitzer drauf gestreut hätte und damit alles wieder gut gewesen wär.

 

7. September 2015

Montaggedanken

Sturm.
Bunt.

Farbstifte.
Schuhe.

Balkon.
Waschbecken.

Jogurt.
Salat.

Messer.
Auto.

Sonne.
Kühlschrank.

Schraubenzieher.
Klopapier.

Spülung.
Flüssigseife.

Was bedeuten Verknüpfungen? Welche Zusammenhänge gibt es..
Muss es welche geben?
Und wieso gibt es pinke Elefanten, weiße Mäuse, aber keine grüne Ratten und gelbe Schlangen?

6. September 2015

Wirrwarr - nur Gedankenspiel

Zunächst einmal :
Es tut mir ehrlich, wirklich unfassbar Leid, ihr lieben Menschen da draußen.
Momentan bekomme ich es einfach nicht hin, all die Kommentare zu beantworten,
einige von euch warten bereits zwei (?) Monate und mittlerweile werden manche Dinge wohl auch nicht mehr aktuell sein. Ich möchte euch einfach wissen lassen, dass ich weiterhin jeden Post von euch lese, ehrlich.. Und ich denke an euch!

Am 1.09. habe ich in der neuen Einrichtung angefangen. All die Konzentration und Kraft und Geduld und Zeit widme ich zur Zeit dieser Arbeitsstelle.. Jetzt habe ich erst einmal drei Tage frei und meine Fußgelenke können sich halbwegs vom vielen Laufen und den langen Fahrwegen erholen.
Die letzten Tage habe ich um 10 Uhr angefangen und bis 21 Uhr gearbeitet.. Es hat mich selbst erstaunt, wie wenig mir diese Stundenanzahl ausgemacht hat, wobei ich mir dessen natürlich von vorne rein bewusst war..
Jedenfalls sind die Kollegen bis jetzt sympathisch und auch sonst habe ich ein recht gutes Gefühl. :)

Heute abend habe ich mich mit (J) getroffen.
Ein wenig seltsam wurde es - aber nicht negativ seltsam - als "Witze" und "Sprüche" kamen,
die ich so von ihm nicht gewohnt bin.
Ich weiß, dass ich einen großen Fehler machen würde, sollte ich irgendetwas in all das hinein interpretieren. Deswegen werde ich das bei ihm auch nicht ansprechen und mich auch sonst nicht hineinsteigern. Allerdings sind das die Art von Gedanken, die erst niedergeschrieben werden müssen,
bevor ich bereit bin, diese irgendwo in meinem Kopf zu verstauen und denen auch keine Beachtung mehr zu schenken.

Als wir eine Art Szene inszinieren wollten, eine dieser typischen Art, bei der sich Pärchen lautstark in der Öffentlichkeit streiten, nannte er mich aus Spaß "Schatz". 
Dieses Wort habe ich das letzte Mal vor anderthalb Jahren im Bezug auf mich gehört und war erst einmal wie erstarrt. Es fühlte sich zuerst an, wie eine eiskalte Ohrfeige, dann plötzlich so vertraut und letztenendes machte es mich traurig. Danach bekam ich Angst und habe das Thema gewechselt. Das man dem null tiefere Bedeutung zuschreiben kann, darüber braucht man nicht einmal drüber nachdenken. Aber die lange Zeit dazwischen und die Erinnerungen kann ich nicht abstellen.
Als wir dann irgendwann an einer Art Statue vorbei gelaufen sind, teilten sich bestimmte Gedanken. Das wir uns gut verstehen und recht ähnlich sind, was solche Dinge angeht, ist nach 5 Jahren Freundschaft nichts Neues, nur war selbst das an diesem Abend etwas beängstigend.
Da er mit dem Roller in der Stadt war, wollte er mich nach Hause fahren, der Grund war an sich nur, weil ihm Roller fahren Spaß macht - auch wenn das leicht bescheuert klingt. Da ich mich kaum daran erinnern kann, jemals ernsthaft auf einem Roller mitgefahren zu sein, hatte ich Schiss.
Das ist bei mir sowieso ständig der Fall, wenn es um bestimmte Vertrauenssachen geht.
Es ging auch alles gut und schlimm war es ebenfalls nicht. Aber die Situation, der Moment, ..
Irgendwie spinnt mein Kopf gerade. Und ich sage mir andauernd, wie dämlich all diese Gedanken sind. Ich habe mich kurz gefragt, ob ich vielleicht damals die Freundschaft erzwungen habe, um mir selbst erst gar nicht die Möglichkeit zu geben, auch nur im geringsten weiter zu denken.
Freundschaften sind mir durchaus wichtiger, zumal ich der größte Beziehungsloser auf diesem Planeten bin. Und trotzdem kommen all diese Vorstellungen, Möglichkeiten und Gedanken und Empfindungen immer mal wieder.
Vielleicht fehlt mir so langsam tatsächlich etwas. Und vielleicht muss ich mir eingestehen, dass es langsam wieder Zeit wäre, zumindest mal wieder in solch eine Richtung zu gehen.

Und eigentlich habe ich keinen Plan, was ich da gerade getippt habe und ob es satzmäßig Sinn ergibt und.. ob ich gerade im allgemeinen Sinn ergebe..
Außerdem will ich dem Text auch direkt wieder wiedersprechen..
Ich kann es so nicht stehen lassen. Also nicht im Kopf. Ich weiß, dass ich nichts von ihm will und ich weiß auch, dass er genau so denkt. Und ich weiß, dass das alles Hirngespinste sind und ich mich nur im Kreis drehe. Aber solche Gedanken kommen immer wieder, weil ich Phasen habe, in denen ich zu sensibel auf Worte, Taten, Dinge, Menschen reagiere.
Und dafür gibt es ja diesen Blog, in dem ich mich zwar bei solchen Themen/Gedanken trotzdem immer wieder versuche zu rechtfertigen.. Aber zum Glück bin ich in der Hinsicht niemandem eine Erklärung schuldig. Das würde eh nicht gut gehen.
Und bevor ich mich weiter hineinsteigere, hört dieser Post auf.

10. August 2015

Was, wenn es zu Ende gegangen wäre? Zack - weg?

Ich kann nicht schlafen.
Die Wellen, die Angst, die Rufe..
Das Wasser, überall Wasser, kein Ende, kein Anfang,kein Leben,kein Tod..

"Komm weiter raus, da sind die Wellen nicht so stark", sagt sie noch zu mir.
"Neim,lieber nur so weit, wie man stehen kann", sage ich noch zu ihr.
Sie schwimmt weiter raus, ich kann sie doch nicht alleine lassen?

Berge von Wellen. Wasser im Geaicht.
"Zurück,sofort!"

Ich geh unter. Einmal. Zwei Mal. Die Wellen so stark, wie Beton. Eine wahnsinnige Kraft drückt mich zu Boden, spült mich nach vorne und zieht mich sogleich wieder zurück.

Ich geh unter. Drei Mal. Vier Mal.
Jedes Mal vor einer Welle darauf bedacht, die Augen zu schließen, genug Luft zu holen.

Zwei Arme packen mich. Meine Mutter und der Sicherheitsmann. Schleudert uns nach vorne.
Ich sehe nichts. Kann kaum stehen, falle, meine Knie brennen, meine Ohren sind taub, mein Bikini beinahe vollkommen von mir gerissen.
Was für ein Witz muss das gewesen sein für alle die, die da standen und glotzten.

Wir beide, benebelt zurück zur Liege.

Ich lege mich hin, ich zittere, ich atme schwer.. Raffe mich auf, spucke Salzwasser ausm lege mich hin. Nach einer Weile gehen wir zur Dusche. Sand überall, Schockzustand. Ich halte mein Gesicht unter den Wasserstrahl und bekomme Panik. Keine Luft.

Wieder am Platz angekommen beobachte ich die Menschen. Mache mir Sorgen, achte auf die Kinder, finde keine Ruhe.

Drei Stunden später bin ich fast taub, es schmerzt, ich kriege die Tränen nicht unter Kontrolle.

Arzt, schnell zum Arzt.
Ohrenentzündung, böse. Antibiotika und Tropfen - 5 Tage.

Es tut nicht mehr weh, mal sehen wie es weiter geht.
Ich will nicht mehr zum Strand, ich will nicht ins Wasser, ich will nicht noch einmal untergehen.

Es dreht sich alles in meinem Kopf, die Gedanken, die Gefühle, das Verschwinden im Wasser.

Die Tiefe holt dich ein, der Meeresraum lässt dich nie wieder los, sobald er dich hat. Er umkreist dich, er zieht dich immer weiter in sein Reich.

Ich weiß nicht, ob und wann ich einschlafen kann. Ich musste es los werden, sonst würde mich all das in einer Attacke enden lassen.
Ich will mich nur an den Pool legen, mein Buch lesen und Ruhe haben.
Aber ich kann sie doch nicht allein ans Meer schicken? Sie lernt ja nicht. Sie versucht es immer wieder. Sie nimmt das Meer persönlich, anstatt den Respekt aufzuweisen, den Wasser einfach verdient.
Ich freue mich auf zu Hause, der beste Urlaub ist und bleibt in meinem Bett.

"Wenn was ist, die Dokumente für den Rückflug liegen im Schrank", sagt sie lecht belustig vom Stress zu meiner Schwester.
"Hast du sie noch alle?!", ist das Einzige, was mir rausrutscht bei dem Gedanken, für immer dort gefangen zu bleiben.

7. August 2015

Heute war der letzte verdammte Tag in diesem Saftladen! 

Ich bin noch zu müde,  um es vollkommen zu realisieren und um mich anständig zu freuen..

Aber:
Ich bin frei! 

Fühlt sich echt beinahe so an, als wäre ich raus aus dem Knast..

Morgen fahre ich endlich in den Urlaub, noch nie habe ich mich darüber so sehr gefreut.
Es ist endlich vorbei, endlich endlich Vergangenheit, nie nie wieder muss ich diese Menschen sehen, mit ihnen reden, dieses Grinsen, diese Worte ertragen.

Auf nimmer Wiedersehen, danke für diese ekelhafte Erfahrung ; wünsche nur das Beste ;-)

1. August 2015

10 Jahre Internetfreundschaft - Liebes, ich komme!

In genau 21 Tagen bin ich tatsächlich in xXx und besuche (M).

Mal abgesehen davon, wie verrückt und tragisch und witzig und nicht in Worte zu fassen unsere Beziehung, unsere Bindung zu einander ist, ist es umso verrückter, unvorstellbarer, dass ich tatsächlich endlich endlich zu ihr fahre.
Ich habe mir überlegt, wie ich aus dem Zug steige...

Ein Krönchen, ein Zauberstab. Und für sie, wenn sie vor mir steht.. Ein Krönchen mit rosanen Federchen und ebenfalls einen Zauberstab. Außerdem puste ich sie mit Glitzer an.
Vielleicht wird sie mich dafür hassen.
Und da wir dann eine Stunde brauchen, um vom Bahnhof zu ihr zu kommen..
Puste ich vielleicht zwischendurch noch mehr Glitzer auf sie.

Am Tag meiner Abreise werden wir uns dann auch endlich das Tattoo zusammen stechen lassen.
Wir haben das Motiv und den Spruch endlich komplett..
Ich bin gespannt, wie es wird.

So langsam werde ich wirklich unruhig.
Ich bin froh, dass ich mich in xXx zum Affen machen kann.
Kenn da ja niemanden.. =)

Vertrag ist unterschrieben!



28. Juli 2015

Inneres Tabu - Dreck

Ich habe mir gerade ein ziemlich bescheuertes Lied angehört.
Und im Grunde ist es sicherlich witzig, aber in mir hat es Erinnerungen und Gefühle geweckt,
die ich gar nicht witzig finde.

Vielleicht bin ich so weit, diese Geschehenisse in Worte umzuwandeln.

Ich habe Angst vor dieser bestimmten Nähe.
Die, die zwangsläufig irgendwann entsteht, wenn man in einer Beziehung lebt.

(A) hat mir immer unterstellt und tut es noch, dass ich so alleine doch gar nicht sein kann.
Also, dass es nicht möglich ist, dass ich mich in dem Sinne.. nicht betätige.
Immer, wenn wir getrennt waren und dann wieder zusammen kamen, konnte ich guten Gewissens sagen, dass ich niemand anderen in der Zwischenzeit hatte.
Er glaubte mir nicht.
Denn er hatte immer mindestens 3 in der Zwischenzeit.. egal.

Ich habe mir oft überlegt, wieso das so ist.
Ich brauche es nicht, ich will es gar nicht.
Ich vermisse auch nichts und es reicht mir durchaus, dass er mein Zweiter war.
Ja, ernsthaft!

Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, irgendwann jemand neues in mein Leben zu lassen,
bekomme ich Angst.
Bei (A) und mir war es letztendlich so..
Ich habe viel mitgemacht, unter anderem Dinge, die ich mir geschworen habe, niemals zu tun.
Ich habe mich oft genug beschissen gefühlt, ausgenutzt, dreckig.
Ich habe oft genug währenddessen überlegt, wieso ich das tue.
Ich wollte gut zu ihm sein. Und schlecht zu mir.
Sehr, sehr oft habe ich ihn letztendlich dazu benutzt, mir weh zu tun.
Und er machte mit.
Für mich war es eine Art Selbstzerstörung.
Man kann sich vorstellen, wie es mir danach meistens ging.
Und wie oft ich im Bad im nachhinein geheult hab.
Es war ja auch nicht so, als hätte ich nie etwas gesagt.
Es war so, dass ich überhört wurde.
Und es dann mit mir habe machen lassen.
Auch wenn nicht jedes einzelne Mal, gab es doch oft genug solche Momente.
Und irgendwann lernt man eben..
Das man es eventuell gar nicht anders verdient hat.
Oder es so sein muss, es normal ist, was da passiert.
Und ab da habe ich - vielleicht nur, um mir selbst einreden zu können, ich hätte die Kontrolle darüber, wann mir weh getan wird - ihn genau für diese Selbstzerstörung benutzt.

Ich weiß, dass es heutzutage normal ist, dass man Affären hat.
Oder zumindest mehr als 2 Sexualpartner in meinem Alter.
Aber ich will nicht, wieso ist das so schwer nachzuvollziehen?

Bevor das alles losging, habe ich mir diese Dinge besonders vorgestellt.
Es hatte Sinn und Gefühl.
Und dann bin ich aus einer Selbstzerstörungsmethode in die andere gerutscht und habe mir ihn angesucht, um es so wenig sichtbar wie möglich anzustellen.

Ich habe Angst, es so hinzustellen, dass er daran Schuld trägt.
Letztendlich habe ich es mir ausgesucht.
Aber ich weiß auch, dass ich oft überredet wurde.
Und das hätte nicht sein dürfen.

Wenn ich mir also vorstelle, jemals wieder eine Beziehung zu führen..
Habe ich Angst vor Fragen.
Habe ich Angst vor "Ausrutschern".
Habe ich Angst vor der "Schnelligkeit" oder "Tiefe".
Habe ich Angst vor Positionen und Gedanken.
Habe ich Angst vor Schmerzen und meinem Ich, welches es wieder zulassen und die Schmerzen ertragen würde.
Habe ich Angst vor Worten, vor dem nichtgutgenugsein und dem Gefühl,
nicht die Richtige zu sein, nicht zu passen.

Und ich habe Angst davor, wieder in alte Muster zu verfallen.

Ich opferte mich für so sinnlose, beschämende Dinge auf, nur um auszureichen.
Das will ich nie wieder tun.
Mein Leben lief immer bergab, egal, an welchem Punkt ich in dem Moment stand.
Und das wirklich jedes verdammte Mal, sobald ich wieder mit ihm zusammen kam.
Ich frage mich, ob das immer so sein wird..

Mal sehen, ob und wie lange ich es hier so stehen lassen kann.

26. Juli 2015

Brechreiz

Gestern.

Ich ging zum Stadtteilfest,
weil (J) dort am Verkaufsstand war und ich Samstagabend nichts besseres zutun hatte..
In drei Minuten bin ich wieder zu Hause, wenn es nichts werden sollte.
Das sollte sich als sehr hilfreich erweisen..

Zuerst also eine Überweisung machen und dann nochmal zurück und auf zum Stand.
Nach dem gefühlten 10ten Angebot, mir etwas zu trinken einzuschenken, willigte ich ein.
Ein Wein sollte es sein, immerhin ist es ein Weinverkaufsstand. Aufs Haus. Na gut.

Der erste Schluck - mein Magen zieht sich zusammen.
Der zweite Schluck - meine Beine sacken beinahe ineinander zusammen.

Ich geh mal eben telefonieren, ich setz mich da drüben hin! - Okay!

Aus seinem Blickfeld, aus dem Blickfeld aller anderer sitze ich da. Tippe irgendetwas in mein Handy.
Mir gehts nicht gut, aber ich kann doch den Wein nicht einfach so stehen lassen?
Etwas ausruhen, dann gehts wieder. Ganz sicher.

Soo, da bin ich wieder.

Nach etwa 2 Schlücken musste ich wieder verschwinden, ich setzte mich wieder an die gleiche Stelle.
Verdammt, was ist das denn jetzt.. Reiß dich zusammen.. wieso auch immer..

Ich kam dann wieder zurück. Sagte ihm, dass ich den Wein mitnehme und mich wieder dahin zurück setze, da ich müde bin und er momentan eh viel zutun hat.
Gesagt getan - ich sitze und beobachte die Menschen um mich herum. 
Achte peinlich genau darauf, dass alle.. wirklich alle in allen Richtungen in ein und dem selben Moment weg sehen. Und dann.. kippe ich die erste Hälfte des Weines weg. 
Eine halbe Stunde später - ich sah sicherlich verdächtig und paranoid zugleich aus - konnte ich den Rest auskippen. Hinter mir saßen bereits drei Männer von dem besagten Weinstand.
Ich tat so, als würde ich den letzten Schluck trinken,während ich mich langsam in ihre RIchtung drehte. Und dann ging ich zum Stand zurück.

Lass uns noch eine rauchen und dann hau ich ab. Ich bin echt müde.
-Warte, ich komm mal rum.
Okay.

-Und wie läufts in der Kita?
Die Kita ist Geschichte. Ich fange nun offiziell in xXx an.
-Also doch? Jeden Tag Auto fahren..?
Jop.
-Und (A) hat sich wohl auch wieder gemeldet?
Ja. Er wollte meine Wohnung als Nachmieter haben. Dreist, hm?
-Ja.. Was genau hat er denn gemeint?
Ähm..

Plötzlich spricht ihn einer aus der Runde an und er unterhält sich etwas mit ihm.
Es waren sicher nur 2 Minuten.
Aber es kam mir vor, wie eine Ewigkeit. Ich bekam einen Schwindelanfall.
Widerlicher Geschmack machte sich breit, die saure Spucke machte sich bemerkbar.

Du.. Du, ich geh jetzt. Wir sehen uns, ja? Schlaf gut.

Ich laufe an den Menschen vorbei, an den Lichtern, an den Autos.
Niemand darf sehen, dass ich mich gleich übergeben muss. Niemand. 
Die Spucke füllt meinen Mund. Ich habe das Gefühl, meine Backen sehen aus wie die eines Hamsters. Ich laufe und laufe. 
Nicht kotzen. Ausspucken? Nein. Oder hier? Nein, zu riskant.
Gleich zu Hause. Gleich. Nicht kotzen.
Türe auf. Licht an. Treppe hoch. Tür auf. Ins Bad. All die Spucke ins Klo. Hinsetzen.

Was zum Teufel?

Es ähnelte sehr einer Panikattacke, nur das bei mir das Sprechen noch funktionierte, ich eigentlich keine Angst hatte und ich weder hyperventiliert noch gezittert habe.
Als ich mich umgezogen habe, habe ich mich selbst ausgelacht. Wem wollte ich aus welchem Grund eigentlich verdammt nochmal was beweisen?
Wieso muss ich mir in solch unnötigen Situationen solch einen Druck machen, unnötig standhaft zu bleiben? Es ging ja um Nichts, es war nicht einmal von kleinster Wichtigkeit, sich dort aufzuhalten.
Als würde ich solche Momente nutzen, um mir zu schaden, Ekel zu empfinden und sinnlos körperlich zu leiden.

Als ich mich ins Bett gelegt hab, ging es mir besser. Und als ich danach noch ein paar Gurken gegessen habe und Fern gesehen habe, wurde ich langsam wirklich müde und schlief ein.
Hauptsache eigene Grenzen nicht beachten.. An solchen Tagen oder Abenden verstehe ich die Welt nicht mehr. Ich muss mich doch nicht so anstellen.

Jedenfalls bleibe ich lieber beim Bier. 
Wein ist wohl echt nicht meine Welt. 
 

21. Juli 2015

Selbst Schuld, ihr wundert euch. Aber es wird sich nichts ändern!

"Ich habe letztens mit xxx gesprochen. Sie meinte zu mir, dass du wirklich gut in deinem Job geworden bist. Und sie findet es mittlerweile schade, dass du gehst.. Aber ich habe zu ihr gesagt, dass sie sich keine Sorgen machen muss. Das du eine gute Stelle gefunden hast und es dir gut geht damit.. Ich hoffe, das war okay?"

Liebes, du hast mir damit sogar einen Gefallen getan.
Niemals werden die mir ins Gesicht sagen, dass sie es bereuen, dass ich gehe.
Und niemals werden sie sich eingestehen, dass sie es verkackt haben.
Selbst Schuld.
Fragt euch doch endlich mal, wieso die Leute gehen.
Wieso sie etwas Besseres suchen und auch finden..
Ihr tut mir so Leid.

Nur, weil ich jetzt nicht mehr rumlaufe, wie ein kleines Mäuschen.
Welches Angst hat, bei jeder Bewegung, jedem Wort schief angeschaut zu werden.
Nur, weil ich meine Selbstsicherheit, mein Selbstbewusst sein langsam wieder auf ein gesundes Level gebracht habe und euch nicht mal mehr mit dem Arsch ansehe, merkt ihr plötzlich, dass ich sehr wohl gut bin in dem, was ich tue. Und das es mich einen Scheiß interessiert, wie ihr versucht, euch das Maul hinter meinem Rücken über mich zu zerreissen.

Ihr seid erbärmlich.
Aber danke dafür, dass es wenigstens gesehen wurde. Auch wenn viel zu spät.

Noch zwei einhalb Wochen und ich bin raus.

rausrausrausrausrausrausrausrausraus...

Scheiße, wenn man merkt, dass man es sich selbst schwieriger gemacht hat, was?
Geschieht euch recht.

Ich freue mich so sehr auf den September.
Wenn bei denen wieder das Chaos ausbricht.
Und sie sich wünschen werden, selbst gegangen zu sein.
Aber trotzdem weitere Jahre für Jahre dort bleiben.
Lästern, sich schlecht fühlen, unzufrieden sind, Menschen vergraulen, die Launen rauslassen.

Ja, ich freue mich auf den September, denn dann habe ich mit all diesen negativen Dingen nichts mehr zutun. Oh verdammt, wie mir dieser Optimismus und die gute Laune gefehlt haben.
Wer hätte gedacht, dass eine Kündigung solche schönen Gefühle auslösen kann? :)

20. Juli 2015

Terror

Er kann es einfach nicht lassen.
Und ich musste endlich handeln.

Es reicht für die Polizei nicht aus, aber es reichte aus, um seinen Vater zu kontaktieren.
Es hat mich so wütend gemacht, dass er geschrieben hat.
Es hat mich vor allem wütend gemacht, was er geschrieben hat.

Es ist einfach nur noch krank. Wirklich, das ist einfach nicht mehr normal.
Sein Vater hat zumindest Verständnis gezeigt. "Er hat immer noch so seine Probleme, das weißt du ja" - Ha, klar doch. Aber damit habe ich nichts mehr zutun!

Wie dreist kann ein Mensch eigentlich noch sein..
Er hat mein Leben die letzten Jahre zunichte gemacht, er hat mir das komplette Vertraun an die Menschheit genommen und daran, dass es noch gesunden Menschenverstand gibt.
Er hat mich verkorkst, wahrscheinlich für mein ganzes Leben.
Und dann..

UND DANN..

Hat er doch irgendwo gehört, ich würde ausziehn und er bräuchte dringend eine Wohnung in xXx und ob ich denn einen Nachmieter suche..
Sein Ernst?! Will der mich verarschen? :D

Darauf kamen Beleidgungen. Üble Sorte.
Ich habe seinem Vater alles gesteckt, was ging. Und ich habe es gut verpackt, denke ich.
Er wird mit ihm reden. Ich hoffe, es funktioniert.
Ich warte jetzt ab..Wenn die Tage noch irgendeine Nachricht kommen sollte, dann mach ich eben wieder auf Kindergarten und blockiere ihn. Meine Nerven sind mir wichtig und mein Leben läuft gut.
Er hat darin nichts mehr zu suchen!

Seine Antwort darauf, dass ich will, dass er endlich aus meinem Leben verschwindet, endlich nicht mehr schreibt, meine Nummer löscht.. Das ich nicht mehr weiter weiß und mich an seinen Vater gewendet habe.. Naja. Seine Antwort war..
"LoL, dann ruf doch gleich die Bullen :D"

Er nimmt es nicht ernst. Terrorisiert mich alle paar Monate auf Neue mit irgendeinem Bullshit. Der nimmt gar nicht wahr, was er eigentlich tut. Wie abartig das mittlerweile ist.

"Du warst meine 27.ste.."

Am liebsten würde ich mich waschen, ohne Ende nur waschen, alles abschrubben, alles loswerden,
jede Berührung rückgängig machen und..

Danke.
Danke für alles.

Wenn er im September wirklich hier runter zieht, dann bin ich in meiner Arbeit zum Glück so sehr eingespannt, dass ich ihm kaum begegnen kann. Aber wenn es doch auf kurz oder lang geschehen wird, hoffe ich sehr für ihn, dass er mir keinen Millimeter zu Nahe kommt.

19. Juli 2015

Schmerzende Gedanken

Um diese Zeilen zu tippen, muss ich mich sehr konzentrieren.
Zum einen, weil ich etwas angetrunken bin.
Zum anderen, weil ich auf dem Balkon sitze und mein Kater diesen Blick nach oben richtet,
auf das verführische Geländer, wo er gerne drauf springt, um mich zu ärgern und mir immer wieder einen halben Herzinfarkt zu verpassen.

Aber es gibt noch einen Grund.
Und dieser ist entscheidend, weswegen ich einen Post verfassen muss.

(R) hat mich gefragt, ob ich mit ihm und (St) grillen möchte.
Es hat mich anfangs sehr überrascht, da er mich nicht erneut mit diesem Menschen in Zusammenhang bringen wollte. Aber er war mir damals schon sympathisch, also warum nicht.

Nach diesem Abend ist mir erneut bewusst geworden, was genau (R)s Sorge war.
Und weswegen es für mich damals ebenfalls nicht schlimm war, dass wir uns nicht mehr sehen.

Seine Art, sein Aussehen, teils seine Aussagen und einfach, wie er ist..
Er ist die Art Mensch, die mich an (A) erinnert.
An ihn als den Menschen, den ich mir selbst vorgemacht hatte, um ihn weiter lieben zu dürfen.
Ich darf in diese Richtung absolut nichts unternehmen. Und ich bin froh, dass wir unsere Nummern nicht kennen. Ich habe mich mit dem Satz "Bis in zwei Jahren :)" von ihm verabschiedet und ich hoffe insgeheim, dass es auch dabei bleibt.

Die Gedanken und Gefühle, die mir den ganzen Abend gekommen sind, kann ich eigentlich nicht verstehen. Ich weiß, dass ich von diesem Schema weg muss. Das mir das früher oder später wieder nicht gut tun wird. Weh tun wird. Ich darf nicht in alte Muster fallen.
Das weiß ich alles und deswegen findet gerade ein Gedankenkrieg in mir statt.

Aber da ich hier einfach alles loswerden kann und will und diesen Ort brauche..

Deine einfache Art fasziniert mich. Wie du von kindlich, sinnlos bescheuert zu vollkommen erst und kontrolliert wechseln kannst. Die Gespräche vor Jahren, beim ersten Treffen waren erschreckend, weil wir uns ähnlich waren und es so war, als würden wir uns ewig kennen. Wahrscheinlich weißt du nichts mehr davon - Kiffergedächtnis. Wie du dich über Musik freust, wie du lachst und wie du dich gibst, es ist angenehm. Das soll kein Liebesgeständnis sein, auf gar keinen Fall. Ich kann so sehr so schnell nicht lieben lernen und ich will auch gar nicht, dass wir uns näher kommen, als ich dir in Gedanken schon bin. Und mir ist bewusst, dass ich dich wegwerfen wollen würde, wenn ich mehr von dir bekäme und letztendlich will ich dir nur aus dem Weg gehen. Und all das wirkt auf einmal so dramatisch, dabei ist es einfach nur reiner Selbstschutz. Ich bin ein sensibler Mensch -  auf meine Art und Weise und ich kann mich durch kaum etwas anderes besser ausdrücken, als durch Worte.
Ich kann es (R) einfach nicht antun, seine "Angst", seine "Befürchtung" wahr werden zu lassen.
Ich fange nichts mit dir an, dazu bist du zu sehr Vergangenheit, auch wenn es gar nicht um dich geht.
Verzei mir den ein oder anderen Blick, ich kann mir denken, dass dies nichts besonderes für dich war und ich weiß, dass du einer von denen bist, die durch die Betten springen und noch lange nicht bereit für etwas Festes bist. Und ich will nicht so klingen, als würde ich in dir jemanden sehen, der dafür für mich in Frage kommt. Ich will einfach nur das Gefühl festhalten, etwas Verbotenes interessant zu finden. Und ich will den Schmerz festhalten, den mir die Gedanken an dich bereiten.
Ich würde gerne noch mehr beschreiben, aber ich bin zu müde, zu verwirrt, um zu verstehen, was geschieht. Und morgen ist wahrscheinlich alles wieder, wie immer. Und das ist gut so - so soll es sein.
Es war nur für einen Moment so, als wäre ich wieder 15. Als wäre ich wieder mit den Menschen von damals unterwegs, in der Wohnung, wie man sie von damals kennt mit all den Drogen, dem Alkohol und dem Schmerz. Und all dem Sex und all der unechten, surrealen Liebe, die darauf folgte.. Mit gravierenden Konsequenzen. 

Ich bin froh, dass ich nicht in dieser Zeit stehen geblieben bin. Und teiweise reizt es mich immer wieder, dahin zurückzukehren.. Aber letztlich weiß ich, dass all das, was ich geschafft habe und mir aufgebaut habe, gut ist. Für mich, für die Zukunft und vor allen für meine psychische Verfassung.

Und auch wenn es wirklich schmerzt, auch wenn es so viel aufwirbelt und Chaos verbeitet und ich wieder analysiere und analysiere.. Danke ich dir irgendwie daür, dass ich den Abend heute erleben durfte. 

Und somit schließt sich dieser Gedanke. Wie ein Kreis. Den ich aus meinem Hirn herausoperiere, in Stücke schneide, zertrete und in die Tonne werfe. Den Müllsack zuknote, heraus bringe und auf die Müllabfuhr warte. Und dann lächelnd hinterhersehe, wie sie wegfährt. Mit all diesem Kreismüll, der einfach nicht mehr zu mir gehört.

10. Juli 2015

Ich muss etwas loswerden

Es gibt im realen Leben sowie auch hier auf Blogger Menschen,
die aus irgendeinem Grund einfach kein wirkliches eigenes Leben haben.

Sie übernehmen Überschriften, teilweise Texte anderer, ohne zu fragen und versuchen ihr Leid im Extremen auszudrücken, dass eigentlich schon wieder klar ist, dass es so schlimm kaum sein kann.

Ich will und kann und darf niemandem unterstellen, dass die Lebensgeschichten hier im Netz zum Teil erfunden sind oder der ein oder andere einfach bestimmte Auffälligkeiten haben will, weil sich das eventuell besser liest, als über Püppchen und gutes Wetter zu schreiben.

Aber dennoch möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen:

An bestimmter Schreibweise, an einer bestimmten Wortwahl u.ä. merkt man irgendwann die Lügen. Die man letztendlich als Wünsche bezeichnen könnte, weil die Betroffenen sich tatsächlich den ein oder anderen Leidensweg wünschen, den sie vorgaukeln..
Und ich finde es einfach ekelhaft den Menschen gegenüber, die wirklich eine schwere Vergangenheit hinter sich haben und teilweise noch darin feststecken - auch morgen noch.

Also bitte.. bitte.. Eigenständiges Denken, eigenständiges Handeln und auf gar keinen Fall Mitleid erregen wollen bei mir mit solch einer Art. Mir wird schlecht bei sowas.

Ich leide und hoffe und fühle bei euch allen sehr mit, es ist mir sehr wichtig, dass es euch gut geht und wenn ich in bestimmten Momenten einfach mal an's andere Ende der Welt hopsen könnte, nur um euch einen lieben Tee zu machen, wenn das Leben wieder einmal zuschlägt, dann möchte ich auf gar keinen Fall, dass sich plötzlich Menschen unter meinen Posts melden, die dieses Mitgefühl schamlos ausnutzen wollen. 

3. Juli 2015

Kleine Aufmerksamkeit

Ich möchte einen weiteren Wegbegleiter begrüßen.

Normalerweise mache ich das auf dem jeweiligen Blog,
aber irgendwie komme ich auf deinen nicht drauf.. Woran auch immer das liegen mag..

Daydreamer0o, ich freue mich, dass du mich und meinen Blog begleitest.. :)
Wenn du das liest und Lust hast, hinterlass mir irgendwie eine Nachricht,
denn ich würde mich sehr gerne auf deinem Blog umsehen.

<3

2. Juli 2015

!!!!

Der Termin, an dem ich es (hoffentlich) endlich schriftlich in Form eines Vertrages erhalte,
steht nun endlich fest.

17.07.15 um 8.30 Uhr.

Ich werde zwar wieder mal sehr früh aufstehen müssen,
um rechtzeitig und in Ruhe dahin zu kommen,
aber das ist es mir wert.

Hoffentlich nimmt die Hitze bis dahin ab,
sonst zerfließe ich mitten auf der Autobahn und das kann ich mir nun wirklich nicht leisten.

Ich freue mich sososososososososososososososososososososososo.. :3

30. Juni 2015

!!!!

STELLENZUSAGE

Er hat mir per Mail zugesagt. Nun drehe ich so sehr am Rad,
dass ich kaum richtig denken kann.

Ich werde wahrscheinlich erneut vorbeifahren, um alles weitere zu klären und DANN ist es tatsächlichtatsächlichtatsächlich soweit!

 Ich danke euch allen vom Herzen so sehr,
dass ihr die Daumen für mich gedrückt habt!
Es hat sich wundervoll angefühlt, dass ihr mit mir hofft und gespannt seid.. Ich knuddel euch allesamt <3


 

29. Juni 2015

!!!!

Ich habe das Warten einfach nicht mehr ausgehalten und ihn angerufen.

Ich möchte nicht aufdringlich sein;sind sie nicht, Frau... sind sie nicht (lacht)
aber es macht mich nervös, so lange nichts von Ihnen gehört zu haben.
Frau... hat mich damit verabschiedet, dass wir uns Mitte September wieder sehen,
da wollte ich einfach wissen, wie sicher das ist..

Ich soll mir keinen Kopf machen.
Er meldet sich die Tage bei mir.

Es gibt noch zwei Bewerber.
Er meldet sich die Tage bei mir.

Es sieht bis jetzt alles ganz gut aus für mich.
Er meldet sich die Tage bei mir.

Er sieht sich die Bewerber der Fairness halber an.
Er meldet sich die Tage bei mir.

Kopf macht Bumm!

Ich denke, es war gut, dass ich angerufen habe.
Dadurch wird es deutlicher, wie sehr ich diese Stelle will.
Ich habe alles, wirklich alles erdenklich Mögliche getan.
Jetzt muss ich warten.
Ich hoffe, er schreibt mir spätestens diesen Freitag.
Und ich hoffe, auf diesen magischen Satz..
Steigen Sie in ihr Auto und kommen Sie zu uns - der Vertrag für Ihre Zukunft liegt bereit!

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