Du hast kein Recht darauf zu verurteilen, auf welche Weise ich mich gerettet habe, nachdem du alles zerbrochen hast!

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29. August 2019

Einzelheiten - denn ausführlich würde ein Buch ergeben

Ich habe so viele Entwürfe gespeichert.
Ich weiß auch nicht, wieso ich die Texte nicht veröffentlichen wollte.
Oder konnte?

In letzter Zeit - immer, wenn ich die Leseliste durchgehe... Werde ich irgendwie...
Traurig?

Die Bloggerwelt hat sich so verändert. Und so viele stellen dies immer wieder fest und es ist so verdammt schade, aber irgendwie kann man nichts dagegen tun.
Blogs kommen und gehen; Menschen tauchen auf und verschwinden wieder.
Jeder lebt sein Leben irgendwo auf dieser Welt. Wir teilen nicht mehr so viel miteinander.
Und das, obwohl ich so oft den Eindruck habe, man würde es gerne wieder.
Wieder Kommentare austauschen, Gefühle miteinander teilen, sich verstanden fühlen.
Darum ging es hier doch? Verstanden oder zumindest  nicht verurteilt zu werden.

Ich denke so oft an die Menschen, mit denen reger Kontakt bestand. Und wenn man sich nur ein kleines Herzchen - ein kleines "Ich denk an dich, ich lese dich" hinterlassen hat.
Manchmal hat man unter Tränen einen Post verfasst und daraufhin kleine, aber dennoch so besondere Worte erhalten. Kleine "du bist nicht allein" Nachrichten.

Einige von euch sind seit längerem nicht mehr aktiv. Oder zumindest hier nicht mehr präsent. Teilweise ohne Vorwarnung. So wie auch ich immer wieder von der Bildfläche verschwinde.
Jeder von uns hat seine Gründe.
Ich hoffe nur so sehr, dass diese überwiegend positiv sind.

Ich verbinde mit Blogger ein Gefühl, welches man vielleich mit einer "verlorenen, innigen Freundschaft" gleichstellen könnte. Das Internet war immer mein Weg, alles niederzuschreiben und los zu lassen. Zu reflektieren und zu verarbeiten. Erst nur für mich und später geteilt mit anderen.

Die Zeit läuft und läuft. Wochen, Monate und Jahre vergehen. Und man wünscht sich, voran zu kommen. Und doch bleibt ein gewisser Teil immer stehen. Blickt zurück. Bewegt sich nicht. Fühlt sich vielleicht auch einfach zu wohl in diesem kleinen, tristen, geheimen Bereich seiner Selbst.

Ich weiß, dass es richtig so ist. Das bestimmte Kapitel im Leben geschlossen werden müssen.
Im realen Leben haben sich in den letzten Monaten und Jahren so viele Türen geschlossen und geöffnet.
So.Verdammt.Viele.Türen.

(J) kommt weiterhin mit der Beziehung zwischen seinem Bruder und mir nicht klar. Dabei sind wir gerade in einer Phase, die man wohl "Akzeptanz der Macken des jeweils anderen" nennen könnte. Sozusagen die Stufe, in der man die dunkelsten Seiten des jeweils anderen kennengelernt hat und sich bewusst dafür entschieden hat, auch diese anzunehmen. Die Person als Ganzes anzunehmen und zu lieben. Weit über das Verliebt sein hinaus. Ich hoffe, er und seine Mum kommt irgendwann...irgendwie...damit klar.

(R) hat eine Therapie hinter sich und bereits einen Rückfall nach dem anderen. Innerhalb eines Jahres. Und ich befürchte, dass es nicht besser wird... Ich würde es ihm wünschen.
Er fehlt mir als Freund, sehr. Aber ich muss mich mittlerweile fragen, ob mir auch da nicht eventuell etwas fehlt, was (R) definitiv nicht mehr ist oder vielleicht sogar... niemals war.

(N) und ich haben fast keinen Kontakt mehr. Und das, obwohl ich immer alles für sie getan hätte. Meine Liebste, die immer da war und mich immer verstanden hat. Seit ihr Leben sich radikal verändert hat und sie (scheinbar) nicht mehr sicher ist, ob sie diese Veränderung wirklich so aushält, bekomme ich nur kurze Nachrichten. Antworten erst viele Tage später oder gar nicht. Ich bin dir nicht böse, (N). Ich denke, ich kann verstehen, was bei dir passiert. Ich werde nur sehr traurig, wenn ich daran denke... Das nach 14 Jahren Freundschaft tatsächlich das erste Weihnachten oder der erste Geburtstag kommen könnte, an dem wir kein Päckchen vom jeweils anderen bekommen. Mit Bildchen und Kitsch und so viel Liebe in jedem einzelnen Buchstaben.

(A) ist gar nicht mehr präsent, zum Glück. Hin und wieder blitzen Dinge auf, die mal waren. Schnell abgeschüttelt und es passt wieder. Er hat zufällig Kontakt zu meinem Freund gehabt, als  sie sich auf der Straße trafen. Später irgendwann noch über Fb. Wie er eben ist, wollte er mitteilen, dass er uns beide blockiert hat. Oh man, wen interessierts? Naja. Ich bin froh über die Ruhe um ihn.

Meine Mum... Scheint Alkoholikerin zu sein. Und es erschreckt mich ein wenig, wie trocken ich das hier niedertippen kann. Ich bin mittlerweile fast drüber hinaus, mich zu fragen, wie sie das tun konnte, wenn man bedenkt, dass mein Erzeuger ein aggressiver Trinker war. Damit hat dies nämlich nichts zutun. Man entscheidet sich nicht dafür. Es passiert. Schleichend. Und ich weiß noch nicht, wie ich damit umgehen soll, nun offiziell aus einer Alkoholikerfamilie zu stammen. Aber Familie ist so eine Sache. Naja, was solls...

Ich merke erst jetzt, wie viele Gedanken ich eigentlich mit mir herumschleppe. Aber ich kann mir noch so oft vornehmen, öfter alles niederzuschreiben. Irgendwas ist einfach anders.

Ich hab euch gern. Jedes Wort habe ich immer gern gelesen und aufgenommen. Jedes Wort war und ist wichtig und ich werde Blogger so schnell auch nicht verlassen (können), dafür bin ich einfach schon viel zu lange hier. Ich möchte nur, dass ihr wisst... Das ich in Gedanken bei euch bin. Bei unserer kleinen Welt hier. Egal, wie lange wir nicht mehr von einander gehört oder gelesen haben. Ich wünsche jedem von euch nur das Beste, vom Herzen. Und ich möchte einfach versuchen zu glauben, dass die jenigen, die sich von Blogger verabschiedet haben... Einem bunten Leben entgegen blicken.  Bunten Gedanken, wundervollen Menschen in ihrem Umfeld. Glücklich, ausgeglichen, zufrieden, lächelnd. Ich wünsche es euch. 
Fühlt euch gedrückt.
<3

23. Oktober 2018

Das Monster der Vergangenheit - Ich will dich nicht zurück!

Ich denke in letzter Zeit immer häufiger daran,
Mich selbst zu verletzen.

Die Streitereien sind seit ca. 3 Monaten, wenn sie zwischen uns stehen...
So heftig, wie tausend Messer, die durch mich hindurch schießen.

Und jedes Mal, wenn es dann so heftig wird, kommen die Bilder aus der Vergangenheit.

Verbrennen, schneiden... Schlagen. Alles.

Und ich schüttle es ab und heule noch doller aus Angst,
Es wieder zu tun.

Ich habe schon sehr, sehr lange nichts mehr in die Richtung gemacht.
Ich reiß mir zwar fast täglich seit Anfang des Jahres wieder Hautfetzen von meinem Daumen... Etwas, womit ich 2013 erfolgreich aufgehört hatte.

Aber sonst hatte ich diese Gedanken immer im Griff.
Glaube aber, dass ich das nur kann, weil ich mich ihm gegenüber dann erklären müsste.
Oder weil... Er dann ein Bild von mir hätte, das ich nich ertragen könnte.
Aber so, wie es momentan ist, hat er das ziemlich wahrscheinlich sowieso schon.

Ich bin so selten hier. Ich schaff es auch irgendwie nicht, auf all die lieben Worte zu antworten, die ich hier bekomme.. Und das tut mir Leid.

Ich bin momentan einfach nur froh,
Dass ich das hier habe. Ich nutze es mittlerweile viel zu selten,
Um mich und mein Leben zumindest für einen Moment zu ordnen.

Aber wenn ich es dann tue, wie jetzt... Hilft es doch ein wenig.

Denn ich habe wirklich etwas Angst davor, was ich mir selbst zufügen könnte, wenn es nicht bald besser wird... Und das hier in Worte zu packen ist einerseits beängstigend und doch auch beruhigend.

Vom Stressgefühl heute ist mir vorhin so schlecht geworden.
Ich hätte im Strahl vor mich her kotzen können.

Ich hasse dieses hilflose Gefühl. Gemischt mit Wut, Trauer und das Wissen, dass man missverstanden wird und nicht dagegen tun kann.
Weil es auch nicht hilft, mich zu erklären.

Ich mag es nicht, so ein verdammt emotionaler Mensch zu sein.
Ich kann mir auch nicht mehr einreden, dass es eigentlich auch eine gute Seite hat.

Ich will wieder stumpf sein.
2010 - als alles anfing. Da nochmal hin und die Bremse ziehen.

Schneller sein, als der Schmerz.

Ich muss dringend an mir arbeiten.
Und ich darf mir nicht verbieten lassen,
Es okay zu finden, wenn es nicht sofort funktioniert.

Ich muss mich um mich kümmern. Ich muss mich um mich kümmern. Ich muss mich um mich kümmern. Ich muss mich um mich kümmern. Ich muss mich um mich kümmern. Ich muss mich um mich kümmern. Ich muss...


18. Oktober 2018

Ich halte mich fest an all dem,
was mir je wichtig war.

All meine persönlichen Grenzen, all meine Gedanken.

Es ist so typisch zu schreiben,
dass man nicht schreiben kann.

Es ist so typisch zu schreiben,
dass man nicht weiß, wo man anfangen soll.

Es ist auch typisch zu schreiben,
dass es einem doch eigentlich gut geht.
Dass man doch alles hat, was man will und immer wollte.

Typisch für mich.

Denn trotz der neuen Wohnung, die so wunderschön ist und passt.
Denn trotz der Beziehung, die nun schon konstant länger hält,
als alles, was ich bisher je einen sozialen Kontakt nennen konnte...

Reicht an manchen Tagen nicht mehr aus.

Nicht, dass ich etwas anderes will, als das, was ich habe.
Nicht, dass meine Gefühle sich ändern - sie wachsen von Tag zu Tag und das ist schön.

Aber dieses "Etwas" in mir, wovor ich schon immer Angst hatte...
Ist einfach immer noch da.

Ich hatte eine Therapeutin angeschrieben - letztlich hatte sie mich mit ihren Worten irgendwie gefangen in meinen eigenen Gedanken, als ich mir ihre BEschreibung durch gelesen habe.

Und trotzdem, auch wenn sie es sicher nett meinte, mich an ihren Kollegen weiter zu verweisen, weil sie sehr lange Wartezeiten hat, hat es mir irgendwie einen Stich versetzt.
Das war vor ca. 3 oder 4 Monaten. Und ich habe ihr daraufhin nie mehr geantwortet.

Sie wird sich kaum Gedanken gemacht haben, es ist ihr Job.
Aber ich... War in meinem "mutigen Schritt" gebremst - zurück geschleudert und auf den Boden der Tatsachen zurück geworfen worden.

Ich kann nicht erwarten, irgendwo anzurufen oder eine Mail zu schicken und sofort Besserung zu fühlen. Nicht ich.

Ich fühle mich verraten durch mich selbst. Betrogen, hintergangen.
Dass ich mich habe leiten lassen von dem Gefühl,
es dieses Mal nicht alleine zu schaffen und jemandem alles anzuvertrauen.

Ich weiß, dass ich es tun sollte.
Immerhin bin ich nicht dumm - so weiß ich auch,
dass all das seine Zeit brauchen würde.

Mühe und Kraft kosten würde und eventuell sogar Medikamente.

Aber stattdessen unterdrücke ich es lieber.
Ertrage mich selbst, bis es eben nicht mehr geht.
Und dann heule ich die ganze Scheiße aus.

Meine Grenzen sind noch lange nicht völlig ausgereizt,
das habe ich erst letzte Woche spüren müssen.
Einmal - nur einmal die Kontrolle verlieren, nicht darauf bedacht sein,
auf sich selbst zu achten, aufzupassen...
Nur ein fucking Mal fließen lassen, zu lassen...

Und man landet nachts im Krankenhaus - wird gefragt, ob man Substanzen zu sich nimmt.
Und da sitzt man dann - beschämt, weil man mit einfachen, gesellschaftlich tollerierten Dingen auf einmal nicht mehr umgehen kann.
Und von einem fast schon erwartet wird, dass man viel "krasser" ist,
als man tatsächlich ist.

Aber ich - ich habs nur psychisch. Ich nehme nichts zu mir. Wie scheiß langweilig.

Ich frage mich, wann ich meinen nächsten Absturz mit meiner Psyche haben werde.
Der letzte ist schon eine ganze Weile her.

Mir fehlen Freunde. Hab ich nicht gesagt.

Es geht bekanntlich immer schlimmer.
Und bekanntlich wird es auch immer irgendwann wieder ein Stückchen besser.
Oder anders.

Nur irgendwie... Mag ich nicht wirklich noch einsamer werden.
Außer, ich stabiliser mich wieder.

Nur in meinem Fall heißt die Art von Stabilität, die ich bevorzuge Zerstörung.
Und zwar meiner Wenigkeit.

Und in einer Beziehung darf ich all das nicht, kann ich all das nicht.
Und will es auch nicht.

Ich frage mich, ob ich jemals aufhören werde, mir zu widersprechen....  

13. April 2018

Wenn das Leben es gut mit dir meint, muss es einen Haken geben...

... und dieser berühmte Haken ist tatsächlich einzig und allein die Tatsache, dass ich manchmal genau dieses Denkmuster habe.

Nicht mehr so ausgeprägt, wie damals.
Aber eben nie vollständig besiegt.

11 Monate habe ich am Stück schon mal geschafft. Überlebt, könnte man sagen.
Warum?

Weil ich Menschen um mich herum auf lange Zeit nicht aushalte. Und weil ich meine eigene Person in Verbindung mit anderen Menschen auf lange Zeit nicht aushalte.

Aber du.

Du.

Du bist für mich, obwohl unsere 11 offiziellen Monate vor der Tür stehen...

Immer noch solch eine Besonderheit. Wichtigkeit. Sicherheit.

Ich erwische mich mitten in Gedanken über Dinge, Gefühle und Vorstellungen, vor denen ich nach wie vor panische Angst, aber dieses Mal auch seltsame Freude, Glück und Ruhe habe.

Und da sind wir wieder. Wie passen Angst und innere Ruhe zur gleichen Zeit?
Ich glaube, ich durchlebe einen interessanten, inneren Prozess durch dich.
Und das gefällt mir, irgendwie.

Aber ich werde mir noch Zeit lassen, dir davon zu erzählen.
Es ist noch nicht soweit. Und ich will nicht zu schnell fühlen. Nicht bei dir.
Bei dir will ich den Moment. Unser Leben, wie es ist und die Richtung, die es nimmt.

Und dann kommt die Zeit.
Und ich werde sicher nicht bereuen, nicht dieses Mal. Aber es braucht die Zeit, um dahin zu kommen, wo wir eines Tages sein werden.

Ich liebe dich. Mit allem, was ich habe und mir möglich ist. Es ist ein Wir.

Liebes, so verdammt gut kann sich ein ehrliches Wir anfühlen. Und ich würde wieder 24 Jahre warten, wenn ich müsste.

4. August 2017

Viele Infos - zum festhalten in kurz - denn ich werde nie vergessen...

.... wie ich (J), dem Bruder von (A) gegenüber stand und aus arroganten Worten und Blicken doch noch Verständnis und distanzierte Nähe wurde.
Es tut mir Leid, dass es so gelaufen ist. Und das es nie wieder so sein wird, wie es war.. ist okay. Wir kommen auch so zurecht.
Egal, ob wir uns jemals ehrlich in die Augen sehen können oder nicht. Ich weiß, du wünscht mir nichts böses. Und auch ich würde mir wünschen, du würdest glücklich werden mit dir und allem, was du machst und was dir bevorsteht. Danke für all die Jahre (J) und für den Versuch, den Kompromiss.

Anderer (J), du warst so kalt. Kälter als Eis, als ich vor dir stand und du mich beinahe nicht erkannt hast. Ich war damals der Überzeugung, du würdest mich wahnsinnig gut verstehen. Weil wir ähnlich waren und ich für dich da war. Aber da war immer eine grobe Distanz, auch wenn ich es nie zugeben wollte. Du hast irgendwann nicht mehr geantwortet und Monate - Jahre vergingen. Und ich hatte so verdammt Schiss, zu dir rüber zu laufen und irgendwo habe ich mich gefreut. Aber dein Blick.. Dein einfach regungslos vor mir stehen, was sich anfühlte, wie eine Ewigkeit und doch nur 1 min ging,bis du ohne ein Wort zum Lager gegangen bist,weil dich jemanf anderes ansprach... War eine scheiß Situation. Und vielleicht bin ich dir mit der Zeit egal geworden, aber es fühlt sich danach an, als wäre es an der Zeit, diese Freundschaft zu begraben und weiter zu gehen. Vielleicht sieht man sich wieder und eventuell sprichst du mich an, aber das hast du bisher kaum von dir aus gemacht, also..
Danke auch dir, denn ich mochte dich als Mensch. Und ich wünsche dir glückliche Momente, schöne Erlebnisse und... das du angenommen wirst. Und ganz vielleicht... treffen wir uns im nächsten Leben auf ein Bier. Es tut etwas weh,aber es ist okay. Veränderungen gehören dazu. Und es wird schon seine Gründe haben...

(A) und ich sind bald offizielle 3 Monate zusammen. Die Zeit momentan ist schwer, anstrengend. Vieles kommt zusammen. Ich hoffe, er bleibt. Und ich hoffe, ich finde wieder zu mir selbst. Denn dieses innere Ungleichgewicht macht mich wahnsinnig. Aber ich merke, ich habe von früheren Beziehungen dazu gelernt. Ich bin nicht perfekt. Aber das, was ansteht, schaffe ich auch. Wenn nötig, mit Gewalt. Gewalt meiner eigenen fucking Gedanken.

Und (R), eines morgens wurde ich wach und fühlte mich schlecht. Ich wollte mich entschuldigen und das habe ich getan. Ich habe dir gesagt, ich weiß nich genau warum. Du fandest das süß. Wer weiß, ob du insgeheim weißt, wofür. Ich hoffe es. Denn es war eine lange, unfähre Zeit. Und ich bin ein Arschloch - oft genug. Aber du hast das nicht verdient,auch wenn du oftmals drüber weg sehen konntest, weiü ich, dass es dir weh tat. Danke, dass es dich gab, all die Jahre. Der Kontakt ist selten, aber wichtig für mich. Ich hoffe,du bleibst noch ein Weilchen.

Meine Psychr ist ne harte Nuss. Aber das ist okay. Ich bin auf dem Weg. Das ist gut.

14. Juli 2017

Ich liebe dich.

Ich habe Angst.

Vor den Gefühlen, vor der Distanz und der Zeit.

Aber ich liebe dich.

Verdammt, so sehr.

Bitte bleib.
Wer weiß,ob ich das jemals so genau sagen kann. Aber bitte... bleib.

Hier. Drin. Überall. Für immer.
Bitte.

Ich liebe dich.

10. Juli 2017

Ich hab letztens ein Baby in der Bahn angestarrt. Es gibt verdammt viele hässliche Babys,aber das war ganz nett anzusehen.

Ich wollte nie Kinder. Und Schwangerschaften verbinde ich mit Ekel.

Aber der wahre Grund, den ich nie genannt habe ist..

Das ich große Angst habe, es nicht lieben zu können. Kalt zu sein. Ungerecht. Stimmungsschwankungen oder ähnliches an ihm aus zu lassen. Und irgendwann tatsächlich ein Leben zu ruinieren.
Dann kann ich nicht einfach gehen, wie auf der Arbeit.

Und ich will kein kleines Leben kaputt machen. Womöglich zu hassen, was entstanden ist. Es ist so unangenehm, das hier zu schreiben.

Ich bin nicht perfekt, keiner ist das. Und sicherlich auch kein abgrund tief schlechter Mensch. Aber all die Zeit und Liebe, die so ein kleines Leben verdient hat und fordert - zu Recht! Wahrscheinlich werde ich ihm das niemals geben können.

Und nur deswegen macht es mir so unendlich Angst. Und nur deswegen achte ich seit der ersten Sekunde an penibel darauf, um Gottes Willen niemals schwanger zu werden.

Und wer weiß, was in 100 Jahren ist. Vielleicht ist es irgendwann möglich und vielleicht kann ich irgendwann aus tiefstem Inneren sagen, das ich es will. Aber der andere Gedanke begleitet mich nun bald schon seit 10 Jahren. Und umso mehr ängstigt es mich, wenn ein schönes Baby im Kinderwagen sitzt, mich ansieht und ich mich dabei ertappe, - anders als noch vor einem Jahr - wie ich es anstarre und mir Gedanken über dieses Thema mache und fast schon entgegen meinem Willen überlege, ob es nicht doch möglich ist... Ganz im Geheimen.. Irgendwann..

23. Juni 2017

Ich habe mich schon so oft mit all meinen Gefühlen irgendwo rein gestürzt.
Und so oft im selben Moment gedacht,
Dass es nicht richtig ist.

Ich werde nicht lügen und sagen,
Dass ich mir sofort sicher war bei dir.
Ich weiß, dass auch du keine 100% erwartet hast.

Wir haben Kontakt seit Mitte März.
Zwischen uns läuft etwas seit etwa 3 Monaten.
Und seit etwas mehr als einem Monat führen wir offiziell eine Beziehung.

Du tust mir gut mit Worten UND Taten.

Ich habe dir noch so viel zu sagen, so viel zu zeigen. Und ich will dich so unfassbar stark.

Und ich bin so verdammt lebendig glücklich. Mit dir.

Ich glaube, das mit (M) habe ich zu schnell begonnen. Weil das erste Gespräch darüber ging, wie sehr seine Ex ihn verletzt hatte und wie scheiß egal sie ihm ist... Haha.

Ich hatte Bauchweh dabei und bin es eingegangen. Ich wollte so sehr nach 2 einhalb Jahren eine schöne,romantische und echte Sache. So sehr, dass ich von all den Dingen, die so schnell nicht sein können überfordert war und keine andere Wahl gesehen habe, als mich einfach darauf ein zu lassen. Und dann - Messer in den Rücken.

Danke, dass du (A) mich nicht fallen lassen wolltest. Tief in dir daran geglaubt hast. Mich und meine Unsicherheit ausgehalten hast. Und danke, dass... Ich gar keine Worte mehr brauche, um zu fühlen.

Sondern nur das Gefühl fühlen kann, das du mir gibst.

Und verfickt noch eins, dieser Kitsch fühlt sich dieses Mal nach so vielen Jahren sogar echt gut an! :)

9. Juni 2017

Die Besonderheit der Kleinigkeiten

Der Unterschied zwischen Menschen, die dir große Gefühle predigen, aber nicht zeigen und denen, die bedacht mit Worten umgehen und Taten sprechen lassen, ist der...

Das die Taten einem die wahren Gefühle für jemanden ehrlich zeigen. Und ehrlicher, als das... können keine Worte der Welt sein.

Ich bin... irgendwie in einem schwer zu beschreibenden Gefühlszustand...

Ich fühl mich gut. Bei dir. Immer mehr und mehr. Und ich bin so froh - was auch immer geschieht, dass ich es zulasse.

So sehr und vom ganzen Herzen.

Danke. Dafür, dass du (A) so bist, wie du bist. Zu mir. Zu uns.

Danke.

7. Juni 2017

Ich bin auf der Arbeit.
Habe Nachtbereitschaft und kann nicht schlafen.

Irgendwie ist momentan alles ziemlich vielvielviel.

Gedanken ordnen funktioniert nicht.

Ich glaube, mir fehlt etwas.

Etwas Ruhe, Zeit für mich...
Zeit für Tränen und los lassen.

Ich bin zwischen schönen Momenten und herzzerreissenden Gedankengängen gefangen. Ohne Licht am Ende des so gut bekannten Tunnels.

Es ist schon verrückt, wie wichtig das hier ist.
Wie notwendig es ist, Worte nieder zu schreiben, einfach so, ohne verurteilt zu werden.

Diese Unruhe ist unangenehm.
Ich hoffe so sehr, dass sich das wieder legt.
Ich fühle mich, als hätte ich irgendetwas falsch gemacht irgendwo hier auf der Welt. Und ich kann es nichts zuordnen.

Druck? Überforderung? Angst?

Schlaf doch, Liebes.
Versuch es.

Wie sehr müssen mich unsere Mädels hassen für diesen Satz. Predige ich doch immer wieder diese ach so schlauen Worte - schließe die Türe und verweile selbst lange in einem Zustand, der es mir unmöglich macht, die Augen zu schließen und zur Ruhe zu kommen.

Früher war ich das Kind, das dachte, Erwachsene müssen es doch besser wissen.

Heute bin ich erwachsen und verstehe,
Wie sich die Erwachsenen damals gefühlt haben müssen...

Es hieß, Lehrer und Erzieher seien auch nur Menschen.
Das hat doch nie einer von uns geglaubt.
Und jetzt?

....

30. April 2017

Du hast gefragt, ob du anrufen darfst.

Ich sagte nur, ich weiß nicht.

Du hast gesagt, du wirst es tun, wenn es um dich herum ruhiger wird.

Von mir kam nichts, bis auf den fiesen Gedanken,  dass ich nicht ran gehen müsste.

Blöderweise war ich richtig angepisst wegen einer Nachbarin, als du anriefst.

Aber das Ergebnis nach dem Telefonat - der lauten Musik und rumhüpfen auf Kartons zum abreagieren, einem Whatsapproman von mir, um alles zu benennen und schließlich noch einem Telefonat...

Werde ich mich für das positive Bild entscheiden. Sehen, was passiert.

29. April 2017

Nur für den Fall, dass...

Reihenfolge beibehalten.
Worte und Gedanken erlauben.
Nur für einen Moment.

Donnerstag - erster Arbeitstag.
Mittwoch gegen 23 Uhr fragst du, ob ich einen schönen Urlaub hatte. Ich lese - verstehe.. Kann nicht antworten.

Ich tippe und lass es. Denke und lass es. Löschen ist das neue Vergessen?

Donnerstagabend beschließe ich, eine Pause einzulegen. Facebook wird deaktiviert. Hat immer geholfen.

Freitag funktioniert. Bis ich im Bett auf der Arbeit liege. Was ist das? Unsicherheit? Schmerz? Sinnlose Aneinanderreihung von irgendwelchen Gefühlen, die irgendwem gewidmet sind,irgendwem ohne festen Namen?

Gegen 23 Uhr wieder eine Nachricht. Ob alles klar ist. Natürlich - denke ich. Wie denn auch nicht. Stehe wieder auf und rauche eine. Die Nacht wird kurz. Ich warte 30 min, bis ich dir antworte. „Sicher“.

Was soll ich auch sonst sagen? Ist ja doch dumm und ohne Sinn und widerspricht sich von Anfang an.

Samstagmorgen. Keine Antwort, das ist okay. Ich denke mir Nichts dabei. Oder zuviel.

Mittags komme ich heim. Antworte erneut. „Bis auf ein oder zwei Sachen zumindest. War arbeiten. Warum?“

Wenige Minuten später seine Antwort. Er wollte nur mal fragen. Klar.

„Nun.. ok“, ist das Einzige, was irgendwie meinerseits geht. Fick dich, Hirn.

Du fragst, warum ich so wortkarg antworte.
„Joa“, schreibe ich. The fuck?

Lange kommt nix.

„Du machst mir Sorgen“, schreibst du plötzlich. Achso.

Tausend Worte und Variationen und am Liebsten würde ich schreiben, ich bin raus. Raus, bevor es überhaupt beginnt.

Aber da beginnt nichts. Alles Einbildung. Alles komisch, unpassend.

„Ich mir auch“, schreibe ich letztlich.

Insgeheim hoffe ich, dass du mir nicht mehr antwortest.

Nie mehr.

Denn die Autofahrt nach Hause war vorhin.. sowas von strange. Sowas von extrem strange. Ich habe bei der bestimmten Ausfahrt, der ich sonst dumm entgegen grinse oder den Mittelfinger hebe, nicht mal hingesehen. Vergessen. Dran vorbei gefahren.

Nur für den Fall, dass ich mich im nächsten Moment vergesse.

Vergesse ich lieber alles andere um mich herum.

27. April 2017

Es ist nicht cool, darüber nach zu denken.

Es ist nicht cool, dass wir bereits den zweiten Tag nicht schreiben.

Es ist nicht cool, dass dieses schlampige Mädel seit gestern in deiner Liste ist.

Es ist nicht cool, dass mich das Alles in eine Zeit versetzt, die nicht cool war.

Versteh mich nicht falsch, ich male mir wirklich keine Zukunft aus.

Ich habe alles so locker gemeint, wie ich es gesagt und geschrieben habe.

Aber menschlich - menschlich tut es irgendwie weh. Es ist eine Respektsache für mich.

Ich weiß, ich bin kurz davor, innerlich wieder davon zu rennen, weil ich doch merke, dass dieser Weihnachtensatz nicht ohne Wirkung - ohne Folgen bleibt.

Ich melde mich nicht - du dich auch nicht.

Was wir unterbewusst wollen, wenn wir uns nicht nur so verhalten, wie Sexualpartner, kann ich trotzdem nicht sagen.

Ich glaube, ich hätte nie einen Kontakt herstellen sollen.

Weil ich herum jammere, obwohl ich nichts, als Sympathie empfinde. Und Nähe - irgendwie - aber keine ernsten Dinge.

Das Drama, das ich mir selbst ausmale, wird wohl nie enden.

Vielleicht wird es nie zu keinem Knall kommen, weil unsere Worte nie das gegenseitige Herz berühren.

Deine Chats sind gelöscht, weil es irgendwie leicht war, sie zu löschen.

Der Gedanke, dass ich uns nicht vertiefe, erzeugt ein Gefühl von Erleichterung.

Die Angst, mich zu verpassen, ist zu groß.

Wie groß ist die Angst, dich zu verpassen?

Ich will mich immer wieder vor mir selbst rechtfertigen - sage mir immer wieder, dass solche dramatischen Worte nach solchen Treffen und Absprachen und auch der Tatsache, dass ALLES auch so gemeint war absolut keinen Sinn machen.

Aber so bin ich. Analysierend, nachdenkend, vorsichtig, abwägend. Stets bedacht aus dem Falschen das Richtige zutun, da sonst etwas aus meinem Leben entfällt : Die stetige Traurigkeit und Melancholie meines da seins.

Selbstdisziplin ist für'n Arsch.

Du....

Ach halts Maul.
Fuck off.

Rumgeheule hat noch nie geholfen.

25. April 2017

Ein neues (A) - ein neuer Mensch - eine neue Geschichte

Eigentlich war mein erster Gedanke meine Schwester. Zu ihr könnte ich gehen und Fragen stellen. Oder Antworten bekommen. Oder einfach nur Worte, die nicht meine sind.

Bevor ich (A) anschrieb, schrieb ich (J).
Seltsam eigentlich, weil sie eine gewisse Ex ist - dennoch war ich irgendwie sicher, dass sie ehrlich zu mir ist. Und das war sie. Neugierig, aber ehrlich.

Ich sah (A) vor ca. 4 Jahren zum ersten Mal in der Bahn. Von da an immer öfter. Und er stieg jedes Mal eine Haltestelle vor mir aus.
Ich starrte ihn an. Immer wieder. Und während ich das tat, wollte ich einerseits schreien „Hier!!“ und andererseits war ich irgendwie... unsicher. Er schien interessant. Anscheinend zu sehr. Denn irgendwann wechselte ich meine Arbeitsstelle und sah ihn nicht mehr in der Bahn. Stattdessen im Club. Zwei oder drei Mal. Und ich weiß, ich starrte auch dort - bis zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Bis - (A), dessen Namen ich da noch nicht kannte zu meiner schlimmsten Menschenerfahrungen ging. Zu (A), meinem Ex. Sie sprachen kurz und daraufhin drehte er sich zu mir um und sah mich so an, als wäre ich irgendjemand unpassendes, abartiges, etwas Falsches. Ich werde den Stich nie vergessen, den mir dieser Blick versetzt hat.

Und jetzt nach all den Jahren habe ich dich doch angeschrieben. Und mich mit dir getroffen, bereits drei Mal. Obwohl schon das erste Treffen beinahe scheiterte, denn - du bist der große Bruder von (J). Der mich seit 2011 immer weniger beachtet hat, immer distanzierter wurde... und erst jetzt im Jahre 2017 bist du explodiert und hast endlich gesagt, warum.

Du hattest Gefühle - starke Gefühle. Und ich ging zu meiner schlimmsten Menschenerfahrung zurück - damals wie so oft. Und seit dem lässt du keine Gefühle mehr zu.
Das tat weh, bis zu bitteren Tränen.
Du sagtest, es sei okay, wenn dein Bruder und ich uns treffen - Kontakt haben. Noch bevor wir überhaupt miteinander sprechen konnten von Angesicht zu Angesicht.

(A) und ich hatten uns somit nach langem Hin und Her für jedes Treffen entschieden. Es ging relativ weit, weiter, als es vielleicht sollte. Aber als wir den Stand der Dinge besprachen, war ich abgesichert - sicher, nichts mehr zu zerstören.. irgendwie.

Falsch.

Du, (A), sagtest gestern, dass dein Bruder an Weihnachten nicht zum Familienessen kommt, wenn du mich mitnehmen solltest.
Wow.

So etwas im April zu bereden, von so etwas aus zu gehen... So etwas zu äußern...

Ich habe nicht einschlafen können. Und irgendwann habe ich mich aktiv gegen die zunächst ausgewählte Einsamkeit entschieden und nahm deine Nähe an. Kam zu ihr zurück, um nicht mehr denken zu müssen. Aber jetzt bist du seit einigen Stunden weg. Und der Satz - die damit verbundene Katastrophe und dieser Zufall und alles zusammen....

Ich habe dich gern um mich und bei mir und ja, vielleicht schlagr ich mir dich in zwei Wochen schon wieder aus demm Kopf.
Aber wie funktionieren solche Arten von Zwischenmenschlichkeit?
In wie weit sollte mich der Zusammenhang belasten? Wenn (J) nie solch einen Satz von sich gegeben hätte, wäre ich entspannter. Denn ich habe noch nie irgendeine Form von engerem, längerem, ernsterem Zwischenmenschlichen annehmen können. (J) ist sehr besonders in seiner Art und seiner Vorstellung von Dingen, Menschen und Gefühlen. Aber mehr als eine tiefe Freundschaft hätte ich niemals geschafft und damals schon gar nicht...

Aber wäre es nicht eigentlich richtig, auf zu hören, bevor es richtig beginnt? Man stelle sich alle möglichen Varianten einer zwischenmenschlichen Beziehung vor. Wie soll das laufen - jemals ohne mulmiges Gewissen, wenn nicht einmal die Mutter der Beiden ein gutes Gefühl hat?

Warum zur Hölle... Passiert so etwas eigentlich mir?

Du wolltest heute so ungern gehen, lieber (A) und ich weiß jetzt ehrlich gesagt nicht, ob ich noch mehr Chaos und Drama will. Zwischen uns ist noch kaum was entstanden. Ich will momentan auch weder mehr noch weniger als das, was wir haben. Aber irgendwann muss man sich immer entscheiden. Immer.

Also was... passiert hier eigentlich?

20. März 2017

Was bewegte sie dazu, trotzdem zu bleiben?

Ich selbst würde mir einen Kopfschuss verpassen, sollte ich jemals schwanger werden.
Im Leben würde mir der Gedanke freiwillig nicht kommen, Leben in diese Welt zu setzen.
Es gäbe zu viele Punkte, zu viele Sichtweisen, zuviele Tatsachen, die man mir beweisen, versichern, zugestehen müsste und dies kann glaube ich logisch gesehen kein Mensch auf dieser Welt.

Vorhin habe ich eine Sendung gesehen, in der eine Jugendliche schwanger wurde und richtig ausgetickt ist. Und da habe ich irgendwie erst an meine Sichtweise und letztendlich an meine Eltern denken müssen.

Meine Mutter hat sich immer zwei Mädchen gewünscht. Der Mann, für den sie sich letztlich entschieden hat, war abartig. Aber ihren Wunsch hat sie sich erfüllt.

Dennoch frage ich mich... Was bewegte sie dazu, bei ihm zu bleiben?

Als sie mit mir schwanger war - und er wusste es - stieß er sie die Treppe runter.
Ich frage mich zum Einen, wie er dazu fähig sein konnte zu riskieren, zwei Leben auf einmal zu beenden... Aber noch mehr interessiert es mich, wie meine Mutter trotzdem noch über 10 Jahre bei ihm bleiben konnte?

Ich stelle einfach mal die Behauptung auf, dass psychisch gesunde Frauen solche Männer verlassen würden. Klar, sie hätte schon früher merken müssen, was er ist. Wozu er fähig ist.

Aber dein eigenes Kind? In deinem Bauch? Und sie blieb. Sie blieb, sie bekam 7 Jahre später meine Schwester und sie blieb weiterhin - bis ich dieses Theater beendete.

Wozu ging sie dieses Risiko ein? Wo war die Vernunft?
Sie hat mal gesagt, sie hatte gehofft, wenn das Kind erst mal da ist - ich erst mal da bin, dann wird er sich ändern. Das denken viele Frauen, das ist eine typische Denkweise, jeder hat so etwas schon mal irgendwo gehört. Aber ihr Leben hätte vorbei sein können. Mein Leben, das - ich halte fest - keine 3 Monate später auf der Welt begonnen hatte, hätte mit einem Stoß einfach vorbei sein können. Zu ende.

Zack, tot.

Und sie blieb. Ein beunruhigender Gedanke.

Die Geschichte mit (A) ging zu lange. Wie weit wäre ich noch gegangen?

Das mit (M)... Wenn er gewollt hätte - wäre ich noch weiter in die Knie gegangen?

Es macht mir doch ein wenig Angst, wie schnell ich in solch eine Rolle zurück falle, obwohl ich ohne Partner, ohne "Gefühle für jemanden" ein komplett anderer Mensch bin.

Ist es das, was Menschen meinen mit "Liebe macht blind"?

So ein ungesundes Verhalten in Beziehungen will ich nicht an den Tag legen. Nicht mal direkt das Verhalten an sich, aber das, was im Kopf passiert.

Vielleicht ertrage ich Beziehungen nicht. Ich bin gern für mich. Vielleicht fühlt sich mein Inneres so falsch, so fehl am Platz, sobald ich einen Partner habe.

Aber deshalb zu allem fähig sein? Sich selbst schaden? Das ist ein Paradoxon in sich...

Und trotzdem lässt es mich nicht los, wie sehr meine Mutter doch schon fast... das Stoßen von der Treppe "akzeptiert" und beinahe "verharmlost" hat, indem sie einfach blieb. Das auf sein Verhalten keine Konsequenz folgte... Will ich nicht verstehen.

6. März 2017

Definition : Partnerschaft

...es ist als Kompliment zu nehmen, dass man als potenzieller Sexualpartner angesehen wird.

Wirklich?
Ist es das? Oder sollten solche Dinge abschrecken? Oder kommt es darauf an, wonach man Ausschau hält?

Ich wäre die Letzte, die Sex an sich verurteilt. Aber ist es nicht irgendwie fragwürdig, es von Anfang an als Möglichkeit zu sehen? Möglichen Besuch für möglichen Sex?
Oder ist das einfach die gnadenlose Ehrlichkeit eines Mannes, der wahre, ehrliche Gedanke, der in den Köpfen der Menschen kursiert, wenn man auf jemanden trifft?

Ist es gleich in jeder Hinsicht abwertend oder einfach nur menschlich?

Vielleicht suchen Menschen in der heutigen Zeit nach Etwas, was es gar nicht mehr gibt?

(M) ist wohl auf dem Weg zu seiner Ex. Das ist der wahre Grund gewesen für diese abgefuckte Zeit. Traurig für ihn - in irgendeiner Hinsicht durchaus gut für mich, dass es nicht noch länger hielt, als diese bescheidene 2 einhalb Monate.

Dennoch - er hat mir ins Gesicht gelogen und da war ein Gefühl und ich habe es ignoriert.

Und jetzt stellt sich mir wirklich die Frage, auf was ich momentan aus bin. Luft? Zeit? Lust? Ruhe? Oder einfach.. Nichts?

Für mich ist es noch nie ein Kompliment gewesen, wenn man Sex mit mir wollte. Ich habe keine männliche Seele in meinen Kontakten, die nicht mal auf etwas Derartiges hinaus wollte. Es ist traurig, denn man wird darauf reduziert. Also im Grunde ganz einfach... Eine Sache der Perspektive. Aber von welcher Perspektive kann ich sprechen, wenn ich den, der mich als Sexualpartner in Betracht zieht noch nicht mal live gesehen habe?

Wie abgestumpft und verzweifelt sind wir wirklich? Und wie weit würden wir gehen, um nur für zwei Stunden unsere innere Leere zu füllen? Wie schnell überschreitet ein Mensch seine Grenzen in der Hoffnung, dann endlich bedingungslos geliebt zu werden?

5. März 2017

Ich möchte einmal kurz Worte los werden.

Ein wenig festhalten.

Ich will, kann und werde (M) mit Sicherheit nicht zuviel Raum auf meinem Blog und vor allem in diesem Post lassen. Dennoch denke ich, dass wenige Tatsachen hier her gehören.

Er kam wie vereinbart - pünktlich. Ich glaube, das ist jetzt 2 (?) Wochen her.
Ich war matsch im Kopf - vorher und hinterher.

Währenddessen hielt ich eine Panikattacke zurück - so weit es eben ging. Ich glaube, meine Atemlosigkeit und mein Herzschlag hat man überall an mir sehen können - wie ein Beben. Und es war so eklig. So unglaublich.. eklig.

Er hat sowas wie Smalltalk versucht, es war wie ein Treffen mit einem Bekannten - allerdings nur für ihn. Außerdem lächelte er immer wieder - fast wie aus Mitleid. Dabei sagte ich, es geht mir gut. Gut.
Als er gegangen ist, habe ich gewartet, bis er ins Auto steigt und fährt. Und erst dann konnte ich auf meinen Balkon, habe geraucht, habe geweint, mich den ganzen Tag schlecht gefühlt und fühlte mich in die drei Wochen zurück versetzt, in denen er mich so sehr am Abgrund hat stehen lassen.

Aber am nächsten Tag war alles okay. Und am Tag darauf. Bis heute.

Ich denke immer noch, ich erinner mich nicht an irgendwelche Erlebnisse, aber ich denke immer noch. Gedanken denken sich teilweise von selbst, so ist das eben.
Aber es geht mir... gut.


Da ist nur die Tatsache, dass ich morgen 24 werde. Erneut ein Geburtstag. Erneut ein ganzes Lebensjahr rum. Und ich weiß noch genau, wie ich mich letztes Jahr aus Verzweiflung selbst eingeladen habe, mit einer Freundin und ihrem Kumpel feiern zu gehen, weil ich sonst nichts an meinem Geburtstag mit mir anzufangen wusste. Und ich weiß noch genau, wie ich dort getanzt habe und getrunken habe und es mir gut ging und ich mich aktiv gegen einen Ausraster entschied, als ich (A) an mir vorbei gehen sah und die Luft anhielt. Ich habe mich aktiv dafür entschieden, zu leben.

Und ich entscheide mich weiterhin aktiv dafür, nicht einfach nur zu existieren.

Ich will leben, ich bin glücklich und habe alles, was ich wollte.
Immernoch meine Arbeitsstelle - meinen Kater - meine Wohnung - Mich.

Und dieser Er , wo auch immer es ihn gibt und wann er sich zu erkennen gibt...
Ist Etwas, das kommt, wenn es kommt. Ich glaube, wenn man mit sich selbst nicht kann - kann es niemand anderes. Und keiner macht einen glücklich, wenn man es selbst nicht bereits ist.

Ich wünsche mir ab heute 0.00 Uhr ein besseres Ich - ein ruhigeres Ich - ein Ich, welches sich annimmt in traurigen und glücklichen Momenten. Ich wünsche mir nicht mehr einen Menschen, der mich nimmt wie ich bin. Ich wünsche mir, mich selbst in allen Lagen anzunehmen - mich nicht zu verurteilen und nicht mehr zu vergessen, dass es okay ist, menschlich zu fühlen. Kleine Tode zu sterben und wieder auf zu erstehen. 

Es ist okay, wenn ich mich oder das um mich herum hasse. Und es ist okay, wenn ich in nächster Sekunde die Welt umarmen könnte. Es ist okay, ich zu sein.

Es ist gut, ich zu sein. Ohne euch da draußen, die einen Grund haben, weswegen ich meinen Weg ohne euch weiter gehe. Nicht alles hat seine Gründe. Aber wenn ein Mensch aus freien Stücken geht - so wird dies seinen Sinn haben. Kommt nicht zurück. Bleibt, wo ihr seid. Ich weiß, dass es besser so ist. Für euch. Für mich. Für mein Inneres. Und die Menschen, die neu in mein Leben treten werden.
Irgendwann.

 

25. Februar 2017

Jetzt ist es doch Samstag,
weil er es Freitag nicht geschafft hat zeitlich.

Und der Geburtstag war gut und trotzdem bin ich schon daheim,
weil es mir einerseits gut geht und andererseits ist da so ein Gefühl..

Ich sitze hier auf meinem Bett und vielleicht hätte ich endlich, endlich weinen und los lassen können, wäre er nur da gewesen. Für lächerliche zwei Minuten.
Dann wäre ich sicher irgendwie innerlich.. anders.

Aber jetzt sitze ich hier und da ist nichts...

Da ist nichts, außer diesem Gefühl.

Ich bin innerlich taub.

Das ist das, was gerade in mir ist. Endlich habe ich ein Wort dafür.

Taub.

Und es ist so.... unangenehm. Es ist momentan nicht okay,
nichts zu fühlen, außer Taubheit.

Ich hoffe, du holst die Sachen Samstag. In einigen Stunden.
Ich denke, dann geht ein großer Teil endlich weiter in die vernünftige Richtung.
Wenn du morgen nicht kommst, muss ich die Sachen verschwinden lassen.
Ich denke, irgendwann wirst du auch nachvollziehen können,
dass ich nicht weiter auf dich warten werde - das muss ich nicht mehr.

23. Februar 2017

Du schreibst..

Ich bin gerade arbeiten, als du dich meldest.

Ob du Samstag deine Sachen holen kannst.

Ich sagte, Freitag. Aber du willst es wieder verschieben.
Als wäre nichts dabei.

Ich sage,ich überlege es mir. Denn du kannst Freitag erst ab 20 Uhr.
Und Samstag ab 16 Uhr. Du ziehst um,erzählst du mir. Und jetzt?

Es ist komplett gegen meine innere Ruhe und gegen meine eigenen Regeln,
so ruhig und wie selbstverständlich auf deine Nachrichten zu antworten.

Ich schreibe dir einige Stunden später, dass es immer noch bei Freitag bleiben soll.
Zwischen 20 Uhr und 20.30 Uhr.

Ich kenne sowas nicht - so einen “normalen Umgang“ mit Exfreunden.

Weil ich noch nie irgendeine Form von Ungang mit Exfreunden wollte und will.

Du hast noch nicht geantwortet.
Ich hoffe,du kannst morgen.
Ich hoffe, du bist pünktlich,damit ich auf den Geburtstag kann,
um einfach mal wieder raus zu kommen.

Ich will keine Nachrichten oder auch nur kleine Worte mit jemandem wechseln,
der mir so weh getan hat.

Und vor allem habe ich jetzt endlich wieder nach 4 Wochenenden ein freies Wochenende,
das ich mit Ruhe verbringen wollte. Mit lesen und essen und Serien und trauriger Musik,
mit kleinen Spaziergängen und Zeit für mein Inneres.

Und nicht damit, mich den halben Tag auf meinen Ex einzustellen - die Sachen abzugeben und den restlichen Abend mit gemischten, aufgewühlten Gefühlen zu verbringen,
die ich momentan nicht abschätzen kann, was mich echt wahbsinnig macht.

21. Februar 2017

Ich bin mir nicht sicher,
wen ich damit wirklich bestrafe, indem ich den "Sachenabholtermin" auf Freitag verschoben habe.

Der Samstag, an dem du kommen wolltest, war mein erster Samstag nach 4 Wochen,
an dem ich etwas unternehmen konnte, ohne mich schuldig zu fühlen oder trauernd im Bett zu liegen.

Es war schon richtig so, dass ich nicht sofort gesprungen bin, als es dir gepasst hat.

Jetzt steht dieser Freitag vor der Tür und ich weiß, ich werde dich an diesem Tag das letzte Mal sehen. Für Monate - Jahre oder vielleicht sogar für immer.

Ich habe seit dem Tag, an dem du mich aus der Wohnung geworfen hast eigentlich kein einziges Mal geweint. Zwei Mal kam es kurz hoch - hielt 2 Minuten und war wieder okay.

Gestern habe ich versucht, mich zum Weinen zu zwingen.
Da kam kurz was - ganz kurz. Und dann war es wieder weg.

Dieses Gefühl ist ganz tief in mir, dieses unbeschreiblich komische Gefühl.
Ist es vielleicht der kalte Entzug? Oder ist das innerliche Zustimmung, die zwar weh tut,
aber berechtigt ist, weil die Zweifel schon von Anfang an irgendwie da waren?

Unsere Zeit war kurz.
Trotzdem würde ich diese gerne verarbeiten.
Ich sage mir täglich, dass es richtig so ist. Erlaube mir, traurig zu sein und damit abzuschließen.
Und immer wieder sagt mir eine Stimme in meinem Kopf, es könnte vielleicht doch...?

Nein.
Es ist zu Ende. Und es wäre falsch. Ich sage es mir, weil ich es weiß.
Ich spüre, dass ich es weiß und auch weiß, dass ich mir selbst glauben kann und muss und darf.

Aber... was, wenn ich mir einrede, dass ich es einsehe..
Aber in Wirklichkeit stehen geblieben bin?
Und mich das Treffen am Freitag umhaut?

Einerseits will ich es - aus tiefstem Herzen. Ich will die Türe hinter dir zuschließen, zusammen brechen, weinen und schreien, meine Kippe rauchen und damit abschließen.

Aber ich will nicht brechen. ZERbrechen. Falls ich doch noch an einem Punkt stehen geblieben bin.
Und dieses Gefühl, das ich innerlich habe nichts weiter ist, als ein warten oder ein hoffen.

Bitte lass es mich endlich wirklich wollen.
Lass mich los lassen wollen. Innerlich - äußerlich. Vollständig.