Du hast kein Recht darauf zu verurteilen, auf welche Weise ich mich gerettet habe, nachdem du alles zerbrochen hast!

28. April 2015

Krebse

Krebse sind interessante Tierchen.
Ich würde auch gern seitwärts laufen können und so cool aussehen, wie die.
Und solche Scheren zu haben wäre manchmal auch praktisch.
Und so einen Panzer um mich herum wär auch nicht schlecht.


Ja, Krebse sind interessante Tierchen.


Ich will keinen Krebs.

25. April 2015

Hoffnungslosigkeit

Er hat die andere Hälfte noch.

Wie soll ich die Kette tragen, wenn er die andere Hälfte noch hat.

Wie soll ich das ohne Bedeutung tun, wenn er die zweite Hälfte noch hat.

Ich

distanziere

mich

von

mir

selbst.

Ich habe alles durchsucht. Alles.

Karton, Schublade, Schmuckkasten.

Alles.

Scheiß Zustand gerade.
Ich muss mich an der Realität festhalten, sonst schwebe ich davon.
Und dabei muss ich doch jetzt los.
Ich darf mir nichts anmerken lassen.

20. April 2015

"Ich hab eine Art Tagebucheintrag von ihr gefunden. Sie hat geschrieben,
dass sie immer für alle da ist. Wenn sie jemanden braucht, dann ist keiner da. 
Außer P. Und sie möchte Abitur machen. Damit ich weniger Geldsorgen habe.
Könntest du mal mit ihr reden?"

"Worüber? Mama hat deinen Tagebucheintrag gelesen und möchte wissen, was los ist?"

"Haha,nein. Einfach darüber, wie sie sich die Zukunft vorstellt. Und so.."

"Aber du hast es doch gefunden? Wieso soll ich dann mit ihr sprechen?"  Du bist die Mutter..

"Okay.. Das heißt, ich muss mit ihr reden.. mh.. hm.. Ja.. Na gut, ich versuch es mal einzubringen."

Ist das dein beschissener Ernst?
Mir hast du nie zugehört. Das tust du heute noch nicht..
Und bei ihr machst du die selbe Scheiße.
Du hast dich dafür entschieden, ein zweites Kind auf die Welt zu bringen. Dann verhalt dich doch endlich mal, wie eine Mutter.
Verdammt nochmal.
Das dir das selbst nicht peinlich ist..
Selbstverständlich spreche ich mit ihr. Immer und über alles.
Aber mal ganz ehrlich.. Das kann doch nie im Leben dein verdammter Ernst sein. Wer ist die Mutter? Wer?! ...

17. April 2015

Ein Test des Lebens - meine Chance auf innere Ruhe

Es hat funktioniert.
Ich weiß zwar nicht, was ich getan habe.. Oder nicht getan habe..
Aber sie wollen mich.
Zunächst für drei Monate,immer vormittags als eine Art "Aushilfe",
was ich für mich als Einarbeitung verstehe..
Und wenn ich mich gut anstelle und es wirklich passt,
bin ich ab September tatsächlich fest angenommen.
Ich bin immer noch etwas durcheinander, denn es ging und geht immer noch unfassbar schnell.

Ich freue mich, auch wenn es nun etwas vollkommen anderes ist,
als ich eigentlich immer wollte..
Aber das bedeutet ja nicht, dass ich es nicht irgendwann einmal doch erreichen kann.
Erst einmal ist mein Ziel,
aus dieser Einrichtung endlich zu verschwinden.
Oh, ich kann gar nicht beschreiben,
welches Gefühl mich genau übermannt,
wenn ich ihn sehe und höre und sie sich wieder aufspielt.

Es ist eigentlich der pure Wahnsinn, jetzt so einen radikalen Sprung zu machen.
Und die Doppelbelastung die nächsten drei Monate wird nicht witzig.
Aber Extrageld schadet nicht.
Und die Zeit für mich zu nutzen,
um hoffentlich ab September gut eingearbeitet in ein "neues Leben" zu starten ist gerade zu..
Wie ein erhörter Wunsch..

Ich freue mich, ich habe Angst und ich bin vollkommen unbeholfen und gleichzeitig sicher in meinen Gedanken und Vorhaben. Eben typisch Ich.

Danke für die Chance, ich werde sie mit allem nutzen, was ich habe.
Mit allem.

Versprochen.

15. April 2015

Motivation - positive Gedanken

Morgen. 8 Uhr.

Du schaffst das, vielleicht nicht reibungslos, vielleicht auch chaotisch.
Gut möglich, dass deine Nerven am Ende wären,
Gut möglich, dass es sich falsch anfühlt.
Gut möglich, dass es unerreichbar wirken wird.
Aber es wird.

Du schaffst es. Und wenn nicht morgen, dann an einem anderen Tag.
Denn die nächsten Monate haben viele Tage zu bieten.
So viele verdammte Tage und glaube mir..
Wenn du es morgen nicht schaffst,
sind vielleicht die nächsten Tage an deiner Seite.

Irgendeiner dieser Tage muss es sein.

Irgendwann muss es einfach ein Ende haben.
Irgendwann muss es einfach gut gehen.

Gut sein.

14. April 2015

"Ich möchte Sie in meinen Unterlagen auf keinen Fall zu psychisch krank darstellen, sonst bekommen Sie am Ende noch Probleme im Berufsleben.."

Wenn der wüsste..

11. April 2015

Der Gedanke an dich - mir wird übel

Jedes deiner Worte verursacht Übelkeit.
Ein Foto von dir zu sehen, ekelt mich an.
Wenn du schreibst, bin ich genervt und antworte vorerst nicht.
Wenn ich antworte, dann plump, desintressiert.
Deine Fragen fühlen sich an, als wärst du ein dummer Mensch.
Die Vorstellung, wie du deinen Haferbrei isst, ist widerwertig.
Ich habe den Drang, dich fertig zu machen. Dich zu beleidigen.
Ich habe den Drang, einen Grund zu suchen, dich auf die schlimmste Art,
die ich drauf habe ganz weit weg von mir zu stoßen.
Ich fühle mich eingeengt.
Ich möchte dich ins Lächerliche ziehn.
Ich verstehe nicht, wieso wir lange Texte schreiben müssen.
Ich verstehe nicht, wieso du dämliche Witze machst und diese auch noch selbst lustig findest.
Esekeltmichanesekeltmichanesekeltmichan.

"Hast du für mich mitgeschlafen? :D"

Was ist das für eine dämliche, beschissene, dumme, unnötige Frage, die du mir um 16.30 Uhr an einem Samstag stellst?


Ich weiß, das ist dir gegenüber nicht fair. Ich weiß, dass wir 5 Stunden über Skype geredet haben.
Ich weiß, dass ich vor wenigen Tagen ebenfalls lange Texte verschickt habe.
Ich weiß, dass ich mich vor wenigen Tagen über deine Nachrichten gefreut habe.
Ich weiß, dass ich wollte, dass du her kommst.
Ich weiß, dass ich gerne tagelang mit dir geschrieben habe und die Zeit vergessen habe.
Aber ich will das nicht.
Ich. Will. Das. Nicht.

Ich brauche Zeit zum Atmen, zum nichts tun, ich habe keinen Bock dauernd am Handy zu sitzen, ich habe keinen Bock solche Fragen gestellt zu bekommen, ich habe keinen Bock, dämliche Witze zu hören, ich habe keinen Bock mehr mich auf all das einzulassen.
Ich habe keine Zeit für so einen Schwachsinn.
Ich bin eine Einzelgängerin.
Und eine feige noch dazu.
Ich brauche meine melancholischen Stunden, ich brauche meine Serientage, ich brauche Abstand..

Ich will dich nicht mehr treffen. Du bist ein wunderbarer Mensch, ja wirklich.
Aber ich will das nicht.
Ich will dich nicht.
Und ich kann nicht sagen, wieso. Und es ist mir auch egal.
Bis ich jemanden so weit an mich ran lasse, kann es Jahre dauern.

Ich bin alleine einfach so viel glücklicher. Und alleine habe ich auch nicht diese schrecklichen Gedanken Menschen gegenüber, die mich nicht kennen, die ich nicht kenne und die nichts dafür können, dass sich immer wieder ein Schalter in meinem Kopf umlegt und ich eine vollkommen andere Person bin..

Dieser Blog ist meine Gedankenwelt. Ich bin mein eigener Feind.
Und deswegen darf ich wenigstens hier schreiben..
Dass du dich bitte wieder aus meinem Leben verpisst. Einfach so.
Einfach so, wie du aufgetaucht bist. Bitte geh.
Ich kann dich nicht ewig ignorieren.
Irgendwann halte ich das alles nämlich nicht mehr aus.

Ichwilldichnicht-
Ichwilldichnicht-
Ichwilldichnicht-
Ichwilldichnicht-
Ichwilldichnicht-
Ichwilldichnicht-
DugehstmirsoabartigaufdieNerven-
Dukannstnichtsdafür-
IchbinsoangewidertvoneuchMenschen-
VoneuchmännlichenMenschen-
Verschwinde!

EstutmirLeid.

6. April 2015

Es spricht zu mir - aber ich verstehe kein Wort

Wo fang ich an..

Von Donnerstag auf Freitag hat meine Mum ihren Rausch bei mir ausgeschlafen.
Sie hatte wieder einmal Stress mit ihrem Kerl. Sie kam mit einer Flasche Scotch an.
(R) war bei mir. Wir wollten eigentlich einen gemütlichen Abend machen. 
Letztendlich waren beide dicht. 
Meine Mum hat die halbe Flasche Scotch pur geleert, allein.
Am Freitag hat sie geschlafen bis um halb zwei und ist dann irgendwie heim.
Wir wollten essen gehen - dies fiel dann aus.
Mutter schläft ihren Rausch bei ihrer ältesten Tochter aus,
das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Mir ist in dem Moment bewusst geworden, dass ich aus einer Suchtfamilie stamme.
Es war immer nur mein Erzeuger, der Böse, der Alkoholiker.
Der Abhängige.
Nun ist mir klar, meine Mum steckt auch tief drin. Morgens 2 cl, denn so beginnt der Tag besser.
Wollt ihr mich eigentlich verarschen?!
Ich habe während meiner Ausbildung gelernt.. Entweder Vorbild oder Angst.
Habe ich die Angst gewählt? Ich bin im Grunde genommen gefährdet.
Danke dafür. DU hast dich dafür entschieden. Du verdammtes, labiles.. mhgvtn.

(R) hat, als meine Mum gepennt hat und wir uns auf den Balkon verzogen haben, zu mir gesagt..
Das er es einfach nicht kann. Oft in Kontakt zu mir zu stehen. Er spricht mit mir über Dinge,
über die er mit anderen nicht spricht. Was nicht heißt, dass ich alles weiß. Aber genug.
Ich weiß, dass wir einander irgendwie brauchen. Und ich werde ihn niemals allein lassen.
Aber es wurde mir bewusst, wie ein Schlag ins Gesicht.. Wir werden nie normale Freunde sein. Nie.  

Er: - Bitte, nur einen Kuss. Dahin.. Ja, genau dahin. 
Ich: - Nein. 
Er: - Bitte, nur einen. 
Ich: - Ich rauch jetzt noch eine.

Ich habe zum ersten Mal in seinem Arm geheult. Er hat mich dabei nicht angesehen. Er hat nichts mehr gesagt. Er hat alles richtig gemacht.

Das mit der Arbeitsstelle.. bringt mich um den Verstand.
Ich weiß nicht, wo ich mich noch bewerben soll.

Ich habe das Gefühl, ich habe bei der Welt nach einer Aufenthaltsgenehmigung gebeten und mir wurde kräftig ins Gesicht getreten.

Gestern habe ich mich mit (J) getroffen. Seine Ex hat mit ihm Schluss gemacht.
Er zweifelt an sich. Klar, verständlich.
Zwei mal im halben Jahr verlassen zu werden.. macht nen Knacks.
Wir saßen im Cafe. Ich habe das Kleingeld aus dem Geldbeutel gekramt..

Das rechte Ohr wird stumm. Wie, als würde man gleich ohnmächtig werden.
Das linke Ohr summt und ziept und dann - als würde man gerade einen Radiosender einstellen, findet sich plötzlich.. ein Grummeln, ein Rauschen, eine tiefe, unerkennbare Stimme.. Ein Geräusch, das man aus Horrorfilmen kennt. Dann verstummt es. Ich höre wieder alles um mich herum, auf beiden Seiten. Und ich bekomme Angst.

Was zum Teufel geschieht mit mir? Was zum Teufel stimmt nicht mit mir? Und wo zum Teufel soll ich hin, damit es endlich aufhört?

Ich hab so eine beschissene Angst davor, was kommt..