Du hast kein Recht darauf zu verurteilen, auf welche Weise ich mich gerettet habe, nachdem du alles zerbrochen hast!

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20. März 2017

Was bewegte sie dazu, trotzdem zu bleiben?

Ich selbst würde mir einen Kopfschuss verpassen, sollte ich jemals schwanger werden.
Im Leben würde mir der Gedanke freiwillig nicht kommen, Leben in diese Welt zu setzen.
Es gäbe zu viele Punkte, zu viele Sichtweisen, zuviele Tatsachen, die man mir beweisen, versichern, zugestehen müsste und dies kann glaube ich logisch gesehen kein Mensch auf dieser Welt.

Vorhin habe ich eine Sendung gesehen, in der eine Jugendliche schwanger wurde und richtig ausgetickt ist. Und da habe ich irgendwie erst an meine Sichtweise und letztendlich an meine Eltern denken müssen.

Meine Mutter hat sich immer zwei Mädchen gewünscht. Der Mann, für den sie sich letztlich entschieden hat, war abartig. Aber ihren Wunsch hat sie sich erfüllt.

Dennoch frage ich mich... Was bewegte sie dazu, bei ihm zu bleiben?

Als sie mit mir schwanger war - und er wusste es - stieß er sie die Treppe runter.
Ich frage mich zum Einen, wie er dazu fähig sein konnte zu riskieren, zwei Leben auf einmal zu beenden... Aber noch mehr interessiert es mich, wie meine Mutter trotzdem noch über 10 Jahre bei ihm bleiben konnte?

Ich stelle einfach mal die Behauptung auf, dass psychisch gesunde Frauen solche Männer verlassen würden. Klar, sie hätte schon früher merken müssen, was er ist. Wozu er fähig ist.

Aber dein eigenes Kind? In deinem Bauch? Und sie blieb. Sie blieb, sie bekam 7 Jahre später meine Schwester und sie blieb weiterhin - bis ich dieses Theater beendete.

Wozu ging sie dieses Risiko ein? Wo war die Vernunft?
Sie hat mal gesagt, sie hatte gehofft, wenn das Kind erst mal da ist - ich erst mal da bin, dann wird er sich ändern. Das denken viele Frauen, das ist eine typische Denkweise, jeder hat so etwas schon mal irgendwo gehört. Aber ihr Leben hätte vorbei sein können. Mein Leben, das - ich halte fest - keine 3 Monate später auf der Welt begonnen hatte, hätte mit einem Stoß einfach vorbei sein können. Zu ende.

Zack, tot.

Und sie blieb. Ein beunruhigender Gedanke.

Die Geschichte mit (A) ging zu lange. Wie weit wäre ich noch gegangen?

Das mit (M)... Wenn er gewollt hätte - wäre ich noch weiter in die Knie gegangen?

Es macht mir doch ein wenig Angst, wie schnell ich in solch eine Rolle zurück falle, obwohl ich ohne Partner, ohne "Gefühle für jemanden" ein komplett anderer Mensch bin.

Ist es das, was Menschen meinen mit "Liebe macht blind"?

So ein ungesundes Verhalten in Beziehungen will ich nicht an den Tag legen. Nicht mal direkt das Verhalten an sich, aber das, was im Kopf passiert.

Vielleicht ertrage ich Beziehungen nicht. Ich bin gern für mich. Vielleicht fühlt sich mein Inneres so falsch, so fehl am Platz, sobald ich einen Partner habe.

Aber deshalb zu allem fähig sein? Sich selbst schaden? Das ist ein Paradoxon in sich...

Und trotzdem lässt es mich nicht los, wie sehr meine Mutter doch schon fast... das Stoßen von der Treppe "akzeptiert" und beinahe "verharmlost" hat, indem sie einfach blieb. Das auf sein Verhalten keine Konsequenz folgte... Will ich nicht verstehen.

24. Januar 2016

Vergangenheit - Gegenwart und Zukunft in einem Augenblick

Gerade die Eltern meines Vaters vorbei laufen sehen. Kein Kontakt seit 10 Jahren.. und neben ihnen mein Neffe. Schon so groß.

Ich bin deine Tante!  schallt es in meinem Kopf.

Aber so ist es wohl, das Leben. Es zieht an dir vorbei, während du auf einer Bank sitzt und zu schaust...

28. November 2010

Plötzliche Gedankenüberflutung

Das ihr mein Leben im Grunde zerstört habt,  wisst ihr wahrscheinlich nicht.
Ihr habt mich 3 Dingen entrissen. Meinem besten Freund, dem Hund. Meiner geliebten Oma.
Und meinen Freunden zusammenhängend mit meinem Durchsetzungsvermögen,
das ich von Grund auf neu aufbauen musste/sollte.

Hier musste ich mich intensiver mit all dem Scheiß auseinandersetzen.
All diese Gedanken, taten und Worte
habe ich bis heute mit mir herumgetragen.
Habe versucht alles in meinem Kopf zusammenzuhalten,
fest zusammen zu pressen.
Wie sehr mich das Alles belastet hat,
weiß ich erst seit 3 oder 4 Jahren.

Immer, wenn es schon zu spät war (!!),
hast du dich dazu entschlossen etwas ändern zu wollen.
Geholfen hat es wenig.
Ich könnte jeden Tag mindestens 2 Seiten darüber schreiben,
dass ich nicht mehr kann/will.
Doch ich lass es, sag mir immer wieder,
dass ich da durch muss.

Sie haben durch das Stehlen dieser 3 Dinge
einen ruhigen und schüchternen Menschen aus mir gemacht,
jedenfalls wirke ich nach Außen hin so.
Innerlich verbrenne ich,
bringe mich und meine Gedanken um und schreie und flehe nach Etwas..

Das ich wohl nie haben werde.
[25. 11. 2010]