Du hast kein Recht darauf zu verurteilen, auf welche Weise ich mich gerettet habe, nachdem du alles zerbrochen hast!

22. Juli 2017

Die Folge davon,dass du nach andert halb Stunden zurück kommst und ich unter der blöden Decke verheult verschwinde, weil ich gleichzeitig will, dass du einfach nur da bist...

Ist, dass du nach 2 Minuten Anwesenheit wieder gehst.
Und ich deine Sachen packe, zwischendrin keine Luft bekomme und dir sofort, nachdem du gehst schreibe in der Hoffnung, du siehst die Dringlichkeit.

Aber du kehrst nicht um. Du antwortest, aber du kommst nicht zurück.
Und ich schlafe ein, obwohl alles so so weh tut.

Und wache auf, andert halb Stunden später und du...

Bist immer noch nicht hier.

Hier geht mit  jeder weiteren Sekunde mehr und mehr kaputt.

Aber du bist von irgendwo anders der Meinung, dass uns nichts trennen kann.

Da wo du bist, vielleicht...
Hier,in meinem verheulten Bett ... frierend bei vollster Hitze und geschockt von der Situation... ist der Standpunkt gerade ein völlig anderer.

Und es tut verdammt weh, immer mehr. Und es ist erschreckend, dass du dazu fähig bist, so egoistisch zu sein.

Selbst Schuld oder nur falsch aufgefangen fallen gelassen?

Ich sitze gerade auf dem Badezimmerboden

Du bist nicht da. Für mich.

Und nie habe ich das verlangt.

Aber es tut weh. Das ich gehe und im Park sitze und du... gehst zu einem Freund.

Du verstehst nicht. Oder willst nicht.

Aber dieses Wochenende habe ich mir anders vorgestellt.

Und wärst du hier, wenn schon nicht direkt von Anfang an mit gekomme, dann wäre es noch irgendwie okay.

Aber du - du bist nicht mal hier, wenn ich wieder komme. Nicht einmal das.

Und vielleicht ist es deshalb okay, zu heulen und zu krampfen... Zu hyperventilieren und zu zittern und im sitzen um zu fallen.

Ich glaube,
wenn du nicht hier bist - für mich...

Wirst du es in Zukunft wahrscheinlich auch nicht sein.

Und da ich dich nie so eingeschätzt habe, hoffe ich, ich liege falsch.

Aber dennoch ist die Tatsache folgende:

Ich sitze hier und halte mich davon ab, komplett auf den Zug der Selbstzerstörung auf zu springen, während du... Bei deinem Freund sitzt und zockst.

........

14. Juli 2017

Ich liebe dich.

Ich habe Angst.

Vor den Gefühlen, vor der Distanz und der Zeit.

Aber ich liebe dich.

Verdammt, so sehr.

Bitte bleib.
Wer weiß,ob ich das jemals so genau sagen kann. Aber bitte... bleib.

Hier. Drin. Überall. Für immer.
Bitte.

Ich liebe dich.

10. Juli 2017

Ich hab letztens ein Baby in der Bahn angestarrt. Es gibt verdammt viele hässliche Babys,aber das war ganz nett anzusehen.

Ich wollte nie Kinder. Und Schwangerschaften verbinde ich mit Ekel.

Aber der wahre Grund, den ich nie genannt habe ist..

Das ich große Angst habe, es nicht lieben zu können. Kalt zu sein. Ungerecht. Stimmungsschwankungen oder ähnliches an ihm aus zu lassen. Und irgendwann tatsächlich ein Leben zu ruinieren.
Dann kann ich nicht einfach gehen, wie auf der Arbeit.

Und ich will kein kleines Leben kaputt machen. Womöglich zu hassen, was entstanden ist. Es ist so unangenehm, das hier zu schreiben.

Ich bin nicht perfekt, keiner ist das. Und sicherlich auch kein abgrund tief schlechter Mensch. Aber all die Zeit und Liebe, die so ein kleines Leben verdient hat und fordert - zu Recht! Wahrscheinlich werde ich ihm das niemals geben können.

Und nur deswegen macht es mir so unendlich Angst. Und nur deswegen achte ich seit der ersten Sekunde an penibel darauf, um Gottes Willen niemals schwanger zu werden.

Und wer weiß, was in 100 Jahren ist. Vielleicht ist es irgendwann möglich und vielleicht kann ich irgendwann aus tiefstem Inneren sagen, das ich es will. Aber der andere Gedanke begleitet mich nun bald schon seit 10 Jahren. Und umso mehr ängstigt es mich, wenn ein schönes Baby im Kinderwagen sitzt, mich ansieht und ich mich dabei ertappe, - anders als noch vor einem Jahr - wie ich es anstarre und mir Gedanken über dieses Thema mache und fast schon entgegen meinem Willen überlege, ob es nicht doch möglich ist... Ganz im Geheimen.. Irgendwann..