Du hast kein Recht darauf zu verurteilen, auf welche Weise ich mich gerettet habe, nachdem du alles zerbrochen hast!

23. Oktober 2018

Das Monster der Vergangenheit - Ich will dich nicht zurück!

Ich denke in letzter Zeit immer häufiger daran,
Mich selbst zu verletzen.

Die Streitereien sind seit ca. 3 Monaten, wenn sie zwischen uns stehen...
So heftig, wie tausend Messer, die durch mich hindurch schießen.

Und jedes Mal, wenn es dann so heftig wird, kommen die Bilder aus der Vergangenheit.

Verbrennen, schneiden... Schlagen. Alles.

Und ich schüttle es ab und heule noch doller aus Angst,
Es wieder zu tun.

Ich habe schon sehr, sehr lange nichts mehr in die Richtung gemacht.
Ich reiß mir zwar fast täglich seit Anfang des Jahres wieder Hautfetzen von meinem Daumen... Etwas, womit ich 2013 erfolgreich aufgehört hatte.

Aber sonst hatte ich diese Gedanken immer im Griff.
Glaube aber, dass ich das nur kann, weil ich mich ihm gegenüber dann erklären müsste.
Oder weil... Er dann ein Bild von mir hätte, das ich nich ertragen könnte.
Aber so, wie es momentan ist, hat er das ziemlich wahrscheinlich sowieso schon.

Ich bin so selten hier. Ich schaff es auch irgendwie nicht, auf all die lieben Worte zu antworten, die ich hier bekomme.. Und das tut mir Leid.

Ich bin momentan einfach nur froh,
Dass ich das hier habe. Ich nutze es mittlerweile viel zu selten,
Um mich und mein Leben zumindest für einen Moment zu ordnen.

Aber wenn ich es dann tue, wie jetzt... Hilft es doch ein wenig.

Denn ich habe wirklich etwas Angst davor, was ich mir selbst zufügen könnte, wenn es nicht bald besser wird... Und das hier in Worte zu packen ist einerseits beängstigend und doch auch beruhigend.

Vom Stressgefühl heute ist mir vorhin so schlecht geworden.
Ich hätte im Strahl vor mich her kotzen können.

Ich hasse dieses hilflose Gefühl. Gemischt mit Wut, Trauer und das Wissen, dass man missverstanden wird und nicht dagegen tun kann.
Weil es auch nicht hilft, mich zu erklären.

Ich mag es nicht, so ein verdammt emotionaler Mensch zu sein.
Ich kann mir auch nicht mehr einreden, dass es eigentlich auch eine gute Seite hat.

Ich will wieder stumpf sein.
2010 - als alles anfing. Da nochmal hin und die Bremse ziehen.

Schneller sein, als der Schmerz.

Ich muss dringend an mir arbeiten.
Und ich darf mir nicht verbieten lassen,
Es okay zu finden, wenn es nicht sofort funktioniert.

Ich muss mich um mich kümmern. Ich muss mich um mich kümmern. Ich muss mich um mich kümmern. Ich muss mich um mich kümmern. Ich muss mich um mich kümmern. Ich muss mich um mich kümmern. Ich muss...


18. Oktober 2018

Ich halte mich fest an all dem,
was mir je wichtig war.

All meine persönlichen Grenzen, all meine Gedanken.

Es ist so typisch zu schreiben,
dass man nicht schreiben kann.

Es ist so typisch zu schreiben,
dass man nicht weiß, wo man anfangen soll.

Es ist auch typisch zu schreiben,
dass es einem doch eigentlich gut geht.
Dass man doch alles hat, was man will und immer wollte.

Typisch für mich.

Denn trotz der neuen Wohnung, die so wunderschön ist und passt.
Denn trotz der Beziehung, die nun schon konstant länger hält,
als alles, was ich bisher je einen sozialen Kontakt nennen konnte...

Reicht an manchen Tagen nicht mehr aus.

Nicht, dass ich etwas anderes will, als das, was ich habe.
Nicht, dass meine Gefühle sich ändern - sie wachsen von Tag zu Tag und das ist schön.

Aber dieses "Etwas" in mir, wovor ich schon immer Angst hatte...
Ist einfach immer noch da.

Ich hatte eine Therapeutin angeschrieben - letztlich hatte sie mich mit ihren Worten irgendwie gefangen in meinen eigenen Gedanken, als ich mir ihre BEschreibung durch gelesen habe.

Und trotzdem, auch wenn sie es sicher nett meinte, mich an ihren Kollegen weiter zu verweisen, weil sie sehr lange Wartezeiten hat, hat es mir irgendwie einen Stich versetzt.
Das war vor ca. 3 oder 4 Monaten. Und ich habe ihr daraufhin nie mehr geantwortet.

Sie wird sich kaum Gedanken gemacht haben, es ist ihr Job.
Aber ich... War in meinem "mutigen Schritt" gebremst - zurück geschleudert und auf den Boden der Tatsachen zurück geworfen worden.

Ich kann nicht erwarten, irgendwo anzurufen oder eine Mail zu schicken und sofort Besserung zu fühlen. Nicht ich.

Ich fühle mich verraten durch mich selbst. Betrogen, hintergangen.
Dass ich mich habe leiten lassen von dem Gefühl,
es dieses Mal nicht alleine zu schaffen und jemandem alles anzuvertrauen.

Ich weiß, dass ich es tun sollte.
Immerhin bin ich nicht dumm - so weiß ich auch,
dass all das seine Zeit brauchen würde.

Mühe und Kraft kosten würde und eventuell sogar Medikamente.

Aber stattdessen unterdrücke ich es lieber.
Ertrage mich selbst, bis es eben nicht mehr geht.
Und dann heule ich die ganze Scheiße aus.

Meine Grenzen sind noch lange nicht völlig ausgereizt,
das habe ich erst letzte Woche spüren müssen.
Einmal - nur einmal die Kontrolle verlieren, nicht darauf bedacht sein,
auf sich selbst zu achten, aufzupassen...
Nur ein fucking Mal fließen lassen, zu lassen...

Und man landet nachts im Krankenhaus - wird gefragt, ob man Substanzen zu sich nimmt.
Und da sitzt man dann - beschämt, weil man mit einfachen, gesellschaftlich tollerierten Dingen auf einmal nicht mehr umgehen kann.
Und von einem fast schon erwartet wird, dass man viel "krasser" ist,
als man tatsächlich ist.

Aber ich - ich habs nur psychisch. Ich nehme nichts zu mir. Wie scheiß langweilig.

Ich frage mich, wann ich meinen nächsten Absturz mit meiner Psyche haben werde.
Der letzte ist schon eine ganze Weile her.

Mir fehlen Freunde. Hab ich nicht gesagt.

Es geht bekanntlich immer schlimmer.
Und bekanntlich wird es auch immer irgendwann wieder ein Stückchen besser.
Oder anders.

Nur irgendwie... Mag ich nicht wirklich noch einsamer werden.
Außer, ich stabiliser mich wieder.

Nur in meinem Fall heißt die Art von Stabilität, die ich bevorzuge Zerstörung.
Und zwar meiner Wenigkeit.

Und in einer Beziehung darf ich all das nicht, kann ich all das nicht.
Und will es auch nicht.

Ich frage mich, ob ich jemals aufhören werde, mir zu widersprechen....