Ich habe keine Ahnung, was los ist.
Doch, eigentlich schon.
Aber egal.
Es tut weh. Es ist einfach nicht okay. Es ist einfach nicht okay...
Ich kann es kaum beschreiben.
Im Bad von (R) zu hyperventielieren ist nicht okay. Eine Beruhigungstablette heimlich im dunklen Bad zu schlucken, um daraufhin beinahe gegen die Duschwand zu donnern ist auch nicht okay.
Ins Zimmer zu torkeln und daraufhin zu viele Kippen rauchen ist auch nicht okay.
Zu lügen und zu behaupten, alles wäre gut und danach zu lachen, weil man das Video vorgeben muss lustig zu finden, ist das okay?
Ich bin gerade am Ende.
Ich bin irgendwie die Treppen hochgekommen, habe mit Tränen in den Augen meinem Kater Futter gegeben.
Wie habe ich mich eben umgezogen? War ich im Bad? Was passiert hier?
Es geht wieder los. Es geht wieder los und ich weiß ums Verrecken nicht, warum.
Die Lücken, die Trauer... Ich finde keine Worte. Keine konkreten Worte.
Ich schlage mit einem Backstein auf dich ein.
Wieder und wieder schlage ich auf dich ein.
Ich tu dir weh, ich füge dir Dinge zu, die du verdient hast oder auch nicht.
Es ist überall soviel Blut und alles, was ich fühle ist
Nichts.
Hast du jemals solch eine Verbindung gespürt?
Eine Verbindung, die dich innerlich bluten lässt?
Dir innerlich alles zuschnürt und dich daraufhin auslacht?
Wie weit werde ich in meinem Leben noch gehen,
wie oft setzt mein Verstand in Zukunft aus?
Du hast mich einmal Engel genannt.
Wäre ich einer,
würde ich mir jede einzelne Feder aus meinen Flügeln reißen.
Langsam, schmerzvoll, blutig.
Und ich würde hin sehen,
ich würde keine Miene verziehen.
Das Leben ist ein Witz.
Meistens.
Alles läuft nach Plan und am Ende.. fuckt es ab.
Wie ist es, wenn ich deinen Kopf an deinen Haaren packe..
An deinen Haaren, die ich so gern hatte.
Dir einen Kuss auf die Stirn gebe und schließlich mit voller Wucht gegen die Wand schlage?
Und schlage und schlage und...
Wie wirst du mich ansehen?
Was werde ich in deinen Augen erkennen?
Hass? Wut? Angst?
Ich will, dass du mir weh tust. Das es endlich aufhört, so in mir zu brennen. Du hast es schon einmal geschafft. Ich muss dringend etwas unternehmen, mir diesen Schmerz nocheinmal holen, bevor er mich vollkommen zerstört.
Wie ist es so, dir die Kehle durch zu schneiden?
Dich liegen zu lassen, dich ausbluten zu lassen und dir zuzusehen?
Wie fühlt es sich an,
all das bis zum Ende durch zu stehen?
Und was genau wird aus einem Menschen,
wenn er all das mitmacht - durchmacht - überlebt?
Genau so etwas wird aus einem Menschen.
So etwas wie ich.
Ich sehe mich an und erkenne mich nicht.
Du hattest recht, ich sollte mich einweisen lassen. Du hattest recht.
Es ist nicht so, als würde ich nichts fühlen. Es ist nicht so, als würde mich all das nicht interessieren.
Ich kann diese Paranoia nicht mehr aushalten, nicht mehr aushalten allein zu sein.
Ich versuche all die Dinge zu sehen, zu fühlen, aber die Blockade ist da.
Ich habe Watte im Kopf, es fühlt sich alles so unnatürlich an.
Wann lässt es mich los? Dieses verdammte Gefühl des nicht fühlens?
Wann höre ich auf solch eine Scheiße von mir zu geben?
Selbst, wenn ich versuche zu verstehen, zu vergessen, zu verarbeiten. Es ist schlichtweg nicht möglich. Wie oft saß ich da und dachte, ich komme nie wieder raus. Es hört nie mehr auf. Es endet - jetzt sofort und für immer. Und es ging weiter, jedes Mal.
Jedes verfickte Mal, aber DAS...
DAS ist wie... die eigene Haut, die man nicht abstreifen kann. DAS ist ein Gefühl von Ekel und Schwindel und Abfuck.
DAS hört nicht auf. Es ist wie mit einer unheilbaren Krankheit. Mal ist es schlimm, mal weniger schlimm. Aber es ist da. ES IST DA und es GEHT VERFLUCHT NOCHMAL NICHT WEG.
Nein, ich spiele nicht. Nein, ich bin nicht arrogant, oberflächlich, verständnislos, dämlich, bescheuert, unerfahren, kindisch oder eine Schlampe. Ich KANN einfach nicht. Ich KANN nicht.
Ich KANN einfach nicht... Und niemand würde das einfach so stehen lassen können.
So sind wir Menschen, wir müssen und wir wollen aufheitern. Erklären, dass so etwas vorbei geht. Irgendwann kommt Licht, irgendwann die Wendung. Nur Zeit lassen, nach vorne schauen.
Ich bin nicht selbstmordgefährdet, ich werde auch niemanden körperlich angreifen. Nicht gravierend.
Ich will nicht jammern, ich will noch nicht einmal gehört werden bei all dem, was geschieht.
Ich will nur alles los werden, um schlafen zu können. Schlafen und atmen. Nicht denken.
Es ist so trocken, wie es klingt.
Ich habe keine Chance mehr.
Ich weine gerade ... Weil ich mich in deinen Worten so sehr wieder finde und es niemand verdient hat, so zu fühlen ... :(
AntwortenLöschenIch denke ganz doll an dich. ♥
Liebe Pusteblume, dein Text macht mich traurig. Vielleicht hilft es dir, zu wissen, dass du gelesen wirst. Dass da draussen Menschen sind, die an dich denken und anteil nehmen.
AntwortenLöschenAnima
Danke für deine lieben Worte. Leider habe ich keine Zeit deinen Text komplett zu lesen, aber ich drück dich ganz fest ❤
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