Du hast kein Recht darauf zu verurteilen, auf welche Weise ich mich gerettet habe, nachdem du alles zerbrochen hast!
❤

20. November 2015

Ich könnte..

...schön davon erzählen, wie gut alles läuft.
Arbeit - Selbstversorgung - tatsächlich gabs auch mal wieder einen langen, langen Abend, den ich zum freundschaftlichen Absturz nutzen konnte und es war wundervoll.

ABER..

Es ist wieder da. Es kommt phasenweise und ich weiß nicht, was es ist.
Ich gehe nicht zum Arzt und ich möchte keinen Stempel.

Ich möchte nur schlafen, die Pillen aus dem Schrank ganz hinten ausgraben und einwerfen und einfach mal ne Woche Auszeit haben. Nicht, weil mir die Außenwelt nicht passt - momentan will ich mich nicht beklagen.

Es ist mein Kopf, es sind die Bilder, es sind die eingebildeten Berührungen, die Gedanken, diese Stimme, die nur Mist erzählt und auch wenn ich bisher fest dagegen stehen konnte, bin ich doch so unendlich froh, wenn ich morgen wieder arbeiten gehe und Sonntag ebenfalls den kompletten Tag in der Einrichtung bin. Und im Dezember dann, wenn ich länger als zwei Tage ab Stück frei hab, erlaube ich es mir, alles raus zu lassen. Aber erst dann, erst dann, erst dann..

Die Kommentare häufen sich mittlerweile - über 20 und... Ich lese sie, ich freue mich, ich bin nur einfach.. auf einem anderen Level gerade. Ich funktioniere von Uhrzeit bis Uhrzeit, versuche die Augen und Gedanken nicht von der Straße abzuwenden, wenn ich nachts auf dem Weg nach Hause bin... aber DANN zählt nur noch die Zigarette, das berieseln des TV und mein Bett.

Es mag klingen, als würde mich irgendetwas überfordern. Aber dem ist tatsächlich nicht so.
Die Arbeit ist wunderbar, auch die Nachtdienste.. Und die Zeiten und die Aufgaben und alles..

Nur mein Hirn zeigt mir wieder mal -  
Du bist nicht "normal", Liebes. Du weißt, dass mit dir etwas nicht stimmt. Und ja, alles läuft gut. Deswegen bin ich wieder da - die Stimme der kranken Vernunft - und erinnere dich daran, dass es niemals genug sein wird, solange die Psyche einen erheblichen Knacks hat!

Jo, man kommt schon noch irgendwie durchs Leben, mh? Und tatsächlich ist bald 2016.. Ungewohnt.

5. November 2015

Ist das sone Phase oder was geht wieder ab?

Hast du heute Zeit?

-Nein.

Und du, hast du heute Zeit?

-Nein.

Was ist mit morgen?

-Nein, da besuche ich meine Oma.

Und du? Nächstes Wochenende?

-Nein, da besuche ich meine Oma..

Kannst du heute für ein paar Stunden?

-Ne, bin mit einer Freundin verabredet!

Und wie siehts mit morgen aus?

- Da bin ich auch schon mit einer Freundin verabredet..

Und was ist mir dir, kannst du die Woche mal?

-Nein, die Woche ist schon alles zugeplant. Nächste Woche?

Wann?

-Ich schreib nochmal..

Hast du die Tage Zeit, ich hab endlich mal wieder frei!

-Ne, ich fahr nach Berlin..

Wie siehts denn im Januar bei dir aus, kannst du da Urlaub nehmen?

-Nein, da zieh ich um.


Man darf mir ruhig auch ins Gesicht sagen, dass plötzlich alles und jeder nichts mehr mit mir zutun haben will. Ich erspare mir und euch die Anzahl der gefragten Menschen mal dezent...

Hahaha.
Haha.
Ha.
....

4. November 2015

Der Vergangenheit absichtlich die Türe öffnen - was genau habe ich eigentlich vor?

Entweder mein inneres Ich will mir wieder etwas antun oder es ist ganz einfach dumm.

Ich habe (M) angeschrieben und letztendlich hat sich bis jetzt noch nichts ergeben und angesichts aller Tatsachen, die letztes Jahr geschehen sind.. Weiß ich nicht, was ich eigentlich erwarte.
Schmerz? Eine Erleuchtung? Oder bin ich einfach nur verzweifelt und will mir selbst ins Gesicht schlagen?
Sicher ist, dass sie sehr auf Abstand geht, was auch okay ist.
Aber den kompletten Schuh zieh ich mir wegen dem Vorfall nicht an.

Ich war angepisst, habe mich im Stich gelassen gefühlt. Wollte es irgendwie klären und habe dann dafür bezahlt, indem ich in der Bahn Menschen beleidigt, Panikattacken und Heulkrämpfe unterdrückt habe und zu Hause in eine Art Trance verfallen bin.

Habe versucht vorher ein Gespräch zu führen, habe aber keine Antwort mehr bekommen.
Die Zeit hatte sie sich nicht genommen, meinen Rock anstandslos bei sich behalten und mir an den Kopf geknallt, ich wäre wie (T). Witzig, mich mit einer echten Bitch zu vergleichen, wie sie im Buche steht.

Vielleicht ist mein Leben momentan zu langweilig.. Oder einfach nicht kaputt genug, haha.

Das mit (T) hat sich auch mehr oder weniger geklärt. Er weiß nun, dass ich auf Nichts hinaus bin, auch nicht mit ihm. Ich kann nicht mehr tun, als meinen Standpunkt festhalten. Bin mir zwar nicht sicher, in wie weit es ankam und wie er sich verhält, wenn wir uns irgendwann wiedersehen..
Aber das ist meinem Kopf gerade sowieso zuviel.
Soll er doch - ich habs endlich ausgesprochen. Und mehr geht ihn in die Richtung auch nicht an.

Ach (M), ich weiß nicht, wieso ich dir schrieb. Zeitverschwendung? Es wird eh nicht mehr so, wie es war.. Das ist okay. Nichts neues. Aber tu doch nicht so, als müsste ich mich vor dir niederknien und um Verzeihung bitten... Das ist dann doch irgendwie.. lächerlich.

1. November 2015

Wie oft
wird man zerstört
Innerlich und Äußerlich
Im Leben
Das keines ist..

Wie viel
kann man einstecken
bevor man sich
auflöst
im Nichts..

Wie sehr
muss man selbst leiden
um anderen
das Gleiche anzutun..

Wie lange
bleibt das Grau
wenn die Farben 
wieder existieren..

Und wer bestätigt mir
die Farben seien kein Betrug..

Wie kann man so feige sein - so dumm - so armselig..

Ich wusste es.. Ich wusste es.

Und trotzdem.. Habe ich dem Treffen zugestimmt, es zugelassen.
Drei Tage vorher habe ich mich darauf gefreut.
Zwei Tage vorher wollte ich nicht mehr.
Einen Tag vorher habe ich mich wieder gefreut.
Am selben Tag hatte ich morgens noch überlegt, abzusagen.
Mittags wieder gefreut.. Und abends habe ich mir gedacht, dass ich das Alles nicht will.

Und dann war er hier und ich war.. froh? Und dann war ich.. angespannt..
Und danach wieder alles gut.
Und jetzt gerade.. Habe ich davon geredet, ich wäre zu müde.
Zu müde dafür, dass er hier übernachtet.
Obwohl ich eigentlich selbst davon ausging, habe ich ihn nach Hause geschickt.
Dabei könnte ich noch locker.. einige Stunden wach bleiben.

Er ist eine Mischung aus (A), wie er damals war.. Und (R), wie er es heute ist..
Und teilweise vielleicht sogar wie Er , aber dafür kann er nichts.
Dafür kann niemand etwas, außer mir und meinem Verstand.

Es tat mir Leid, weil ich sehr wohl gemerkt habe, dass er mich küssen wollte.
Zum Abschied, einfach, weil man das ja so macht..
Oder in meinem Fall eben nicht.

Ich wollte es versuchen, ich wollte wirklich, bis ich mitten drin steckte und merkte, dass ich das nur versuchen wollte, weil ich der Meinung war, dass ich das MUSS.

Ich habe mir.. mit dem sauber machen der Wohnung und dem überlegen um mein Wohlbefinden bezüglich Klamotten usw soviele verdammte Gedanken gemacht, obwohl das gar keinen Sinn ergibt.

Ich WILL mich ja wieder hübsch machen, mich freuen, lange wach bleiben, um bloß keine Sekunde mit einem Menschen zu verpassen - wie früher.
Aber shit, es geht einfach nicht.
Nicht bei ihm und auch sonst nicht.. Nicht ohne all diese Gedanken.
Ich glaube, ich muss ihm morgen über Whatsapp zumindest schon mal ehrlich schreiben, was geht und was nicht. Und verlangen darf ich von ihm schon mal gar nichts, wer bin ich denn..

Ich fühl mich so widerlich, wenn ich daran denke, wie ich da sitze, neben ihm..
Und bemerke.. STOPP, nein. Ist nicht. Ist einfach nicht.

Das habe ich seit der Trennung von ihm eigentlich jedes Mal.
All die Jahre.. all diese 5 verdammte Jahre.. Egal, ob diese Personen ihm ähnlich sahen..
Oder eben nicht. Mittendrin legt sich einfach ein Schalter um.
Mir ist kalt. Mir ist innerlich so bitter kalt. Und schlecht ist mir.
Ich wunder mich nun wirklich über gar nichts mehr..
Ich bin so falsch.
Ich muss das aufklären.

Wenn er es als eine Art Distanz sieht, dass ich weder auf das eine noch das andere eingehe, aber mich nicht darauf anspricht.. Dann will er es evtl nicht wahr haben.
Aber ich muss es wahr haben.
Und den Mund aufmachen.

Oder mich verkriechen.. morgen den ganzen Tag.. Und Handy aus.
Feige, falsch.. Armselig.

Es ist immer wieder so, als würde ich mir selbst in die Fresse schlagen, jedes Mal aufs Neue..
Ich merke es doch, ich weiß es vorher..
WAS ALSO IN GOTTES NAMEN KAPIERE ICH LETZTENDLICH DARAN NICHT?!

Ich habe im Moment keine Zeit und keinen Raum und keinen Kopf für irgendetwas anderes, außer meine Arbeit und mein Leben und das ist auch okay, ich beschwere mich nicht.
Ich sollte die armen Menschen in Ruhe lassen..

Irgendwann 2010 oder 2011 habe ich einen Post darüber verfasst, dass ich ein emotionaler Blutsauger bin. Dieses Verhalten kehrt zurück - dabei will ich das nicht.

Es ist zum kotzen, ich bin zum kotzen..
Ich bin nicht fair, ohne wirklich etwas zu tun bzw nicht zu tun und es passt mir nicht.
Das heute, das war nicht ich.
Ich weiß nicht, was da los war.

Und selbst jetzt denke ich mir, neben ihm liegen wäre schön, wäre nicht so einsam.
Aber fuck - dann muss ich zuhören, antworten, lachen, mich bewegen oder eben nicht und morgen früh weiß ich jetzt schon - hätte ich da keinen Bock mehr drauf. Und dann? Lächeln und hoffen, dass er sich so schnell wie möglich verpisst?
Lieber schläft er heute zu Hause und.. erspart sich selbst meine Wenigkeit..

Ich seh schon, ich werd wieder kaum schlafen können..
(T) es tut mir wirklich abartig Leid und ich wünschte wirklich, ich wäre nicht zur Hausparty gekommen.. Dir wäre einiges erspart geblieben. Es tut mir so verdammt Leid..
Aber bevor es noch schlimmer kommt, werde ich etwas unternehmen.
Liebe bemerke ich irgendwann einen Fehler und leide selbst, als das ich merke, was geschieht und mit Gefühlen spiele - so bin ich nicht.