Du hast kein Recht darauf zu verurteilen, auf welche Weise ich mich gerettet habe, nachdem du alles zerbrochen hast!

30. Juni 2016

Ich weiß nicht, was ich getan habe oder warum ich es getan habe oder warum ich nicht weiß, was ich getan habe.

Ich höre nichts mehr, meine Ohren sind taub.
Mir ist schlecht.

Ich kriege eine Luft, alles dreht sich und ich weiß nicht, was ich getan habe, ich weiß nicht....

12. Juni 2016

Fettes Autsch!

Morgen muss ich wieder arbeiten. Nach zwei Wochen Urlaub direkt 9 Tage am Stück. Dann einen Tag frei und wieder 9 Tage am Stück. Bis vor wenigen Tagen hat mich das noch gestört - Müdigkeit wird sich breit machen und kaum Zeit für irgendetwas anderes.

Seit der Nacht von Samstag auf Sonntag hat sich das geändert. (A) und (R) sind sich im Club begegnet. Keine coole Aktion. Die Erklärung gegenüber den Türstehern hat eventuell etwas bewirkt, jedoch blieb das Ergebnis.

Ärger - Wut - Trauer - Hass - kein Verständnis.

Es war erniedrigend, da zu stehen, zugeben zu müssen, damals mit diesem Menschen eine Beziehung gehabt zu haben. Es war, als wurde ich vor den Augen aller psychisch erneut vergewaltigt worden.

Du warst auch mit (A) zusammen? Hahaha, eine Freundin.. Hahaha... auch... Hahah  - Fresse man. Dich hat keiner gefragt, Fresse. Eeehh..

Als (M) sich ebenfalls aufregte, weil raus kam, dass eine gute Freundin von ihm mit (A) nun zusamme ist, sich über (A) auskotzt, sich scheiße behandelt fühlt und gar keine offene Beziehung will, so wie (A) es aber angibt... Wäre ich am liebsten weggerannt. Einfach weg. Es tut mir Leid für sie, es tut mir Leid für (M), denn auch wenn er (A) vorher schon kacke fand, ist nunmal wieder durch meine bloße Anwesenheit alles aus dem Ruder gelaufen. Es nervt, dass (R) sich nicht beherrschen konnte oder auch doch, aber keiner hat es gesehen. Oder doch? Keine Ahnung. Es nervt, dass (A) wieder so austickt, so einen Elefanten macht daraus, die Vergangenheit auf alles und jeden so extrem projeziert, obwohl doch wirklich keiner Stress wollte. Gib (A) eine Möglichkeit, dich erneut in die Hölle zu schicken und er tut es.

Die Bahnfahrt danach war ätzend, (R) war kurz den Tränen nah. Erst stieg er am anderen Ende ein, kam dann zu uns und konnte zu heraus pressen, dass es doch nicht wahr sein kann, dass wir beide so etwas bei (A) nach all den Jahren immer noch zulassen. Irgendwann war ich weg. Gedanklich, körperlich, ich war nicht mehr da. Ich weiß nur noch, dass ich beinahe anfing zu heulen, lauthals geschrien habe, (R) soll bitte den Mund halten und irgendwann merke ich, wie ich mit meinen Fingern gegen die Scheibe stupse, im Rhythmus und dazu irgendetwas summe.

Um 4 war ich daheim, um halb 6 habe ich versucht zu schlafen, um 10 ging es einfach nicht mehr.
Mittags hab ich wieder gepennt. Jetzt renne ich rum, wie in Trance und meine Befürchtung, (A) würde nun wieder anfangen, mich überall anzuschreiben, dumm anzumachen, mich zu provozieren und wieder Kontakt suchen hat sich vor einer Stunde bestätigt. Ich kenne ihn. Diese Seite von ihm - nur allzu gut. Ich will nicht, dass es wieder los geht. Seit 2008 gibt es kein Jahr, wirklich kein einziges verdammtes Jahr, in dem ich nichts von ihm höre, sehe, lese. Kein einziges Jahr, in dem er mich mal komplett alle 365 Tage in Ruhe lassen kann.

Was ist das nur für ein schlechter Film. Was passiert hier nur, wieso zum Teufel verläuft mein Leben auf diese Art, ich kann es nicht verstehen. Es ist nicht mal mehr dieses Loch, in das ich sonst immer gefallen bin. Es ist mittlerweile einfach nur Folter. Eingesperrt im Leben. Und die Stiche und Schmerzen kommen nur aus einer Richtung.

Arbeiten, morgen arbeiten. Nicht mehr denken, keine Zeit mehr für nichts, das wird erst mal helfen.
Erst mal.

9. Juni 2016

!

Stopp Stopp Stopp Stopp Stopp

Nein Nein Nein Nein Nein

Weg damit Weg damit Weg damit

Raus Raus Raus Raus Raus


Wieso ist das alles wieder so anstrengend, so präsent? 

Weg Weg Weg Weg Weg








....mit dir.  

8. Juni 2016

Wenn man vom Teufel spricht...

(M) war der Erste, der bei mir eintraf.
Wir haben über Beziehungen, Bullshit und wichtige Dinge gesprochen.
Ich kam nicht daran vorbei ihn zu erwähnen,
was anfangs noch ging und mir später doch einen kleinen Stich versetzte.
In letzter Zeit spukt er wieder in meinem Kopf herum, aber es ist auszuhalten.
Als (R) dazu kam, sprachen wir hauptsächlich über ihn.
Über seine Krankmeldung für den restlichen Monat und kurz war da auch ein sentimentaler Moment wegen seinem Kater, von dem er sich letzten Freitag verabschieden musste.

Als wir uns auf den Weg in den Club machten, hatte ich bereits 4 Bier intus - was für mich sehr ungewöhnlich ist. Der Abend sollte dazu dienen, endlich wieder raus zu kommen.
Ich hatte dieses Gefühl - was ich immer hatte, wenn klar war, dass ich ihm begegnen würde.
Allerdings ging ich davon aus, ihn an Ort und Stelle anzutreffen, mich damit abzufinden, weiterhin zu üben, in seiner Gegenwart zu sein und klar zu denken.

Aber es kommt ja eh immer anders, als man denkt...

Als wir im Bahnhofsladen waren, uns dämlich beim Zigarettenkauf angestellt hatten und ich danach noch dringend auf die Toilette musste, gingen wir endlich Richtung Innenstadt.

Die Straßen waren leergefegt, alles war in hell orangenes Laternenlicht getaucht. Auf einmal bekam ich einen Schlag in meine komplette linke Körperhälfte. Es tat kurz weh, ich sah nach links und direkt in seine Augen. Es war eine Geistererscheinung. Er kam auf uns zu, wollte zum Bahnhof und starrte mich an. Sein Blick war konzentriert, starr und... wütend? Zörnig? Müde? Ich konnte es nicht abschätzen, es waren sicherlich nur 5 Sekunden, die mir vorkamen wie eine Ewigkeit. Als ich begriff, dass er es tatsächlich ist und ich ihn gerade anstarre, schaute ich schnell zu Boden und ab da...

Dunkle Wolken, ein Elefant auf meiner Brust. Atmen. Atmen. Atmenatmenatmen. Nicht so schnell, ruhig. Fuck. Atmenatmen. 

Mir wurde beinahe schwarz vor Augen, ich war wie leer gesaugt. Plötzlich stand (R) schon vor mir und umarmte mich. Fest, haltend. Ich spürte nur, wie ich immer stärker und schneller zu hyperventilieren begann. (R) sagte nichts, dafür war ich dankbar. Als es endlich besser wurde, schloss ich die Augen, öffnete sie wieder und realisierte, dass wir nicht weit gekommen waren. Das Zittern begann, die Kraftlosigkeit machte sich in mir breit und gleichzeitig hätte ich so gern auf geschrien, wäre außer mir. Ich stief ein leises okay... aus und (R) ließ mich los. Als wir weiter gingen, wollte (R) mich noch stützen, was ich allerdings nicht mehr zulassen konnte. An den Weg zum Club kann ich mich kaum erinnern, ich hatte mich zwar schnell gefangen, aber es war trotzdem so... gefühllos.
Ich lachte zwischendurch, ich sagte irgendetwas zu irgendeinem von den Beiden, aber mehr weiß ich nicht.
Im Club verschwand ich auf der Toilette, setzte mich auf den Klodecken und atmete. Weinte in mich hinein, schlug gegen Wände, nur schreien durfte ich nicht. Als ich die Augen wieder zu machte, kam es mir wieder vor, als würde ich Stunden in dieser Kabine verbringen. Schließlich stand ich auf, zupfte mein Oberteil zurecht, ging zum Spiegel, wusch mir die Hände, setzte ein Lächeln auf und der Abend wurde gut. Er wurde wirklich gut.
Eine beinahe Schlägerei, ein seltsamer Tagtraum mitten in der Nacht (war ja schon nach 1 Uhr) er würde mir auflauern und mich schlagen und (R) würde dazwischen gehen (was Blödsinn ist, nie würde er mich schlagen...) und viele witzige Gespräche.

Als ich um 5 Uhr zu Hause ankam, fand ich auf meinem Handy tatsächlich noch einen Verlauf. Einen von 2015, richtig psycho. Ich dachte, ich habe alles gelöscht. Beim durchlesen musste ich lachen.

Jämmerlich, hatte ganz vergessen, was ich mir alles in diesem Gespräch anhören musste. Wahnsinn.

Es war wirklich verrückt. Wie kann man einem Menschen komplett leer gegenüberstehen, ihn weder gut noch kacke finden, eigentlich wirklich damit abgefunden haben, dass es nie irgendetwas hätte werden sollen/dürfen/können und trotzdem eine Panikattacke bekommen? Wie ist das möglich?

Ich hoffe nur, das war keine Einladung für erneutes Stalking. Oh, bitte nicht.