Es scheint, als würde seit Anfang August überall irgendetwas einstürzen.
Nicht, dass es vorher großartig stabil war - nein.
Aber so langsam brökelt es immer mehr, fällt in sich zusammen und nicht eine einzige Maßnahme hilft dagegen.
Hier auf Blogger, wie auch im privaten Leben hat ab August etwas begonnen, was mit jedem Tag extremer und extremer wird.
Und ich würde euch allen so gerne so viele liebe Worte hinterlassen, soviele Gedanken und soviel Kakao und Decke und Sternenhimmel und Ruhe.
Es gibt Phasen im Leben, da nimmt man bestimmte Vorkommnise und Geschehenisse intensiver wahr. Und wenn man selbst von etwas betroffen ist, scheint die Welt um einen herum plötzlich auch nur noch davon befallen zu sein.
Ich würde so gern etwas tun. Ich hab euch gern. Ihr seid nicht vergessen.
I feel numb inside , like I can't connect with any emotions at all , like I'm totally disconnected from myself..
Du hast kein Recht darauf zu verurteilen, auf welche Weise ich mich gerettet habe, nachdem du alles zerbrochen hast!
❤
14. November 2016
13. November 2016
Ich habe jemanden kennengelernt, der mich vollkommen umgehauen hat.
Seine Anwesenheit war die letzten Tage wirklich eine Art Droge, ich war plötzlich wie ausgetauscht.
Nach (A) habe ich tagelang geblutet. Ich bin tausend Tode gestorben und bin vollkommen stumpf geworden. Ich habe meine Mauer aufgebaut und damit ging es mir gut. Ich hatte kein Interesse daran, auch nur einen Moment lang meine Maske fallen zu lassen.
Als ich ihn kennenlernte, habe ich nach allem, was ich gehört habe, etwas Angst gehabt. Vor ihm, vor dem, was er in mir auslösen könnte und vor mir selbst.
Wir haben uns gerade mal eine Hand voll Male gesehen und ich bin vollkommen...
Verwirrt, durcheinander, anders.
Ich will ihn nicht einengen, ich will nicht in alte Muster verfallen und ich will eigentlich auch gar nicht so verflucht gefühlvoll sein. Aber irgendwie holt er wieder diese Seite aus mir hervor und ich habe ehrlich gesagt nicht die geringste Ahnung, ob ihm das bewusst ist.
Ob ohm bewusst ist, wie sehr ich mir dieses stumpfe, kalte Ich erarbeitet habe und wie extrem distanziert ich eigentlich sein kann. Und ob er damit - ob er mit mir umgehen kann oder sogar will.
Ich will nicht wieder erleben, wie ein geliebter Mensch zu seiner Ex rennt. Ich will nicht wieder ungenügend sein, nur irgendwie da und nicht wichtig. Ich will nicht mehr austauschbar sein und ich will auch nicht mehr im Dunkeln sitzen und auf mich einreden, dass alles okay ist.
Ich will, dass es endlich mal etwas Echtes in meinem Leben gibt. Etwas, das ich mir nicht ausdenke, nicht zusammen spinne. Jemanden wie ihn, jemanden wie (M). Und doch ertappe ich mich immer wieder in dieser Unsicherheit. Und ich weiß nicht, ob ich ihn halten kann. Oder mich.
Noch hab ich die Möglichkeit, zu gehen. Mich abzuwenden, wie sonst auch immer und alles wieder weg zu kippen, zu vergessen. Aber dafür müsste ich mich aktiv entscheiden und dazu fehlt mir der Mut. Oder vielleicht ist es auch einfach die Hoffnung. Aber Hoffnung ist ein Stück Scheiße und ich weiß nicht, wie viele Beweise und Nachweise ich bräuchte und ob ich jemals zufrieden wäre, jemals beruhigt wäre... Soweit beruhigt und sicher, dass es dieses Mal kein schlechter Witz ist, der weitere Jahre andauern wird.
Du fehlst hier, du fehlst mir. Aber ich kann dich nicht bitten, bei mir zu sein. Weil ich dann wieder denke, ich zwinge dich dazu. Und mich dann wieder selbst klein machen würde. Und ich will nicht wieder so klein sein. Ich will nie wieder in die Hölle zurück.
Und es tut mir Leid, dass ich mir auch nur im entferntesten solche Gedanken bei dir erlaube.
Ich bin selbst verantwortlich für all die Zerstörungen der letzten Jahre - denn ich hätte einfach stärker sein sollen und mich abwenden, bevor es zu spät wurde.
Fuck, es tut mir so Leid.
Seine Anwesenheit war die letzten Tage wirklich eine Art Droge, ich war plötzlich wie ausgetauscht.
Nach (A) habe ich tagelang geblutet. Ich bin tausend Tode gestorben und bin vollkommen stumpf geworden. Ich habe meine Mauer aufgebaut und damit ging es mir gut. Ich hatte kein Interesse daran, auch nur einen Moment lang meine Maske fallen zu lassen.
Als ich ihn kennenlernte, habe ich nach allem, was ich gehört habe, etwas Angst gehabt. Vor ihm, vor dem, was er in mir auslösen könnte und vor mir selbst.
Wir haben uns gerade mal eine Hand voll Male gesehen und ich bin vollkommen...
Verwirrt, durcheinander, anders.
Ich will ihn nicht einengen, ich will nicht in alte Muster verfallen und ich will eigentlich auch gar nicht so verflucht gefühlvoll sein. Aber irgendwie holt er wieder diese Seite aus mir hervor und ich habe ehrlich gesagt nicht die geringste Ahnung, ob ihm das bewusst ist.
Ob ohm bewusst ist, wie sehr ich mir dieses stumpfe, kalte Ich erarbeitet habe und wie extrem distanziert ich eigentlich sein kann. Und ob er damit - ob er mit mir umgehen kann oder sogar will.
Ich will nicht wieder erleben, wie ein geliebter Mensch zu seiner Ex rennt. Ich will nicht wieder ungenügend sein, nur irgendwie da und nicht wichtig. Ich will nicht mehr austauschbar sein und ich will auch nicht mehr im Dunkeln sitzen und auf mich einreden, dass alles okay ist.
Ich will, dass es endlich mal etwas Echtes in meinem Leben gibt. Etwas, das ich mir nicht ausdenke, nicht zusammen spinne. Jemanden wie ihn, jemanden wie (M). Und doch ertappe ich mich immer wieder in dieser Unsicherheit. Und ich weiß nicht, ob ich ihn halten kann. Oder mich.
Noch hab ich die Möglichkeit, zu gehen. Mich abzuwenden, wie sonst auch immer und alles wieder weg zu kippen, zu vergessen. Aber dafür müsste ich mich aktiv entscheiden und dazu fehlt mir der Mut. Oder vielleicht ist es auch einfach die Hoffnung. Aber Hoffnung ist ein Stück Scheiße und ich weiß nicht, wie viele Beweise und Nachweise ich bräuchte und ob ich jemals zufrieden wäre, jemals beruhigt wäre... Soweit beruhigt und sicher, dass es dieses Mal kein schlechter Witz ist, der weitere Jahre andauern wird.
Du fehlst hier, du fehlst mir. Aber ich kann dich nicht bitten, bei mir zu sein. Weil ich dann wieder denke, ich zwinge dich dazu. Und mich dann wieder selbst klein machen würde. Und ich will nicht wieder so klein sein. Ich will nie wieder in die Hölle zurück.
Und es tut mir Leid, dass ich mir auch nur im entferntesten solche Gedanken bei dir erlaube.
Ich bin selbst verantwortlich für all die Zerstörungen der letzten Jahre - denn ich hätte einfach stärker sein sollen und mich abwenden, bevor es zu spät wurde.
Fuck, es tut mir so Leid.
31. Oktober 2016
36 Fragen zum verlieben (?)
Angeblich soll man sich verlieben und zwar so leicht, wie es im Buche steht, wenn man 36 bestimmte Fragen mit einer Fremden (?) Person durchgeht und beide diese Fragen ehrlich beantworten.
Ich bin alleine - ich will mich nicht verlieben, aber ich will versuchen, diese zu beantworten, damit ich vielleicht... ehrlich zu mir bin? Oder so.
1. Wenn du die Wahl aus allen Personen auf der Welt hättest, wen hättest du gerne als Gast zum Dinner?
- (M), die mich verließ, (J), der plötzlich Nichts von mir wissen wollte, (R), der mir noch geblieben ist, (J), der von uns ging und meine Schwester.
2. Wärst du gerne berühmt? Und wenn ja: Auf welche Art und Weise?
- Durch Musik. Durch Stimme. Aber dazu habe ich nicht den Mut.
3.Wenn du einen Telefonanruf machst, übst du manchmal, was du sagen wirst? Wieso?
- Bei Behören u.ä. ja, aber da rufe ich beinahe nie an. Früher oft bei meinem Ex, weil es mich innerlich zerrissen hat, ihn anzurufen; ständig Panikausbrüche. Damals in der Schule oder auf der Arbeit; bei Kollegen, wenn ich eine erneute Ausrede hatte, um nicht zu erscheinen (Lügen müssen einstudiert sein!)
4.Was würde für dich einen perfekten Tag ausmachen?
- Ein kühler Herbsttag mit vereinzelnten Sonnenstrahlen oder ein verschneiter Wintertag am Abend, wenn der Schnee im Laternenlicht glitzert. Dazu eine Bank im Nirgendwo, Musik die berührt und ein Bier.
5. Wann hast du das letzte Mal für dich selbst gesungen? Wann für jemand anderen?
- Für mich selbst vor ca. einer Woche; für jemand anderen... Vor zwei Wochen, allerdings aus Spaß.
6. Wenn du bis zum Alter von 90 Jahren leben könntest und für diese restliche Zeit entweder den Verstand oder den Körper einer 30 Jährigen Person behalten könntest, was würdest du wollen?
- Ich habe Nichts gegen meinen Körper. Und ich mag meinen wahnsinnig gewordenen Verstand. Und den würde ich wahrscheinlich auch behalten wollen.
7. Hast du eine geheime Ahnung, wie du sterben wirst?
- Eventuell zu überdreht, aber ich denke, mein Herz wird einfach stehen bleiben. Einfach so.
8. Nenne drei Dinge, die du und dein Gegenüber gemein zu haben scheinen.
- Mein Gegenüber wäre demnach ich. Also so ziemlich alles und nichts.
9. Wofür in deinem Leben bist du am dankbarsten?
- Für meine Schwester, für die Möglichkeit, ein zu Hause, einen Job und ein Leben zu haben. Für die Jahreswechsel, die Farben, den Schmerz und die manische Freude, die immer wieder dieTraurigkeit ablöst.
10. Wenn du etwas daran ändern könntest, wie du großgezogen wurdest, was wäre es?
- Mich machen lassen, mich reden lassen, mir die Freiheit geben, meine Kindheit so zu gestalten, wie ich es wollte. Ich könnte in manchen Momentan die große Klappe gut gebrauchen, die mir meine Mum damals mit gewaltigem Erfolg von jetzt auf gleich nahm. Ach und, früher ohne Erzeuger wäre sinniger gewesen.
11. Nimm dir vier Minuten Zeit, um deinem Gegenüber deine Lebensgeschichte so detailreich wie möglich zu schildern.
- Ha! Vier Minuten für meinen kompletten Blog mit Hunderten Einträgen seit 2010? :D :D :D :D :D
12. Wenn du morgen aufwachen könntest mit einer neuen Fähigkeit, was wäre das?
- Zeitreisen. Beamen. Oder Gedankenlesen.
13. Wenn dir eine Kristallkugel die Wahrheit über dich selbst, dein Leben, deine Zukunft oder irgendetwas anderes sagen könnte, was würdest du gerne wissen?
- Hätte ich meinen Verstand damals früher eingeschaltet, wäre von dir weggekommen: Wäre ich heute glücklich? Hätte mir Jemand anderes etwas ähnliches angetan, weil manche Dinge so oder so vorherbestimmt sind? Oder hätte ich tatsächlich die Fähigkeit, etwas stabiles und ehrliches aufzubauen ohne diese dramatisch großen Ängste?
14. Gibt es etwas, von dem du schon lange träumst, es zu tun? Warum hast du es noch nicht getan?
- Ich würde so gerne alleine in eine fremde Stadt fahren, alleine ein Hotelzimmer buchen und einige Tage nur für mich sein. Mein Wille, alles weitgehend zu planen, zu strukturieren und jedes noch so kleine Detail durch zu analysieren, damit es wirklich so wird, wie ich es will... Hält mich immer noch davon ab.
15. Was ist deine größte Errungenschaft im Leben?
- Wahrscheinlich, dass ich vor über mittlerweile drei Jahren ausgezogen bin und mein Leben habe.
16. Was schätzt du in einer Freundschaft am meisten?
- Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was Freundschaft genau ist. Was ich aber unbezahlbar finde ist, wenn man ehrlich und direkt sein darf und kann und nicht verurteilt wird. Und wenn man nicht ständig mit Samthandschuhen angefasst wird.
17. Was ist deine am meisten gehütete Erinnerung?
- Ich glaube, als wir damals im Ferienhaus in Russland übernachtet haben, ich mit 3 Jahren wieder mal geträumt habe, dass ich auf der Toilette sitze und in den Schlafsack gepinkelt hab und mein allerliebster Hund zu mir kam und ich wusste, einfach ganz genau wusste, dass er mir mit seinem Verhalten sagen wollte, es ist nicht schlimm, es passiert und keiner wird dich dafür hassen.
18. Was ist deine schlimmste Erinnerung?
- Meine Schwester im Alter von ca. 2 Jahren mit hochrotem Kopf, Rotz und Wasser heulend, kreischend, schreiend auf dem damaligen Bett meiner Eltern sitzend, während meine Mum und ich versuchten, mit aller Kraft gegen die verdammte Schlafzimmertüre zu drücken, damit Alkidad nicht ins Zimmer konnte.
19. Wenn du wüsstest, dass du in einem Jahr sterben müsstest, würdest du an deinem jetzigen Leben irgendetwas ändern? Warum?
- Ich würde statt 100% nur 50 % arbeiten gehen, ich würde wahrscheinlich Drogen ausprobieren, Menschen wiedersehen und ihnen alles sagen, was es zu sagen gibt und ich würde pöbeln. Pöbeln, was das Zeug hält.
20. Was bedeutet Freundschaft für dich?
- Ist genau so schwer, die die Frage mit der Freundschaft vornedran. Keine Ahnung. Vielleicht angekommen sein, richtig sein. Was weiß ich.
21. Welche Rolle spielen Liebe und Zuneigung in deinem Leben?
- Ich versuche soviel Gefühl in alles zu legen, was ich sage oder tue, wenn ich mit meinen Kiddies zusammen bin. Ich versuche soviel Gefühl in alles zu legen, was ich sage oder tue, wenn ich mit Menschen bin, die mir etwas bedeuten. Liebe direkt hat Sendepause. Es gab einfach einen zu großen Chemieunfall.
22. Teilt abwechselnd eine Eigenschaft, die ihr aneinander positiv findet. Macht das mit insgesamt 5 Eigenschaften.
- Ähm. Passt.
23. Wie nah stehst du deiner Familie? Hast du das Gefühl, deine Kindheit war glücklicher als die von den meisten Menschen?
- Eher Durchschnitt. Schwester und Oma. Der Rest existiert eben irgendwo irgendwie vor sich hin.
24. Wie ist die Beziehung zu deiner Mutter?
- Ganz einfach. Es gibt keine Beziehung.
25. Macht jeweils drei ehrliche "Wir" - Statements wie zum Beispiel: "Wir sind beide in diesem Raum und fühlen uns..."
- Wie eine Person. Haha. Nächste Frage.
26. Vervolständige diesen Satz: "Ich wünschte, ich hätte jemanden, mit dem ich ... teilen könnte."
- Meine Liebe zur Tiefgründigkeit, meine Liebe zum Analysieren, Verstehen, zerdenken, fündig und glücklich werden.
27. Stell dir vor, du und dein Gegenüber würde enge Freunde werden, was müsste er oder sie wissen?
- Ich bin ein optimistischer Pessimist. Ich habe einen Schaden. Und wenn ich dich irgendwann einmal zu gerne habe, wird mein Verstand alles gegen mich verwenden.
28. Sag deinem Gegenüber , was dir an ihm gefällt. Sei sehr ehrlich dieses Mal und sag auch Dinge, die du einem Fremden normalerweise nicht sagen würdest.
- Ich würde einem Fremden wahrscheinlich alles genau so sagen, wenn es gerade irgendjemanden hier gäbe. Kater? Ich mag deine Bauchfalte. Ich hab dich lieb.
29. Erzähle deinem Gegenüber von einem peinlichen Moment in deinem Leben.
- iafhbf. oafigbefqnfcgfegldsgfbakjw. opahfjwbfkjhgfckjabwsgfkjg. !
30. Wann hast du das letzte Mal vor anderen geweint? Wann alleine?
- Ist nicht lange her. Irgendwann letzte Woche vor (R). Alleine eigentlich... immer mal wieder? Ich habe seit drei Wochen kin Zeitgefühl.
31. Sag deinem Partner, was du bereits an ihm magst.
- Liebster Kater, ich mag deine Augen, deine Ohren, deine Nase, deine Pfoten, deinen kleinen Hängebauch, deine verrückte Art und jede deiner 5 Minuten alle 5 Minuten jeden Tag. :)
32. Was ist für dich zu ernst, um darüber Witze zu machen?
- Das ich schwanger wäre, sein könnte, sein werde. Da werd ich pissig. Oder Analverkehr.
33. Wenn du heute abend sterben müsstest und keine Möglichkeit mehr hättest, mit jemandem zu sprechen, was würdest du am meisten bereuen, einer Person nicht gesagt zu haben? Warum hast du es noch nicht gesagt?
- Wow. Ich weiß es nicht. Ich weiß es wirklich nicht. Wahrscheinlich würde ich einen endlosen Text schreiben, einfach in der Mitte anfangen und am Anfang aufhören und vielleicht würde dort das Ein oder Andere stehen. Aber hey, ich habe wirklich keine Ahnung.
34. Dein Haus und alles, was du besitzt, fangen Feuer. Nachdem du deine Liebsten und deine Tiere gerettet hast, hast du noch Zeit, noch einen einzigen Gegenstand zu retten. Was wäre das? Warum?
- EINEN? Meine ganzen Bücher! Allealle! Ich brauche sie, ich fühle mich nicht ganz ohne meine Bücher.
35. Von allen Personen in deiner Familie, wessen Tod fändest du am aufwühlendsten? Warum?
- Schwester. Weil ich schonmal davon geträumt habe und es mir Sprache und die Fähigkeit, irgendetwas zutun, einige Tage verschlagen hat.
36. Erzähle deinem Gegenüber ein persänliches Problem und frage nach seinem Rat, wie er damit umgehen würde. Frag ihn auch, welchen Eindruck du auf ihn machst, wie du über dieses Problem fühlst.
- Diese Frage kann ich mir tatsächlich als sehr interessant vorstellen. Diese werde ich eventuell mal wirklich jemandem stellen.
Ich bin alleine - ich will mich nicht verlieben, aber ich will versuchen, diese zu beantworten, damit ich vielleicht... ehrlich zu mir bin? Oder so.
1. Wenn du die Wahl aus allen Personen auf der Welt hättest, wen hättest du gerne als Gast zum Dinner?
- (M), die mich verließ, (J), der plötzlich Nichts von mir wissen wollte, (R), der mir noch geblieben ist, (J), der von uns ging und meine Schwester.
2. Wärst du gerne berühmt? Und wenn ja: Auf welche Art und Weise?
- Durch Musik. Durch Stimme. Aber dazu habe ich nicht den Mut.
3.Wenn du einen Telefonanruf machst, übst du manchmal, was du sagen wirst? Wieso?
- Bei Behören u.ä. ja, aber da rufe ich beinahe nie an. Früher oft bei meinem Ex, weil es mich innerlich zerrissen hat, ihn anzurufen; ständig Panikausbrüche. Damals in der Schule oder auf der Arbeit; bei Kollegen, wenn ich eine erneute Ausrede hatte, um nicht zu erscheinen (Lügen müssen einstudiert sein!)
4.Was würde für dich einen perfekten Tag ausmachen?
- Ein kühler Herbsttag mit vereinzelnten Sonnenstrahlen oder ein verschneiter Wintertag am Abend, wenn der Schnee im Laternenlicht glitzert. Dazu eine Bank im Nirgendwo, Musik die berührt und ein Bier.
5. Wann hast du das letzte Mal für dich selbst gesungen? Wann für jemand anderen?
- Für mich selbst vor ca. einer Woche; für jemand anderen... Vor zwei Wochen, allerdings aus Spaß.
6. Wenn du bis zum Alter von 90 Jahren leben könntest und für diese restliche Zeit entweder den Verstand oder den Körper einer 30 Jährigen Person behalten könntest, was würdest du wollen?
- Ich habe Nichts gegen meinen Körper. Und ich mag meinen wahnsinnig gewordenen Verstand. Und den würde ich wahrscheinlich auch behalten wollen.
7. Hast du eine geheime Ahnung, wie du sterben wirst?
- Eventuell zu überdreht, aber ich denke, mein Herz wird einfach stehen bleiben. Einfach so.
8. Nenne drei Dinge, die du und dein Gegenüber gemein zu haben scheinen.
- Mein Gegenüber wäre demnach ich. Also so ziemlich alles und nichts.
9. Wofür in deinem Leben bist du am dankbarsten?
- Für meine Schwester, für die Möglichkeit, ein zu Hause, einen Job und ein Leben zu haben. Für die Jahreswechsel, die Farben, den Schmerz und die manische Freude, die immer wieder dieTraurigkeit ablöst.
10. Wenn du etwas daran ändern könntest, wie du großgezogen wurdest, was wäre es?
- Mich machen lassen, mich reden lassen, mir die Freiheit geben, meine Kindheit so zu gestalten, wie ich es wollte. Ich könnte in manchen Momentan die große Klappe gut gebrauchen, die mir meine Mum damals mit gewaltigem Erfolg von jetzt auf gleich nahm. Ach und, früher ohne Erzeuger wäre sinniger gewesen.
11. Nimm dir vier Minuten Zeit, um deinem Gegenüber deine Lebensgeschichte so detailreich wie möglich zu schildern.
- Ha! Vier Minuten für meinen kompletten Blog mit Hunderten Einträgen seit 2010? :D :D :D :D :D
12. Wenn du morgen aufwachen könntest mit einer neuen Fähigkeit, was wäre das?
- Zeitreisen. Beamen. Oder Gedankenlesen.
13. Wenn dir eine Kristallkugel die Wahrheit über dich selbst, dein Leben, deine Zukunft oder irgendetwas anderes sagen könnte, was würdest du gerne wissen?
- Hätte ich meinen Verstand damals früher eingeschaltet, wäre von dir weggekommen: Wäre ich heute glücklich? Hätte mir Jemand anderes etwas ähnliches angetan, weil manche Dinge so oder so vorherbestimmt sind? Oder hätte ich tatsächlich die Fähigkeit, etwas stabiles und ehrliches aufzubauen ohne diese dramatisch großen Ängste?
14. Gibt es etwas, von dem du schon lange träumst, es zu tun? Warum hast du es noch nicht getan?
- Ich würde so gerne alleine in eine fremde Stadt fahren, alleine ein Hotelzimmer buchen und einige Tage nur für mich sein. Mein Wille, alles weitgehend zu planen, zu strukturieren und jedes noch so kleine Detail durch zu analysieren, damit es wirklich so wird, wie ich es will... Hält mich immer noch davon ab.
15. Was ist deine größte Errungenschaft im Leben?
- Wahrscheinlich, dass ich vor über mittlerweile drei Jahren ausgezogen bin und mein Leben habe.
16. Was schätzt du in einer Freundschaft am meisten?
- Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was Freundschaft genau ist. Was ich aber unbezahlbar finde ist, wenn man ehrlich und direkt sein darf und kann und nicht verurteilt wird. Und wenn man nicht ständig mit Samthandschuhen angefasst wird.
17. Was ist deine am meisten gehütete Erinnerung?
- Ich glaube, als wir damals im Ferienhaus in Russland übernachtet haben, ich mit 3 Jahren wieder mal geträumt habe, dass ich auf der Toilette sitze und in den Schlafsack gepinkelt hab und mein allerliebster Hund zu mir kam und ich wusste, einfach ganz genau wusste, dass er mir mit seinem Verhalten sagen wollte, es ist nicht schlimm, es passiert und keiner wird dich dafür hassen.
18. Was ist deine schlimmste Erinnerung?
- Meine Schwester im Alter von ca. 2 Jahren mit hochrotem Kopf, Rotz und Wasser heulend, kreischend, schreiend auf dem damaligen Bett meiner Eltern sitzend, während meine Mum und ich versuchten, mit aller Kraft gegen die verdammte Schlafzimmertüre zu drücken, damit Alkidad nicht ins Zimmer konnte.
19. Wenn du wüsstest, dass du in einem Jahr sterben müsstest, würdest du an deinem jetzigen Leben irgendetwas ändern? Warum?
- Ich würde statt 100% nur 50 % arbeiten gehen, ich würde wahrscheinlich Drogen ausprobieren, Menschen wiedersehen und ihnen alles sagen, was es zu sagen gibt und ich würde pöbeln. Pöbeln, was das Zeug hält.
20. Was bedeutet Freundschaft für dich?
- Ist genau so schwer, die die Frage mit der Freundschaft vornedran. Keine Ahnung. Vielleicht angekommen sein, richtig sein. Was weiß ich.
21. Welche Rolle spielen Liebe und Zuneigung in deinem Leben?
- Ich versuche soviel Gefühl in alles zu legen, was ich sage oder tue, wenn ich mit meinen Kiddies zusammen bin. Ich versuche soviel Gefühl in alles zu legen, was ich sage oder tue, wenn ich mit Menschen bin, die mir etwas bedeuten. Liebe direkt hat Sendepause. Es gab einfach einen zu großen Chemieunfall.
22. Teilt abwechselnd eine Eigenschaft, die ihr aneinander positiv findet. Macht das mit insgesamt 5 Eigenschaften.
- Ähm. Passt.
23. Wie nah stehst du deiner Familie? Hast du das Gefühl, deine Kindheit war glücklicher als die von den meisten Menschen?
- Eher Durchschnitt. Schwester und Oma. Der Rest existiert eben irgendwo irgendwie vor sich hin.
24. Wie ist die Beziehung zu deiner Mutter?
- Ganz einfach. Es gibt keine Beziehung.
25. Macht jeweils drei ehrliche "Wir" - Statements wie zum Beispiel: "Wir sind beide in diesem Raum und fühlen uns..."
- Wie eine Person. Haha. Nächste Frage.
26. Vervolständige diesen Satz: "Ich wünschte, ich hätte jemanden, mit dem ich ... teilen könnte."
- Meine Liebe zur Tiefgründigkeit, meine Liebe zum Analysieren, Verstehen, zerdenken, fündig und glücklich werden.
27. Stell dir vor, du und dein Gegenüber würde enge Freunde werden, was müsste er oder sie wissen?
- Ich bin ein optimistischer Pessimist. Ich habe einen Schaden. Und wenn ich dich irgendwann einmal zu gerne habe, wird mein Verstand alles gegen mich verwenden.
28. Sag deinem Gegenüber , was dir an ihm gefällt. Sei sehr ehrlich dieses Mal und sag auch Dinge, die du einem Fremden normalerweise nicht sagen würdest.
- Ich würde einem Fremden wahrscheinlich alles genau so sagen, wenn es gerade irgendjemanden hier gäbe. Kater? Ich mag deine Bauchfalte. Ich hab dich lieb.
29. Erzähle deinem Gegenüber von einem peinlichen Moment in deinem Leben.
- iafhbf. oafigbefqnfcgfegldsgfbakjw. opahfjwbfkjhgfckjabwsgfkjg. !
30. Wann hast du das letzte Mal vor anderen geweint? Wann alleine?
- Ist nicht lange her. Irgendwann letzte Woche vor (R). Alleine eigentlich... immer mal wieder? Ich habe seit drei Wochen kin Zeitgefühl.
31. Sag deinem Partner, was du bereits an ihm magst.
- Liebster Kater, ich mag deine Augen, deine Ohren, deine Nase, deine Pfoten, deinen kleinen Hängebauch, deine verrückte Art und jede deiner 5 Minuten alle 5 Minuten jeden Tag. :)
32. Was ist für dich zu ernst, um darüber Witze zu machen?
- Das ich schwanger wäre, sein könnte, sein werde. Da werd ich pissig. Oder Analverkehr.
33. Wenn du heute abend sterben müsstest und keine Möglichkeit mehr hättest, mit jemandem zu sprechen, was würdest du am meisten bereuen, einer Person nicht gesagt zu haben? Warum hast du es noch nicht gesagt?
- Wow. Ich weiß es nicht. Ich weiß es wirklich nicht. Wahrscheinlich würde ich einen endlosen Text schreiben, einfach in der Mitte anfangen und am Anfang aufhören und vielleicht würde dort das Ein oder Andere stehen. Aber hey, ich habe wirklich keine Ahnung.
34. Dein Haus und alles, was du besitzt, fangen Feuer. Nachdem du deine Liebsten und deine Tiere gerettet hast, hast du noch Zeit, noch einen einzigen Gegenstand zu retten. Was wäre das? Warum?
- EINEN? Meine ganzen Bücher! Allealle! Ich brauche sie, ich fühle mich nicht ganz ohne meine Bücher.
35. Von allen Personen in deiner Familie, wessen Tod fändest du am aufwühlendsten? Warum?
- Schwester. Weil ich schonmal davon geträumt habe und es mir Sprache und die Fähigkeit, irgendetwas zutun, einige Tage verschlagen hat.
36. Erzähle deinem Gegenüber ein persänliches Problem und frage nach seinem Rat, wie er damit umgehen würde. Frag ihn auch, welchen Eindruck du auf ihn machst, wie du über dieses Problem fühlst.
- Diese Frage kann ich mir tatsächlich als sehr interessant vorstellen. Diese werde ich eventuell mal wirklich jemandem stellen.
21. Oktober 2016
Fehler
Ich saß nicht oft in diesem Wartezimmer.
Warte - Zimmer.
Das Warten für's weitere Abwarten mit vielen Anderen in einem Raum.
"Frau xXx?"
Ich stehe auf, stolpere beinahe über meine eigenen Füße, der Arzt scheint mich mit einem Blick von oben nach unten abzuscannen, gibt mir die Hand und ich folge ihm in das Behandlungszimmer.
Seltsam, ich hatte vergessen, wie es aussieht. Seit ich ausgezogen bin, ist er mein Ansprechpartner geworden, aber auch nur, weil es ein Fußweg von 5 Minuten ist und mein damaliger Hausarzt nervig und außerdem eine halbe Stunde Bahnfahrt entfernt ist.
"Nehmen Sie Platz. Was kann ich für Sie tun?"
Komm schon, das haben wir doch geübt.
"Also.. ähm. Ich weiß nicht genau, wo ich anfangen soll. Ich habe noch nie vorher solch ein Gespräch geführt." Er nickt und wirkt so, als müsste ich eigentlich nicht mehr weiter reden. Aber ich tue es trotzdem.
"Also mir.. geht es nicht so gut in letzter Zeit... in den letzten Wochen."
"Körperlich? Seelisch?"
"Psychisch."
"Mhm. Haben Sie das Gefühl, dass sich dieser Zustand verändern ließe? Kommt das von der Arbeit? Privat? Sie sind doch Erzieherin oder? Grundschule war's?"
"Ja, also.. Seit neustem im Heim. Ja. Eher Privat und das überträgt sich auf die Arbeit. Und ich mache Fehler und bin nicht ganz da und dadurch mache ich noch mehr Fehler und mir ist einfach... alles zuviel."
Er dreht sich zum Pc, schreibt in roten Buchstaben psychische Belastung auf und ich starre ungläubig auf den Bildschirm.
"Ich glaube, ich brauche einfach eine Auszeit. Um meine Gedanken zu ordnen."
"An wie lange haben Sie gedacht? Sonntag? Oder lieber Mittwoch und Sie kommen wieder, sollte es nicht ausreichen?"
"Freitag. Eine Woche..."
"Okay. Dann nehmen Sie sich die Zeit bis Freitag. Wenn es nicht reicht, kommen Sie wieder vorbei. Wissen Sie, wenn es längerfristig nicht besser wird, wäre es eine Überlegung wert, einen Therapeuten auszusuchen."
"Ja, ich kann das nur nicht so... nach Außen."
"Aber das kann man erlernen. Wissen Sie, Menschen gehen zum Arzt, wenn sie erkältet sind, wenn sie Fußschmerzen haben und es ist ganz normal, darüber zu sprechen. Aber alles, was oben im Kopf passiert, darüber ist es schwer zu sprechen. Aber auch das Gehirn kann krank werden, so wie der Hals oder Bauch oder oder... Und auch da gibt es spezielle Ärzte. Stellen Sie sich vor, in den USA treffen sich Menschen auf der Straße und bei der Frage "Was machst du heute noch so?" "Kommt ohne Probleme die Antwort "Ach, ich geh zu meinem Therapeuten". Dabei hat unsere Stadt 3 Mal mehr Psychologen, als zum Beispiel New York. "
"Ja, mh. Ja."
"Also nehmen Sie das hier mit und geben Sie es vorne ab. Und lassen Sie sich den Gedanken mal durch den Kopf gehen. Und wie gesagt, kommen Sie wieder, wenn es nicht besser wird."
"Ja, danke. Vielen Dank. Tschüss."
Zu Hause angekommen hasse ich mich. Für jedes. einzelne. Wort.
Sage auf der Arbeit Bescheid und hasse. mich. für. jedes. einzelne. Wort.
Als ich die Meldung einscannen will, kommt mir die Diagnose verdächtig vor.
Google, Freund und Helfer.
Suizidalität ; Schwierigkeiten bei Bewältigung der aktuellen Lebenslage.
Stempel. Stempel. Stempel. Stempel.
Ich kann mein Leben bewältigen. Nur mich eben nicht. Ich bin nicht suizidal. Ich falle.
Ich kann da nie wieder hin. Verstehen Arbeitgeber diese Codes? Machen Sie sich die Mühe, diese zu googeln? Mir ist so übel von der ganzen Sache. Was hab ich nur getan. Wieso habe ich mich nicht einfach verkrochen. Sonst habe ich immer irgendwelche Krankheiten vorgetäuscht. Jetzt versuche ich die Wahrheit zu sagen, bekomme nicht mal ein Viertel von all dem raus, was in meinem Kopf steckt und habe nun offiziell diesen beschissenen Stempel.
Im Leben hätte ich mir nie vorstellen können, dass ich meinen Mund einem Arzt gegenüber aufmache und sage, wie es mir geht. Im Leben nicht. Ich durfte auch nie nie nie nie. Ich habe mich verraten und ich fühl mich... gerade überhaupt nicht.
Warte - Zimmer.
Das Warten für's weitere Abwarten mit vielen Anderen in einem Raum.
"Frau xXx?"
Ich stehe auf, stolpere beinahe über meine eigenen Füße, der Arzt scheint mich mit einem Blick von oben nach unten abzuscannen, gibt mir die Hand und ich folge ihm in das Behandlungszimmer.
Seltsam, ich hatte vergessen, wie es aussieht. Seit ich ausgezogen bin, ist er mein Ansprechpartner geworden, aber auch nur, weil es ein Fußweg von 5 Minuten ist und mein damaliger Hausarzt nervig und außerdem eine halbe Stunde Bahnfahrt entfernt ist.
"Nehmen Sie Platz. Was kann ich für Sie tun?"
Komm schon, das haben wir doch geübt.
"Also.. ähm. Ich weiß nicht genau, wo ich anfangen soll. Ich habe noch nie vorher solch ein Gespräch geführt." Er nickt und wirkt so, als müsste ich eigentlich nicht mehr weiter reden. Aber ich tue es trotzdem.
"Also mir.. geht es nicht so gut in letzter Zeit... in den letzten Wochen."
"Körperlich? Seelisch?"
"Psychisch."
"Mhm. Haben Sie das Gefühl, dass sich dieser Zustand verändern ließe? Kommt das von der Arbeit? Privat? Sie sind doch Erzieherin oder? Grundschule war's?"
"Ja, also.. Seit neustem im Heim. Ja. Eher Privat und das überträgt sich auf die Arbeit. Und ich mache Fehler und bin nicht ganz da und dadurch mache ich noch mehr Fehler und mir ist einfach... alles zuviel."
Er dreht sich zum Pc, schreibt in roten Buchstaben psychische Belastung auf und ich starre ungläubig auf den Bildschirm.
"Ich glaube, ich brauche einfach eine Auszeit. Um meine Gedanken zu ordnen."
"An wie lange haben Sie gedacht? Sonntag? Oder lieber Mittwoch und Sie kommen wieder, sollte es nicht ausreichen?"
"Freitag. Eine Woche..."
"Okay. Dann nehmen Sie sich die Zeit bis Freitag. Wenn es nicht reicht, kommen Sie wieder vorbei. Wissen Sie, wenn es längerfristig nicht besser wird, wäre es eine Überlegung wert, einen Therapeuten auszusuchen."
"Ja, ich kann das nur nicht so... nach Außen."
"Aber das kann man erlernen. Wissen Sie, Menschen gehen zum Arzt, wenn sie erkältet sind, wenn sie Fußschmerzen haben und es ist ganz normal, darüber zu sprechen. Aber alles, was oben im Kopf passiert, darüber ist es schwer zu sprechen. Aber auch das Gehirn kann krank werden, so wie der Hals oder Bauch oder oder... Und auch da gibt es spezielle Ärzte. Stellen Sie sich vor, in den USA treffen sich Menschen auf der Straße und bei der Frage "Was machst du heute noch so?" "Kommt ohne Probleme die Antwort "Ach, ich geh zu meinem Therapeuten". Dabei hat unsere Stadt 3 Mal mehr Psychologen, als zum Beispiel New York. "
"Ja, mh. Ja."
"Also nehmen Sie das hier mit und geben Sie es vorne ab. Und lassen Sie sich den Gedanken mal durch den Kopf gehen. Und wie gesagt, kommen Sie wieder, wenn es nicht besser wird."
"Ja, danke. Vielen Dank. Tschüss."
Zu Hause angekommen hasse ich mich. Für jedes. einzelne. Wort.
Sage auf der Arbeit Bescheid und hasse. mich. für. jedes. einzelne. Wort.
Als ich die Meldung einscannen will, kommt mir die Diagnose verdächtig vor.
Google, Freund und Helfer.
Suizidalität ; Schwierigkeiten bei Bewältigung der aktuellen Lebenslage.
Stempel. Stempel. Stempel. Stempel.
Ich kann mein Leben bewältigen. Nur mich eben nicht. Ich bin nicht suizidal. Ich falle.
Ich kann da nie wieder hin. Verstehen Arbeitgeber diese Codes? Machen Sie sich die Mühe, diese zu googeln? Mir ist so übel von der ganzen Sache. Was hab ich nur getan. Wieso habe ich mich nicht einfach verkrochen. Sonst habe ich immer irgendwelche Krankheiten vorgetäuscht. Jetzt versuche ich die Wahrheit zu sagen, bekomme nicht mal ein Viertel von all dem raus, was in meinem Kopf steckt und habe nun offiziell diesen beschissenen Stempel.
Im Leben hätte ich mir nie vorstellen können, dass ich meinen Mund einem Arzt gegenüber aufmache und sage, wie es mir geht. Im Leben nicht. Ich durfte auch nie nie nie nie. Ich habe mich verraten und ich fühl mich... gerade überhaupt nicht.
9. Oktober 2016
Wie verabschiedet man sich?
Sagt man liebe Worte? Nimmt man jemanden in den Arm?
Wünscht man allen Anderen alles Gute und kehrt ihnen den Rücken zu?
Meine Abschiede waren nie welche.
Ich habe mich einfach umgedreht. Ich habe die Menschen einfach stehen lassen, ohne Worte.
Wozu auch Worte? Sie bringen nichts. Sie sagen ja doch nichts aus.
Menschen haben mir soviel versprochen. Von so vielen Dingen haben sie mir erzählt, die nie eingetroffen haben. Immer und immer wieder.
Ich liebe Worte, ich benutze sie in allen Variationen und ich benutze sie gerne.
Sie richten soviel an, soviel Schönes und soviel Leid und ich...
Habe damals immer an die Schönheit geglaubt, bis ich eines Tages jemanden mit Worten um Etwas bitten musste, der weder existierte, noch darauf hätte antworten können.
Und er hat es nicht.
Ich will schon gar nicht mehr aufzählen, was in meinem Kopf passiert.
Und ich will nicht mehr zählen, wie oft ich allein da stand.
Freitagabend hat in mir etwas zerstört, von dem ich nicht einmal mehr wusste, dass es existiert.
Wenn ich dieses Fenster jetzt groß auf dem TV offen lasse und das Licht meine Wohnung durchleuchtet und irgendwann übernächste Woche irgendjemand auf die Idee kommen könnte, das Etwas geschehen ist... Werden diese Worte auch nichts ändern.
Ich habe einen Grad der Emotionslosigkeit erreicht, den ich kaum im Stande bin wieder rückgängig zu machen. Ich bin kurz davor, mir Etwas anzutun. Und ich bin feige.
Ich habe mal gehört, Unkraut vergeht nicht. Eventuell bin ich dieses Mal besser, als Unkraut.
Musik versetzt mich in eine andere Welt. Tabletten und Alkohol auch.
Wir werden sehen, was passiert.
Keine Selbstmordankündigung, Aufmerksamkeit will ich nicht. Nur ein Versuch. Ein Versuch. Ein Versuch....
Sagt man liebe Worte? Nimmt man jemanden in den Arm?
Wünscht man allen Anderen alles Gute und kehrt ihnen den Rücken zu?
Meine Abschiede waren nie welche.
Ich habe mich einfach umgedreht. Ich habe die Menschen einfach stehen lassen, ohne Worte.
Wozu auch Worte? Sie bringen nichts. Sie sagen ja doch nichts aus.
Menschen haben mir soviel versprochen. Von so vielen Dingen haben sie mir erzählt, die nie eingetroffen haben. Immer und immer wieder.
Ich liebe Worte, ich benutze sie in allen Variationen und ich benutze sie gerne.
Sie richten soviel an, soviel Schönes und soviel Leid und ich...
Habe damals immer an die Schönheit geglaubt, bis ich eines Tages jemanden mit Worten um Etwas bitten musste, der weder existierte, noch darauf hätte antworten können.
Und er hat es nicht.
Ich will schon gar nicht mehr aufzählen, was in meinem Kopf passiert.
Und ich will nicht mehr zählen, wie oft ich allein da stand.
Freitagabend hat in mir etwas zerstört, von dem ich nicht einmal mehr wusste, dass es existiert.
Wenn ich dieses Fenster jetzt groß auf dem TV offen lasse und das Licht meine Wohnung durchleuchtet und irgendwann übernächste Woche irgendjemand auf die Idee kommen könnte, das Etwas geschehen ist... Werden diese Worte auch nichts ändern.
Ich habe einen Grad der Emotionslosigkeit erreicht, den ich kaum im Stande bin wieder rückgängig zu machen. Ich bin kurz davor, mir Etwas anzutun. Und ich bin feige.
Ich habe mal gehört, Unkraut vergeht nicht. Eventuell bin ich dieses Mal besser, als Unkraut.
Musik versetzt mich in eine andere Welt. Tabletten und Alkohol auch.
Wir werden sehen, was passiert.
Keine Selbstmordankündigung, Aufmerksamkeit will ich nicht. Nur ein Versuch. Ein Versuch. Ein Versuch....
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