Ich würde so gerne schreiben - so gerne Worte finden.
Es ist einiges geschehen, was ich im Normalfall festhalten wollen würde.
Das Problem ist, dass ich dazu keine Zeit finde.
Heute und morgen habe ich frei, man könnte meinen, die Zeit würde ausreichen,
um niederzuschreiben, was so alles gewesen ist.
Gestern bin ich in der Einrichtung, in der ich ja nun angefangen habe,
in eine Situation mit einem 13. jährigen Mädchen geraten,
die ich mir eigentlich vor meinen zwei freien Tagen hätte sparen können.
Ich kann auch nicht näher darauf eingehen, weil ich es anscheinend immer noch nicht ganz annehmen kann. Unter anderem, weil ich mich frage, wie es so weit kommen konnte und ob ich eventuell irgendetwas im richtigen Moment hätte anders machen können.
Ich gebe mir selbst keine Schuld, ich mache mir auch keine Sorgen und erst recht bin ich absolut in keinster Weise der Meinung, dass es gerechtfertigt war, was sie gestern abgezogen hat.
Und ich bin froh, dass ich ruhig bleiben konnte, mich abgrenzen und vor allem auf keine Provokation bewusst eingegangen bin.
Trotzdem geht es mir damit nicht so besonders.
Ich verbiete meinem Gehirn seit gestern Abend, - seit ich endlich um 21:36 Uhr zu Hause ankam-
darüber nachzudenken. Lenke mich ab und mache mir bewusst, dass ich jetzt frei habe und abschalten muss.
Und mal abgesehen davon, dass mir sicherlich in nächster Zeit noch "schlimmeres", "anstrengenderes" bevorsteht, war es trotzdem ein Schlag ins Gesicht.
Mir kam eine Idee heute morgen und ich werde versuchen,
dies am Donnerstag, wenn ich wieder im Dienst bin, anzusprechen. Wenn ich es mir denn merken kann. Aufschreiben will ich es mir nicht, da sträubt sich seltsamer Weise alles..
Um auf den Punkt zu kommen:
Es ist schade. Es ist sogar verdammt schade. Und ich wünschte, ich hätte irgendein Wundermittel,
um die Beziehung zu ihr zu stärken, um den Umgang mit ihr zu vereinfachen oder zumindest eineArt Harmonie zwischen uns zu schaffen.
Ich muss mir Zeit geben. Und ich muss vor allem den Mädels Zeit geben. Und erzwingen geht schon mal gar nicht.
Gestern im Auto dachte ich mir: Ich war in keiner Einrichtung so sicher, wie hier..
Das ich es schaffe. Das es klappen wird, früher oder später.. Das mir bewusst ist, dass es Zeit braucht, ich es aber zu 100% hinbekommen werde, die Authorität - die Sicherheit - die Routine - die Beziehung zu den Mädels aufzubauen, zu vertiefen und durchzusetzen.
Und das war ein gutes Gefühl.
Und wahrscheinlich auch der Grund, weshalb ich nicht an mir zweifel.
Es hat mich nur emotional so weit getroffen, - das gestern mit ihr - , dass ich einfach mal liebsten Glitzer drauf gestreut hätte und damit alles wieder gut gewesen wär.
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Schön, dass du da bist.. :)