Du hast kein Recht darauf zu verurteilen, auf welche Weise ich mich gerettet habe, nachdem du alles zerbrochen hast!

6. September 2015

Wirrwarr - nur Gedankenspiel

Zunächst einmal :
Es tut mir ehrlich, wirklich unfassbar Leid, ihr lieben Menschen da draußen.
Momentan bekomme ich es einfach nicht hin, all die Kommentare zu beantworten,
einige von euch warten bereits zwei (?) Monate und mittlerweile werden manche Dinge wohl auch nicht mehr aktuell sein. Ich möchte euch einfach wissen lassen, dass ich weiterhin jeden Post von euch lese, ehrlich.. Und ich denke an euch!

Am 1.09. habe ich in der neuen Einrichtung angefangen. All die Konzentration und Kraft und Geduld und Zeit widme ich zur Zeit dieser Arbeitsstelle.. Jetzt habe ich erst einmal drei Tage frei und meine Fußgelenke können sich halbwegs vom vielen Laufen und den langen Fahrwegen erholen.
Die letzten Tage habe ich um 10 Uhr angefangen und bis 21 Uhr gearbeitet.. Es hat mich selbst erstaunt, wie wenig mir diese Stundenanzahl ausgemacht hat, wobei ich mir dessen natürlich von vorne rein bewusst war..
Jedenfalls sind die Kollegen bis jetzt sympathisch und auch sonst habe ich ein recht gutes Gefühl. :)

Heute abend habe ich mich mit (J) getroffen.
Ein wenig seltsam wurde es - aber nicht negativ seltsam - als "Witze" und "Sprüche" kamen,
die ich so von ihm nicht gewohnt bin.
Ich weiß, dass ich einen großen Fehler machen würde, sollte ich irgendetwas in all das hinein interpretieren. Deswegen werde ich das bei ihm auch nicht ansprechen und mich auch sonst nicht hineinsteigern. Allerdings sind das die Art von Gedanken, die erst niedergeschrieben werden müssen,
bevor ich bereit bin, diese irgendwo in meinem Kopf zu verstauen und denen auch keine Beachtung mehr zu schenken.

Als wir eine Art Szene inszinieren wollten, eine dieser typischen Art, bei der sich Pärchen lautstark in der Öffentlichkeit streiten, nannte er mich aus Spaß "Schatz". 
Dieses Wort habe ich das letzte Mal vor anderthalb Jahren im Bezug auf mich gehört und war erst einmal wie erstarrt. Es fühlte sich zuerst an, wie eine eiskalte Ohrfeige, dann plötzlich so vertraut und letztenendes machte es mich traurig. Danach bekam ich Angst und habe das Thema gewechselt. Das man dem null tiefere Bedeutung zuschreiben kann, darüber braucht man nicht einmal drüber nachdenken. Aber die lange Zeit dazwischen und die Erinnerungen kann ich nicht abstellen.
Als wir dann irgendwann an einer Art Statue vorbei gelaufen sind, teilten sich bestimmte Gedanken. Das wir uns gut verstehen und recht ähnlich sind, was solche Dinge angeht, ist nach 5 Jahren Freundschaft nichts Neues, nur war selbst das an diesem Abend etwas beängstigend.
Da er mit dem Roller in der Stadt war, wollte er mich nach Hause fahren, der Grund war an sich nur, weil ihm Roller fahren Spaß macht - auch wenn das leicht bescheuert klingt. Da ich mich kaum daran erinnern kann, jemals ernsthaft auf einem Roller mitgefahren zu sein, hatte ich Schiss.
Das ist bei mir sowieso ständig der Fall, wenn es um bestimmte Vertrauenssachen geht.
Es ging auch alles gut und schlimm war es ebenfalls nicht. Aber die Situation, der Moment, ..
Irgendwie spinnt mein Kopf gerade. Und ich sage mir andauernd, wie dämlich all diese Gedanken sind. Ich habe mich kurz gefragt, ob ich vielleicht damals die Freundschaft erzwungen habe, um mir selbst erst gar nicht die Möglichkeit zu geben, auch nur im geringsten weiter zu denken.
Freundschaften sind mir durchaus wichtiger, zumal ich der größte Beziehungsloser auf diesem Planeten bin. Und trotzdem kommen all diese Vorstellungen, Möglichkeiten und Gedanken und Empfindungen immer mal wieder.
Vielleicht fehlt mir so langsam tatsächlich etwas. Und vielleicht muss ich mir eingestehen, dass es langsam wieder Zeit wäre, zumindest mal wieder in solch eine Richtung zu gehen.

Und eigentlich habe ich keinen Plan, was ich da gerade getippt habe und ob es satzmäßig Sinn ergibt und.. ob ich gerade im allgemeinen Sinn ergebe..
Außerdem will ich dem Text auch direkt wieder wiedersprechen..
Ich kann es so nicht stehen lassen. Also nicht im Kopf. Ich weiß, dass ich nichts von ihm will und ich weiß auch, dass er genau so denkt. Und ich weiß, dass das alles Hirngespinste sind und ich mich nur im Kreis drehe. Aber solche Gedanken kommen immer wieder, weil ich Phasen habe, in denen ich zu sensibel auf Worte, Taten, Dinge, Menschen reagiere.
Und dafür gibt es ja diesen Blog, in dem ich mich zwar bei solchen Themen/Gedanken trotzdem immer wieder versuche zu rechtfertigen.. Aber zum Glück bin ich in der Hinsicht niemandem eine Erklärung schuldig. Das würde eh nicht gut gehen.
Und bevor ich mich weiter hineinsteigere, hört dieser Post auf.

2 Kommentare:

  1. Vor ein paar Tagen habe ich mich mit meiner Ex getroffen. Kann also recht gut nachvollziehen, vor allem, was du im letzten Absatz beschrieben hast.
    Ich lasse dir mal eine liebe Umarmung da. ♥
    Luca

    (Und wegen dem Kommmentare beantworten, mach dir keine Gedanken! Glaube, das kennen einige hier auch. :> )

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Schön, dass du da bist.. :)